Nicht alles was glänzt ist Gold. Ein Sparplan mit Edelmetallen und sein Risikohinweis.

Autor: , verfasst am 23.02.2016, 15:43| Jetzt kommentieren

Es fallen in einem Gespräch die Worte Technologiemetalle, Gold, Platin, Wertsicherungs-Sparplan. Das ganze wird von dem Deutschen Institut für Edelmetallkunde empfohlen. Das „Institut“ ist eine Limited in England. Weitere Informationen bekommt man nicht.

Es fallen zudem klanghafte Namen wie Multi-Invest Sachwerte GmbH und Sutor Bank.

Der Investor (welcher eventuell als Sparer in das Gespräch gegangen ist) ist begeistert.

Das hört sich (zunächst) sehr sicher und auch werthaltig an.

Es gibt aber einen (nicht immer offensichtlichen) Haken an der Sache, sollte das Produkt nicht ertragsreich sein, droht der Totalverlust.

Sparen geht anders.

Anlagen in Gold, Silber und anderen Edelmetallen sind für Investoren riskante Geschäfte.

Nicht in allen Beratungsgesprächen wird das Risiko auch ausreichend hervorgehoben.

So heißt es zum Beispiel in den allgemeinen Vertragsbedingungen der Multi-Invest Sachwerte GmbH unter Punkt 7 –Risikohinweis-:…was möglicherweise zu einem Teilverlust der Investitionssumme führen kann…

Als Zugabe werden dann noch die Abschlusskosten in Höhe von 1.500 Euro erhoben, welche erst einmal durch die monatliche „Sparrate“ von 50 Euro getilgt werden muss. Warum dann (selbst wenn das Produkt gut läuft) keine Dividende ausgezahlt werden, auch nach Monaten nicht, wird klar, wenn man sich vergegenwärtigt, dass eigentlich die ersten drei Jahre nicht gespart und investiert wird, sondern die Abschlusskosten abbezahlt werden.

Immerhin gibt es eine schöne Eigentümerurkunde, eine Auslieferung der Technologiemetalle/Seltene Erden ist jedoch laut den allgemeinen Vertragsbedingungen nicht möglich.

Schlagwörter: Bankrecht Kapitalmarkt Darmstadt Frankfurt Anwalt Sparplan Darmstadt

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