Falschberatung - Geld zurück! OLG München ( 23 U 1683/17)

Autor: , verfasst am 16.12.2017, 22:16| Jetzt kommentieren

Anleger, die zum Beispiel in atypische stille Beteiligungen investiert oder Kommanditanteile gezeichnet haben, haben meist keine nennenswerte Einflussmöglichkeiten auf die Geschicke der Gesellschaft.

Häufig ist die Kapitalbeteiligung auch noch fremdfinanziert, m.a.W. der Anleger hat bei seiner Hausbank ein Darlehen aufgenommen.

Vor dem Hintergrund, dass sich die Kapitalbeteiligungen - meist Schiffs-/Immobilien- und Filmfonds - häufig schlechter entwickeln als seitens des Beraters projeziert, besteht seitens des geschädigten/enttäuschten Anlegers häufig der Wunsch, sich zeitig von der Beteiligung zu lösen, um, u.a., einem Totalverlustrisiko aus dem Weg zu gehen.

Häufig sind solche Schadensersatzklagen - gerichtet auf Rückabwicklung der Beteiligung - schon deshalb aussichtsreich, weil der Verkaufsprospekt erst unmittelbar vor Zeichnung des Prospekts übergeben wurde.

Im gleichen Maß werden Anleger häufig im Verkaufsgespräch im Unklagen darüber gelassen, dass ein vorzeitiger Ausstieg nicht möglich ist. Dem Anleger wird folglich die fehlende Fungibilität der Anlage verschwiegen.

War dem so, hat der Anleger beste Chancen auf eine Rückabwicklung. So entschied jüngst das OLG München ( 23 U 1683/17), dass der Emitttend/Anbieter der Anlage diese zurücknehmen und dem Anleger das investierte Geld zuzüglich entstandener Kreditkosten zurückzahlen muss. Mit dem Gebot der anlage- und anlegergerechten Beratung sei das Verhalten des Emittenten/Anbieters der Kapitalanlage jedenfalls nicht in Einklang zu bringen, so die Richter.

MPH Legal Serivces, Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann, LL.M. Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, vertritt geschädigte Kapitalanleger gegenüber Banken, Finanzdienstleistern und Kapitalanlageberatern bundesweit.

Schlagwörter: Kapitalanlage fehlgeschlagen - holen Sie sich Ihr Geld zurück!

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