Wohnrecht - Zwangsverwaltung

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Erklärung zum Begriff Wohnrecht - Zwangsverwaltung

Wenn das Gebäude eines Schuldners unter Zwangsverwaltung steht, so muss ihm unentgeltlicher Wohnraum, der für seinen Hausstand unentbehrlich ist, innerhalb dieses Gebäudes zur Verfügung gestellt werden. Dies wird gemäß § 149 ZVG gesetzlich geregelt.

Dabei ist zu beachten, dass das Wohnrecht auf private Wohnräume beschränkt ist und nur für den Schuldner, seinen Ehepartner beziehungsweise nichtehelichen Lebenspartner, seine Kinder sowie Verwandte gilt. Voraussetzung ist, dass der Schuldner bereits vor Inkrafttreten der Zwangsverwaltung das Gebäude bewohnte. Wie viel Raum der Schuldner zur Verfügung gestellt bekommt, obliegt dem Zwangsverwalter. Wenn dem Schulder dieser Raum nicht ausreichend ist, so hat er das Recht, weitere Räume anzumieten. Dies hat auf eigene Kosten zu erfolgen; ebenso hat der Schuldner die Betriebskosten für sämtiche von ihm bewohnten Räumlichkeiten zu tragen.



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Häufige Rechtsfragen zum Thema

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    Ich konstruiere Mal folgenden fiktiven Fall. Hausbesitzer A hat ein Grundstück mit 2 Gebäuden gekauft. 1 Gebäude ist mit 4 WE vermietet und das zweite Gebäude nutzt A selbst. Die Finanzierung läuft über eine Bank. A´s Lebenspartnerin B ist ebenfalls Darlehensnehmerin bei der Bank. Nun konnte A aus verschiedenen Gründen die... » weiter lesen
  • Verkauf von Wohnrecht meiner Eltern--Geht das???? uschi schrieb am 11.06.2005, 11:38 Uhr:
    Hallo, ich bin wirklich verzweifelt!!! Im Februar diesen Jahres wurde ein erster Termin zur Zwangsversteigerung meines Hauses einberufen, jedoch ohne Erfolg für meine Hausbank. Das vom Gericht zugelassene Gutachten liegt bei 344 Tsd. € Meine Bankschulden belaufen sich auf 220 Tsd € Nachdem die Zwangsversteigerrung nichts... » weiter lesen


Wohnrecht - Zwangsverwaltung Urteile und Entscheidungen

  • Bilda. Die Prozessführungsbefugnis ist eine Prozessvoraussetzung, die in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen zu prüfen ist und für deren Bejahung des ausreicht, dass ihre Voraussetzungen im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz vorliegen. b. Zur pflichtgemäßen Ermessensausübung bei einer...

    » SAARLAENDISCHES-OLG, 10.01.2008, 8 U 301/07 - 84
  • BildDer Schuldner, dem nach § 149 Abs. 1 ZVG die unentbehrlichen Räume belassen wurden, hat für deren Nutzung keine verbrauchsunabhängigen Nebenkosten zu bezahlen.

    » AG-SCHORNDORF, 27.01.2010, 2 C 1214/08
  • Bild1. Die Anfechtbarkeit der Bestellung dinglicher Rechte am eigenen Grundstück folgt aus einer unmittelbaren Anwendung des § 3 Abs. 1 AnfG (Fortentwicklung der Senatsrechtsprechung) . 2. Die Gläubigerbenachteiligung liegt schon in der Bestellung dinglicher Rechte, unabhängig von einer sich daran anschließenden Übertragung des...

    » BFH, 30.03.2010, VII R 22/09

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