Wohnwert

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Erklärung zum Begriff Wohnwert

Der Wohnwert ist ein wichtiger Posten im Bereich der Unterhaltsberechnung. Ist eine Person zum Unterhalt verpflichtet und gleichzeitig Eigentümer einer Immobilie muss der Wohnwert berechnet werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Eigentümer oder die Eigentümerin selbst in der Immobilie wohnhaft sein muss.

Ist dies der Fall, wird Mietwert der Wohnung bzw. der Immobilie zum Einkommen addiert. Die berechnete Summe dient dann zur Grundlage für die Unterhaltsberechnung. Dabei sind allerdings die Belastungen des Eigentümers zu berücksichtigen. Sind diese größer als der eigentliche Wohnwert, dann darf dieser selbstverständlich nicht hinzuaddiert werden.

Somit lässt sich abschließend festhalten, dass der Begriff Wohnwert die eigenen Nutzungsvorteile am Eigentum bestimmt.



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Nachrichten zu Wohnwert


Entscheidungen zum Begriff Wohnwert

  • BildVG-WUERZBURG, 12.12.2013, W 3 K 12.1090
    Kinder- und Jugendhilfe;Kostenbeitrag; Einkommensbegriff des § 93 SGB VIII;Fiktive Einnahmen kein Einkommen;Wohnwert bzw. Wohnvorteil für das mietfreie Wohnen im eigenen Heim kein Einkommen;Erzielbare Mieteinkünfte als wirtschaftliche Nutzung des Vermögens kein Einkommen 
  • BildOLG-DRESDEN, 02.04.2003, 11 W 408/03
    Der Streitwert einer Klage auf Löschung einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit (Wohnrecht) und die Klage auf Räumung dieser Wohnung ist jeweils der Wohnwert bezogen auf ein Jahr, § 16 GKG analog.
  • BildOLG-KARLSRUHE, 03.06.2005, 1 U 231/04
    Haben geschiedene Eheleute in einem Vergleich über Kindesunterhalt dem Ehegatten, der weiterhin im gemeinsamen Haus wohnt, hierfür einen Wohnwert als Einkommen zugerechnet, so schließt dies einen Anspruch des ausgezogenen Ehegatten auf Nutzungsentschädigung jedenfalls dann nicht aus, wenn der andere Ehegatte seinen Lebensgefährten in...
  • BildNIEDERSAECHSISCHES-OVG, 26.01.2010, 4 ME 2/10
    1. Mietkosten gehören nicht zu den nach § 93 Abs. 3 SGB VIII abzugsfähigen Belastungen.2. Schuldverpflichtungen, die zur Finanzierung selbstgenutzten Wohnungseigentums eingegangen worden sind, stellen nur insoweit Belastungen im Sinne des § 93 Abs. 3 SGB VIII dar, als sie über den Betrag hinausgehen, der für den durch die Nutzung des...
  • BildBFH, 24.05.2000, VI R 89/99
    BUNDESFINANZHOF Ein etwaiger Wohnwert einer Heimunterbringung gehört grundsätzlich zum behinderungsbedingten Mehrbedarf eines behinderten Kindes und stellt deshalb keinen anzusetzenden Bezug dar. EStG § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3, § 62 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Sätze 1 und 2 Urteil vom 24. Mai 2000 - VI R 89/99 - Vorinstanz: FG Bremen
  • BildBGH, 19.03.2003, XII ZR 123/00
    a) aa) Bei der Inanspruchnahme auf Zahlung von Elternunterhalt ist der Wohnwert eines Eigenheims grundsätzlich nicht mit der bei einer Fremdvermietung erzielbaren objektiven Marktmiete, sondern auf der Grundlage des unter den gegebenen Verhältnissen ersparten Mietzinses zu bemessen. bb) Zur Berücksichtigung des Tilgungsanteils von...
  • BildVG-DES-SAARLANDES, 31.10.2008, 11 K 436/07
    1. Ein Kostenbeitrag für Jugendhilfeleistungen kann regelmäßig erst ab dem Zeitpunkt erhoben werden, ab welchem der Pflichtige förmlich über seine Leistungspflicht unterrichtet worden ist. 2. Nach der Reform des Jugendhilferechts gilt insoweit ein im Verhältnis zum Sozialhilferecht ei-genständiger Einkommensbegriff. 3. Der Abzug der...
  • BildBGH, 01.10.2008, XII ZR 62/07
    a) Bei der Bemessung des Unterhaltsbedarfs eines geschiedenen Ehegatten nach den ehelichen Lebensverhältnissen (§ 1578 Abs. 1 Satz 1 BGB) ist sowohl der Unterhaltsbedarf eines vom Unterhaltspflichtigen nachehelich adoptierten Kindes als auch der Unterhaltsbedarf seines neuen Ehegatten zu berücksichtigen (im Anschluss an die...
  • BildBFH, 19.04.2005, IX R 10/04
    1. Im Rahmen der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung ist die Einkünfteerzielungsabsicht nicht entgegen der auf § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG beruhenden typisierenden Annahme, eine langfristige Vermietung werde in der Regel letztlich zu positiven Einkünften führen, deshalb zu prüfen, weil der Steuerpflichtige die Anschaffungs- oder...
  • BildBFH, 06.10.2004, IX R 30/03
    1. Wird eine Wohnung verbilligt vermietet und kommt es deswegen zu einer Aufteilung der Nutzungsüberlassung in einen entgeltlichen und in einen unentgeltlichen Teil, so muss die Einkünfteerzielungsabsicht in Bezug auf den entgeltlichen Teil geprüft werden, wenn die typisierende Annahme nicht gerechtfertigt ist, dass eine langfristige...

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