Future Business Genussrechtsanleger – Hoffen auf Auszahlung

Autor: , verfasst am 14.10.2014, 12:50| Jetzt kommentieren

Der Insolvenzverwalter der Future Business KGaA, Bruno Kübler, hält die Nachrangklausel für Genussrechtsanleger mittlerweile für unwirksam, weshalb er auch diese Forderungen als erstrangig behandeln wird.

Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass die Gläubiger der Genussrechte voraussichtlich leer ausgehen würden, da diese als nachrangig gegenüber allen anderen Ansprüchen behandelt werden müssten.

Ein vom Insolvenzverwalter in Auftrag gegebenes Gutachten des renommierten Zivilrechtsprofessors Reinhard Bork von der Universität Hamburg kam jedoch jetzt zum Ergebnis, dass die Nachrangklausel unwirksam ist.

Der Insolvenzverwalter Kübler teilte daraufhin mit, dass er aufgrund der “überzeugenden Ausführungen des Gutachters die Forderungen der Genussrechtsgläubiger gegen die Future Business nicht als nachrangig, sondern als “normale” Insolvenzforderung betrachten wird”. Die Genussrechtsgläubiger werden daher genauso behandelt wie die Gläubiger von Orderschuldverschreibungen.

Diese ohne Zweifel gute Nachricht für die Genussrechtsgläubiger ist aber im Gegenzug eine eher schlechte für die Gläubiger von Orderschuldverschreibungen, da deren Quote durch die “neuen” Gläubiger selbstverständlich erheblich geschmälert wird. Die weitere Entwicklung wird hier abzuwarten sein, insbesondere ob es zu Klagen aufgrund der jetzigen Entscheidung des Insolvenzverwalters kommt.

Rechtsanwalt Senn vertritt bereits sowohl Gläubiger von Orderschuldverschreibungen als auch Genussrechten im laufenden Insolvenzverfahren. Wenn Sie betroffen sind und sich hier vertreten lassen möchten, stehe ich hierfür selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Torsten Senn

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Schlagwörter: Fubus, Genussrechte, Nachrangklausel

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