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Verfahrensgebühr

Die Verfahrensgebühr in Zivilverfahren gemäß Nr. 3100ff. VV-RVG entsteht, wenn ein Rechtsanwalt seinem Mandanten, einem Sachverständigen oder einem Zeugen in einem Gerichtsverfahren beisteht oder ihn vertritt und dieses dem Gericht gegenüber anzeigt. Sie kann auch für anwaltliche Tätigkeiten in einem Verfahren im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit anfallen.

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Höhe der Verfahrensgebühr

Für seine Tätigkeit in einem Gerichtsverfahren kann der Rechtsanwalt grundsätzlich eine Verfahrensgebühr in I. Instanz in Höhe von 1,3 geltend machen, für ein Berufungsverfahren beträgt die Höhe 1,6 gemäß Nr. 3200 VV-RVG. Auf die Höhe der Verfahrensgebühr ist unabhängig von der Dauer des Mandats und hat somit auch bei vorzeitiger Beendigung des Mandats generell keine Auswirkung (§ 15 Abs. 4 RVG). Eine reduzierte Verfahrensgebühr gemäß Nr. 3101 VV-RVG steht dem Rechtsanwalt selbst dann zu, wenn er z. B.

eine Klage gefertigt hat, diese aber noch nicht beim Gericht eingereicht und somit noch keinen Gerichtstermin wahrgenommen hat

bei einer Einigung der Prozessparteien bei der Protokollierung mitgewirkt hat

lediglich einen Antrag in einem FGG-Verfahren gestellt hat.

Auch bei einer anwaltlichen Tätigkeit in einem Mahnverfahren kann eine Verfahrensgebühr gemäß Nr. 3305 und 3307 VV-RVG beansprucht werden. Die unterschiedliche Höhe der Verfahrensgebühr hängt hier jedoch davon ab, ob der Antragssteller bzw. -gegner durch einen Rechtsanwalt vertreten wird. Des Weiteren können für anwaltliche Tätigkeiten im Bereich der Zwangsvollstreckung, der Zwangsverwaltung sowie der Zwangsversteigerung Verfahrensgebühren gemäß Nr. 3309 und 3311 VV-RVG entstehen.

Sofern der Rechtsanwalt für seinen Mandanten bereits außergerichtlich tätig war, wird die Hälfte der hierfür anfallenden Geschäftsgebühr in gleicher Sache auf die spätere Verfahrensgebühr angerechnet, womit sich die Verfahrensgebühr somit ermäßigt.

Verfahrensgebühr im Strafverfahren

Im Strafverfahren entsteht die Verfahrensgebühren gemäß 4100ff. VV-RVG und fällt an, wenn der Rechtsanwalt als Verteidiger für seinen Mandanten in einem Ermittlungsverfahren oder einem Gerichtsverfahren tätig wird. Je nachdem, ob das Verfahren vor dem Amtsgericht oder dem Landgericht erfolgt, kann die Gebührenhöhe unterschiedlich sein.

So funktioniert die Terminsvertretung:

  1. Gerichtstermin ausschreiben: Der auszuschreibende Gerichtstermin wird eigenständig über das System eingestellt und veröffentlicht. Sie können hier Anmerkungen zum Inhalt der bevorstehenden Verhandlung und auch Ihre etwaige Honorarvorstellunge für die Terminsvertretung angeben. Die Einstellung ist kostenlos und im Premiumeintrag von JuraForum.de enthalten.

  2. Kollegen bekunden Interesse: Sobald ein Kollege den Termin gerne annehmen möchte, bekundet dieser online samt Honorarvorstellung sein Interesse, welches dem einstellenden Rechtsanwalt durch Benachrichtigung per Email mitgeteilt wird.

  3. Terminvergabe: Kommt der Kollege zur Terminsvertretung in Betracht, dann kann diese an ihn online übergeben werden. Eine Verpflichtung zur Übergabe besteht nicht!

  4. Austausch der Kontaktdaten: Sobald der Terminsvertretung übergeben worden ist, erhalten beide Rechtsanwälte die jeweiligen Kontaktdaten, so dass zeitnah das weitere Verfahren besprochen werden kann.

 

Die Terminsvertretung ist vollständig kostenlos. Das JuraForum.de erhebt keine Gebühren für die Einstellung eines Termins. Auch bei der Terminsannahme fallen keine weiteren Kosten an.

Voraussetzung für die Nutzung der „Terminsvertretung“ als Auftraggeber und Auftragnehmer ist jedoch ein Premiumeintrag im Anwaltsverzeichnis von JuraForum. Im ersten Jahr ist der RA-Premiumeintrag vollkommen kostenlos!