Wirtschaftskriminalität

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Erklärung zum Begriff Wirtschaftskriminalität

Wirtschaftskriminalität ist die Bezeichnung für Straftaten, die wirtschaftliche Bezüge aufweisen. Sie ist von der Sozialkriminalität zu unterscheiden, die den Missbrauch von Sozialleistungen charakterisiert, z.B. bei der Schwarzarbeit. Die Anzahl der Delikte der Wirtschaftskriminalität entspricht ca. 1,5 % bis 2,2 % (= ca. 80.000 bis 100.000 Fälle) der in der polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Gesamtstraftaten. Sie verursacht dabei einen Schaden von ca. 50 % (ca. 5 Mrd. Euro) der Gesamtschadenssumme aller Straftaten.

Relevante deutsche Strafvorschriften sind u. a. die Abgabenordnung, das Strafgesetzbuch, das Geldwäschegesetz und das Wertpapierhandelsgesetz.

Siehe auch

  • Association of Certified Fraud Examiners

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Häufige Rechtsfragen zum Thema

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    Nehmen wir mal an, ein Arbeitnehmer AN könnte nachweisen, daß in einer Gesellschaft von einem Mitarbeiter MA über Jahre mehrere Hundert-Tausend € (ca. 500) unterschlagen bzw. die Gesellschaft um das betrogen wurde, z.B. durch Aufträge die am Unternehmen vorbei gelaufen sind, wofür die Anlagen des Unternehmens benutzt wurden und tw. der... » weiter lesen
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