Was macht einen guten Rechtsanwalt aus? Was ist ein Fachanwalt?

Autor: , verfasst am 16.01.2017, 11:18| 2 Kommentare

Anwaltliches Fachwissen

Tätigkeitschwerpunkte/ Angabe von Teilbereichen der Berufstätigkeit

Einen Anhaltspunkt, welche Rechtsgebiete der potentielle Anwalt bevorzugt, bieten seine  sogenannten Schwerpunkte. Generell ist eine Spezialisierung von Vorteil, da der Rechtsanwalt in dem betreffenden Rechtsgebiet in der Regel nachhaltig Erfahrungen und Wissen gesammelt hat. Ob man daraus den Umkehrschluss ziehen sollte, dass ein spezialisierter Anwalt in einem anderen Rechtsgebiet nicht so versiert ist, kann man sicher nicht verallgemeinern. Von der Theorie her ist die juristische Ausbildung darauf ausgelegt, dass sich jeder Jurist in jedes Rechtsgebiet einarbeiten kann. Dass hier jeder Anwalt im Laufe seiner Karriere bestimmte Vorlieben entwickelt, ist wohl nachvollziehbar.

Rechtsanwalt (© Picture-Factory - Fotolia.com)
Rechtsanwalt
(© Picture-Factory - Fotolia.com)

JuraForum-Tipp: Eine Liste der Schwerpunkte von Anwälten aus unserer Anwaltssuche finden Sie hier: Rechtsanwälte nach Rechtsgebieten. Große Rechtsgebiete sind vor allem: Arbeitsrecht, Familienrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Erbrecht und der Mietrecht.

Fachanwaltstitel

Immer häufiger hört man den Satz: "Geh doch zum Fachanwalt!" Doch was ist eigentlich ein Fachanwalt? Als angehender Fachanwalt muss man einen theoretischen Fachanwalts-Lehrgang (120 bis 180 Zeitstunden abhängig vom Rechtsgebiet) absolvieren sowie die praktische Erfahrung im betreffenden Rechtsgebiet durch die selbständige Bearbeitung einer bestimmten Anzahl von Fällen innerhalb der letzten drei Jahre nachweisen. Es sind vielzählige Nachweise zur Erlangung des Fachanwaltstitels nötig. Sie können daher sicher sein, dass sich ein Fachanwalt auf seinem ausgewählten Gebiet in besonderem Maße auskennt und hier ein überdurchschnittliches Wissen vorweisen kann. Außerdem muss ein er sich ständig fortbilden.

Die Verleihung des Fachanwaltstitels wird durch die Rechtsanwaltskammer vorgenommen. Fachanwalt kann man aktuell für 20 Fachgebiete werden. Eine Liste der Fachanwälte erhält man bei der jeweiligen Rechtsanwaltskammer.

JuraForum-Tipp: In unserer Anwaltssuche können Sie auch gezielt nur nach Fachanwälten suchen, wenn Sie dies bevorzugen.

 

Akademische Titel

Was sagt ein Doktortitel aus? Promovieren darf in der Regel nach den meisten Promotionsordnungen in Deutschland nur ein Jurist, der ein überdurchschnittlich gutes Examen abgelegt hat. Eine Doktorarbeit (Dauer: ca. 2-5 Jahre) beschäftigt sich zumeist mit juristischen Grenzproblemen, die bisher noch kein anderer Jurist bearbeitet hat. Die Probleme stammen nicht selten aus einem ganz bestimmten Fachgebiet wie beispielsweise dem Umweltrecht. Für Mandanten, die ein juristisches Gutachten zu einem speziellen Problem benötigen, wird in diesem Beispiel der promovierte Umweltrechtler die richtige Wahl sein.

Veröffentlichungen

Schafft es ein Anwalt bei seinen Veröffentlichungen für seine Mandanten komplexe und schwierige Rechtssachverhalte für jedermann verständlich darzustellen, so wird ihm dies sicher auch im Rahmen von Mandantengesprächen gelingen. Eine kontinuierliche Veröffentlichung von juristischen Beiträgen zu bestimmten und aktuellen Themen zeigt zudem, dass sich der Rechtsanwalt auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung befindet.

Softskills

Auch das zwischenmenschliche Verhältnis zwischen Mandant und Anwalt ist wichtig!

Wenn Sie einen Rechtsanwalt auswählen, kann es unter Umständen auf eine längere Zusammenarbeit hinauslaufen. Oftmals geht es dabei um sehr persönliche, wenn nicht sogar sensible Sachverhalte. Daher ist es wichtig, ein gutes persönliches Verhältnis zum eigenen Anwalt aufzubauen. Denn nur dann ist die emotionale Ebene da, um sich öffnen zu können und alle Details des Sachverhaltes anzusprechen.

Die Soft Skills des jeweiligen Anwalts spielen daher eine ebenso wichtige Rolle wie akademische Titel oder Gerichtserfahrungen. Das Gesamtpaket aus Soft Skills und fachlichem Know-how muss stimmen, denn nur dann wird die Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt sein. Nur wenn man sich als Mandant ernst genommen, verstanden und gut aufgehoben fühlt, wird ein effektives Zusammenarbeiten möglich sein. Die Soft Skills bezeichnen daher die Art des Rechtsanwalts im Umgang mit Menschen und Entscheidungen sowie dessen emotionale Intelligenz.

Hier können verschiedene Punkte eine Rolle spielen:

  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Durchsetzungskraft
  • Kritikfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen

Als Mandant sollte man daher versuchen, sich auch über die diese sogenannten Softskills des Anwalts ein Bild zu machen. Mit Softskills ("weiche Fähigkeiten") bezeichnet man den Umgang mit Menschen und Entscheidungen sowie die emotionale Intelligenz. Am besten versucht man sich Informationen über die Softskills durch die Art und Weise der Selbstdarstellung auf der Homepage der Kanzlei und durch einen persönlichen Anruf bei der Kanzlei zu verschaffen. So kann man sich unter Umständen sogar schon im Vorfeld des Mandats durch ein persönliches Gespräch mit dem Rechtsanwalt ein Bild von ihm machen.

Fragebeispiele an den Anwalt wären zum Beispiel:

  • Welche Kosten fallen für eine Erstberatung bei dem Fall an?
  • Haben Sie schon Erfahrungen in dem betroffenen Rechtsgebiet oder bei vergleichbaren Sachverhalten gesammelt?
  • Wie viele Fälle haben Sie aus diesem Gebiet schon bearbeitet?

Als Mandant können Sie sich dann  u.a. fragen:

  • Fühle ich mich von meinem Rechtsanwalt ernst genommen?
  • Geht er auf eine respektvolle oder eher herablassende bzw. überhebliche Art auf meine Probleme ein?
  • Nimmt er meine Sorgen und Fragen ernst, oder tut er diese als unbedeutend ab?
  • Wie reagiert er auf kritische Nachfragen?
JuraForum-Tipp:  Am besten vergleicht man die Antworten von verschiedenen Kanzleien und Rechtsanwälten und vereinbart dann mit seinem Favoriten einen persönlichen Termin vor Ort.

 

Ein erstes persönliches Gespräch ist unumgänglich, um einen ersten Eindruck vom gewählten Anwalt zu bekommen. Sinnvoll kann es aber auch sein, sich die Homepage der Kanzlei ein wenig genauer anzusehen und hier auf die Art und Weise zu achten, wie der Anwalt sich selbst darstellt und sich seinen potentiellen neuen Mandanten präsentiert. Bilder spielen hierbei eine wichtige Rolle, aber auch die Selbstbeschreibung seiner Tätigkeiten. Wirft er nur so mit juristischen Fachbegriffen um sich und präsentiert stolz einen Titel nach dem anderen, sodass es nicht mehr als eine Selbstbeweihräucherung zu lesen gibt? Oder repräsentiert seine Kanzlei eine client driven firm, also eine Kanzlei, bei welcher der Mandant im Mittelpunkt steht und bei der die zentrale Frage ist: Was können wir für Sie tun?

Alles in allem müssen Sie ein gutes Gefühl haben und sollten sich für einen Rechtsanwalt entscheiden, bei dem Sie Sachverstand und Sympathie gleichermaßen feststellen.

Eine funktionierende zwischenmenschliche Beziehung zwischen Mandant und Anwalt ist sehr wichtig für eine erfolgreiche Fallbearbeitung. Letztlich sollten Sie sich aber immer auf das eigene Bauchgefühl verlassen. Selbst der beste Anwalt mit Top-Bewertungen wird nicht die richtige Wahl sein, wenn Sie sich nicht wohlfühlen und nicht das Gefühl haben, sich völlig öffnen zu können. Ein solides Vertrauensverhältnis ist das A&O einer effizienten Anwalt-Mandanten-Beziehung. Daher sollte man sich auch nicht von Verwandten oder Bekannten zu einem Anwalt „überreden“ lassen. Jeder Mandant ist anders. Während der eine mit einem Anwalt, der sehr energisch und resolut auftritt, hervorragend zurechtkommt, bevorzugt der andere lieber einen Anwalt, der zwar ebenso entschlossen, aber zurückhaltender in seinem Auftreten ist. Machen Sie sich selbst ein Bild und entscheiden Sie dann mit einer guten Mischung aus Kopf und Gefühl, welchem Anwalt Sie das Mandat übertragen wollen.

JuraForum-Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit, verschiedene Kanzlei-Profile anzusehen. Wählen Sie hieraus einen Favoriten und vereinbaren Sie dann einen persönlichen unverbindlichen Termin zum Kennenlernen. Entscheiden Sie nach dem persönlichen Gespräch in aller Ruhe, ob Sie dem Anwalt Ihr Mandat übergeben möchten. Ohne ein gutes persönliches und emotionales Verhältnis ist die Bewältigung oft sehr intimer Sachverhalte und Probleme nicht möglich.

 

Weitere Qualitätsmerkmale

Wenn Sie sich selbst gerade auf der Suche nach einem Anwalt befinden, sollten Sie auf einige Qualitätsmerkmale achten:

Objektivität

Ein guter Anwalt arbeitet unabhängig und wird Ihren Fall stets objektiv bewerten. Er versucht nicht, im Sinne von Versicherungen, Verbänden oder sonstigen Institutionen zu handeln, sondern richtet sich allein nach dem Mandanten.

Loyalität

Übernimmt ein Anwalt Ihr Mandat, handelt er fortan in Ihrem Interesse. Er stellt sein juristisches Fachwissen zur Verfügung und leistet seinen Dienst am Mandanten. Er wird Sie ehrlich über den Verlauf des Falls unterrichten und sich regelmäßig mit Ihnen austauschen, damit Sie über alle Einzelheiten informiert bleiben.

Vertrauen

Für Anwälte besteht in jedem Fall Verschwiegenheitspflicht. Nichts von dem, was das Mandat oder Ihre Person betrifft, darf nach außen dringen. Der Anwalt kann und muss sich zu jeder Zeit auf seine Schweigepflicht berufen. Dadurch wird das Vertrauen zwischen Ihnen und dem Anwalt gestärkt und Sie können sich sicher dabei fühlen, auch persönliche Details des Falls anzusprechen und offenzulegen. Der Anwalt ist im Übrigen auch nicht dazu da, um über Sie zu urteilen oder eine wertende Haltung einzunehmen. Übernimmt er das Mandat, wird er alles daransetzen, Ihre Rechte und Ansprüche bestmöglich durchzusetzen, ganz gleich welche persönliche Meinung er eventuell selbst bezüglich des Falls verfolgt.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Es mag oberflächlich klingen, doch natürlich lassen wir uns sehr von unserem ersten Eindruck leiten. Dies gilt auch bei der Wahl eines Rechtsbeistands. Daher finden natürlich Anwaltsprofile, die mit einem Foto versehen sind, besonders großen Anklang. Hier können Sie dann selbst entscheiden, welche Art von Präsentation auf einem Foto Sie bei einem Anwalt bevorzugen. Ein sympathisches Lächeln, oder ein eher energischer, selbstbewusster Blick?

Den Web-Auftritt beurteilen

Auch die Art und Weise, wie der Rechtsanwalt seine Kanzlei präsentiert und vorstellt kann Aufschluss darüber geben, ob man sich selbst dort wohlfühlen würde oder nicht.

Am Telefon genau hinhören

Nutzen Sie die Möglichkeit, ein Erstgespräch telefonisch zu vereinbaren. Denn schon das erste Telefonat mit einer Kanzlei kann sehr aufschlussreich sein. Ist der Kontakt freundlich oder eher gestresst und kurz angebunden? Natürlich können Sie hier auch nur einen schlechten Tag der Empfangsdame erwischt haben, dennoch ist auch der Service am Telefon ein wichtiges Merkmal für eine kompetente Kanzlei.

Vertrauen Sie auf andere Meinungen

Sowohl auf unserer Seite Juraforum.de als auch auf anderen Anwaltsplattformen können Sie Bewertungen zu Kanzleien nachlesen. Hier teilen Ihnen andere Mandanten Ihre Erfahrungen mit und empfehlen einen Anwalt, von dem sie sich gut beraten und vertreten gefühlt haben, gerne weiter. Auch können Sie natürlich den Namen des Anwalts oder der Kanzlei googeln, um auf Erfahrungsberichte und mögliche negative Kritikpunkte zu stoßen.

JuraForum-Tipp:  Achten Sie auf verschiedene Auswahlkriterien, die Ihnen die Entscheidung für oder gegen einen Rechtsanwalt erleichtern können. Um den am besten passenden Anwalt für Ihren Fall zu finden, sollten Sie nicht den nächstbesten Anwalt mandatieren, sondern am besten mehrere Anwälte kontaktieren.

 

Hintergrundinformationen: Was genau ist ein Fachanwalt?

Was ist ein Rechtsanwalt? Was ist ein Fachanwalt?

Wenn Sie auf der Suche nach einem Anwalt sind, stehen Ihnen auch viele Fachanwälte zur Auswahl. Doch was ist der Unterschied zwischen einem Rechtsanwalt und einem Fachanwalt?

  • Rechtsanwalt kann man nach einem erfolgreichen Jura-Studium werden, wenn ein Referendariat absolviert und die beiden Staats-Examina bestanden wurden.
  • Fachanwalt wird man, wenn man zusätzlich einen umfangreichen Kurs absolviert, Abschlussprüfungen besteht und praktische Erfahrungen in dem jeweiligen Fachgebiet nachweist.

Ein Rechtsanwalt kann sich also durch gezielte Weiterbildung zu einem Fachanwalt weiterbilden. Ein Rechtsanwalt kann, bei entsprechender Weiterbildung, auch mehrere Fachanwaltstitel in unterschiedlichen Rechtsgebieten führen. Wenn Sie sich an einen Rechtsanwalt mit Fachanwaltstitel wenden, können Sie sich sein, dass dieser in dem ausgewiesenen Rechtsgebiet über kompetente Fachkenntnisse und tiefergehende Fähigkeiten verfügt. Damit dies auch so bleibt, nimmt jeder Fachanwalt an permanenten Fortbildungsmaßnahmen teil. Weiterhin wird die Eignung des Fachanwalts regelmäßig durch einen Ausschuss kontrolliert. So können Sie auf die besonderen Qualifikationen Ihres Fachanwalts weiterhin vertrauen.

Was genau zeichnet einen Fachanwalt also aus?

  • Er besitzt besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf dem jeweiligen Rechtsgebiet.
  • Um den Titel Fachanwalt zu erlangen, muss zunächst ein Antrag gestellt werden, der Titel selbst wird durch die zuständige Rechtsanwaltskammer verliehen.
  • Der Verleihung des Titels geht eine umfassende Prüfung einher.
  • Ein Rechtsanwalt kann also nicht einfach aus einer Laune heraus beschließen, ein Fachanwalt zu werden. Vielmehr muss eine Vielzahl an Voraussetzungen vorliegen:
  • Eine dreijährige Tätigkeit als Rechtsanwalt muss nachgewiesen werden.
  • Der Anwalt muss über besondere Erfahrungen in Theorie und Praxis verfügen; hierfür relevant sind etwa Lehrgänge und Klausuren.
  • Es muss nachgewiesen werden, dass innerhalb von 3 Jahren eine bestimmte Anzahl an Fällen des jeweiligen Rechtsgebiets bearbeitet wurden; wie viele Fälle dies im Einzelnen sein müssen, hängt von dem jeweiligen Rechtsgebiet ab.

Hat ein Rechtsanwalt seinen Fachanwaltstitel erlangt, ist seine Arbeit jedoch noch nicht getan. Denn von einem Fachanwalt wird erwartet, dass er sich regelmäßig fortbildet, so erfordert es § 15 FAO (Fachanwalts-Ordnung). Hier kann gewählt werden, ob eine Fortbildungsveranstaltung besucht oder eine wissenschaftliche Publikation veröffentlicht wird. Natürlich muss der Fachanwalt auch der zuständigen Rechtsanwaltskammer gegenüber Rechenschaft über seine Fortbildungsmaßnahmen ablegen. So wird sichergestellt, dass eine regelmäßige Kontrolle stattfindet und ob der Anwalt weiterhin berechtigt ist, seinen Fachanwaltstitel zu führen. Anderenfalls kann es auch dazu führen, dass ihm der Titel entzogen wird.

Hier sind keine Tricksereien möglich. Wo Fachanwalt draufsteht, ist auch wirklich Fachanwalt drin. Teurer ist ein Fachanwalt im Übrigen nicht. Die Kostenfrage sollte Sie also nicht davon abhalten, sich besonders qualifizierten Rechtsbeistand zu holen, wenn dies Ihr Fall erfordern sollte.

Dennoch wird sich Ihr Fachanwalt natürlich so mit Ihnen über den Fall auseinandersetzen, dass die Lösungsansätze und weiteren Schritte auch für juristische Laien verständlich und nachvollziehbar sind. Hier müssen Sie also keine Bedenken haben, bei den Beratungsgesprächen den Faden zu verlieren und den eigenen Fall komplett aus den Händen geben zu müssen.

Wer sich für einen Fachanwalt entscheidet, wählt einen Anwalt, der auf seinem Rechtsgebiet über Kenntnisse verfügt, die deutlich über dem üblichen Durchschnitt liegen. Ein Fachanwalt ist so gesehen ein Meister seines Metiers. Als Fachanwalt ist man zu jeder Zeit auf dem neusten Stand und kennt die Rechtsentwicklung des jeweiligen Gebiets genauestens. Wenn Sie also in besonderem Maße Wert auf Fachkompetenz legen, sind Sie bei einem Fachanwalt an der richtigen Stelle.

JuraForum-Tipp: Ihr Fall dreht sich um ein fachlich sehr komplexes Thema? Dann wenden Sie sich am besten direkt an einen Fachanwalt und profitieren Sie von besonderen Erfahrungswerten und umfassenden Kenntnissen.

 

Ist ein Fachanwalt teurer als ein gewöhnlicher Anwalt?

Bei so viel Qualifikation liegt die Frage natürlich nahe, ob ein Fachanwalt ein höheres Honorar für seine Tätigkeit verlangen kann. Dem ist jedoch nicht so. Abweichende Vergütungsverordnungen für Fachanwälte bestehen nicht.

Wann sollte ich zu einem Fachanwalt gehen?

Es ist sinnvoll, sich an einen Fachanwalt zu wenden, wenn es sich um einen sehr komplexen und vielschichtigen Sachverhalt handelt. Wenn viel Fachwissen gefragt ist, etwa bei medizinischen Streitigkeiten, bringt ein Fachanwalt den Vorteil mit, sich bereits mit einer Vielzahl gleichgelagerter Fälle beschäftigt zu haben. Hier können Sie auf Erfahrungswerte vertrauen, die genau Ihr Rechtsgebiet betreffen.

JuraForum-Tipp: Nutzen Sie unsere Anwaltssuche, um gezielt einen Fachanwalt in Ihrer Nähe zu finden und lassen Sie sich fachkundig und qualifiziert beraten.

 

Ein Rechtsanwalt der einen Fachanwaltstitel führt, hat sich über die Jahre spezielle und tiefgehende Kenntnisse auf seinem jeweiligen Fachgebiet angeeignet. Damit er den Fachanwaltstitel weiterhin führen kann, sind regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich, die von der zuständigen Stelle auch überprüft werden. So werden weiterhin aktuelle Kenntnisse im überdurchschnittlichen Maße gewährleistet. Für Sie ist ein Fachanwalt also ein Meister seines Fachs. Sie können hier eine maximal qualifizierte Beratung erwarten. 

Vielleicht sind Sie auch auf der Suche nach einem Fachanwalt, der sich auf seinem gewählten Rechtsgebiet besonders gut auskennt. So können Sie aus Fachanwälten für Steuerrecht wählen sowie aus Anwälten, die das Sozialrecht für sich als Kernkompetenz gewählt haben. Geht es um Scheidungen oder Sorgerechtsstreitigkeiten, stehen Ihnen Fachanwälte für Familienrecht zur Verfügung und bei Problemen mit Ihrem Arbeitgeber, den Arbeitnehmern oder Kollegen, können Sie sich an einen der Fachanwälte für Arbeitsrecht wenden. Von Verkehrsrecht bis hin zum gewerblichen Rechtsschutz; egal um welche Problematik sich Ihr Anliegen drehen sollte, Sie können einen Anwalt finden, der sich genau darauf spezialisiert hat.

Hintergrundinformationen: Was genau ist die Rechtsanwaltskammer?

Es ist Aufgabe der Kammer, die Berufsaufsicht über die Anwaltsmitglieder zu führen. Zugleich übernimmt sie eine beratende Funktion, wenn es um die Berufspflichten geht, die jeder Anwalt einzuhalten hat. Auch dies wird durch die Rechtsanwaltskammer überprüft. Sollte es zu Auseinandersetzungen zwischen den Anwälten kommen, tritt die Kammer als vermittelnder Schlichter ein. Durch sie kann nicht nur ein Anwalt zur Rechtsanwaltschaft zugelassen werden, die Zulassung kann ebenso durch die Kammer widerrufen werden.

Die Mitgliedschaft in der Rechtsanwaltskammer ist zudem zwingende Voraussetzung, um der Arbeit als Rechtsanwalt offiziell nachgehen zu können. In der Rechtsanwaltskammer sind die jeweils örtlich niedergelassenen Anwälte zusammengeschlossen. Die Rechtsanwaltskammern üben aber auch eine berufsfachliche Aufsicht über die Mitglieder aus und können bei anwaltlichen Streitigkeiten eingeschaltet werden.


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Bisherige Kommentare zum Ratgeber (2)

PWWPRC  (29.07.2017 07:54 Uhr):
PWPRC Hallo im Forum ! Zunächst alles berücksichtigt. Nun habe ich das Problem zu erfahren, richtig oder falsch. Ich kann den Nachweis erbringen das eine Falsch Beratung vorliegt. Als Rentner hätte ich diesen Abschluss Steuerlich gar zeichnen dürfen. Das bei Abschluss des Vertrages vorsätzlich Unterlagen nicht vorlagen. Ferner wurde in der Verhandlung der Vorwurf gebracht, die Angelegenheit sei nicht ausrechend vorgebracht worden. (Berufung/Revision) Als Mitglied im Forum Zunächst Danke
David Müller  (09.03.2017 12:23 Uhr):
Meine Eltern haben seit Jahren denselben Rechtsanwalt, der ihnen bereits in mehrer Fällen geholfen hat. Ich denke der hier erwähnte Punkt "Loyalität" könnte das sein, was einen gute Rechtsanwalt ausmacht. Die Chemie zwischen dem Klienten und dem Anwalt sollte stimmen.




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