Willenserklärung (Definition) - Was sind Willenserklärungen nach BGB?

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Erklärung zum Begriff Willenserklärung

I.  Die Abgabe einer Willenserklärung

Eine Willenserklärung ist eine private Willensäußerung, die auf einen rechtlichen Erfolg gerichtet ist. Sie besteht aus einem inneren und einem äußeren Element, welche beide für ihre Wirksamkeit vorliegen müssen:

1.  Das innere Element: Der Wille, ein Rechtsgeschäft vorzunehmen.

a) Handlungswille

Bei dem Handlungswillen (auch als Handlungsbewusstsein bekannt) handelt es sich um den Willen, überhaupt eine Handlung vornehmen zu wollen. Eine solche ist bei Reflexhandlungen, Handlungen im Schlaf und durch vis absoluta erzwungene Handlungen nicht gegeben, wohl aber bei psychischem Zwang (also bei vis compulsiva).

b) Erklärungswille

Beim Erklärungswillen handelt es sich um den Willen (und damit um das Bewusstsein) des Handelnden, eine rechtsgeschäftliche Erklärung abgeben zu wollen. Eine Vorstellung über die konkreten Rechtsfolgen der Erklärung ist jedoch nicht notwendig.
Strittig ist die Folge eines fehlenden Erklärungsbewusstseins:

  • nach der Willenstheorie zählt allein der Wille des Erklärenden
  • nach der Erklärungstheorie (h.M.) ist der sog. objektive Empfängerhorizont maßgeblich: dem Erklärenden wird also seine Erklärung als Willenserklärung zugerechnet, wenn er bei pflichtgemäßer Sorgfalt hätte erkennen können und müssen, dass sein Verhalten als WE aufgefasst werden könnte; dies gilt allerdings dann nicht, wenn der Erklärungsempfänger das Fehlen des Erklärungswillens kannte oder aus anderen Gründen nicht schutzwürdig ist.

c) Rechtsbindungswille

Beim Rechtsbindungswillen handelt es sich um den Willen, sich auch tatsächlich an das entsprechende Rechtsgeschäft binden zu wollen. Bei einer sog. invitatio ad offerendum fehlt es jedoch an einem Rechtsbindungswillen, da es sich dabei lediglich um eine Aufforderung zur Willensabgabe handelt. Gleiches gilt, wenn bewusst gegen unheilbare Formvorschriften oder gegen zur Nichtigkeit führende Verbotsvorschriften verstoßen wurde.

d) Geschäftswille

Beim Geschäftswillen handelt es sich um den Willen ein Geschäft führen zu wollen. Für eine wirksame Willenserklärung ist der Geschäftswille jedoch nicht zwingend erforderlich. Das Fehlen führt demnach nicht zur Nichtigkeit, wohl aber zu einer Fehlerhaftigkeit, die anfechtbar ist.

 

2.  Das äußere Element: Die Erklärung nach außen.

Die Erklärung nach außen erfolgt entweder:

  • ausdrücklich
  • konkludent
  • oder ggf. durch Schweigen  (Grundsatz: Schweigen ist keine Willenserklärung)

 

II.  Der Zugang einer Willenserklärung nach §§ 130 ff. BGB

Es gibt Willenserklärungen, die empfangsbedürftig sind (insbesondere Willenserklärungen, die auf einen Vertrag gerichtet sind), d.h. sie müssen dem Empfänger zugehen.

 

1. Der Zugang unter Anwesenden

Eine Willenserklärung geht (fern-)mündlich bereits dann zu, wenn der Empfänger die Willenserklärung akustisch richtig wahrgenommen hat. Erfolgt der Zugang jedoch schriftlich, so muss die Willenserklärung dem Empfänger übergeben worden sein.

 

2. Der Zugang unter Abwesenden nach § 130 Absatz 1 Satz 1 BGB

Der Zeitpunkt des Zugangs unter Abwesenden ist strittig:

a) Äußerungstheorie:

Der Zugang erfolgt mit Abgabe der Willenserklärung durch den Erklärenden.

b) Übermittlungstheorie:

Der Zugang erfolgt sobald die Willenserklärung den Machtbereich des Erklärenden verlassen hat.

c) Vernehmungstheorie:

Der Zugang erfolgt mit tatsächlicher Kenntnisnahme der Willenserklärung durch den Empfänger.

d) Empfangstheorie (h.M.):

Der Zugang erfolgt sobald die Willenserklärung in den Machtbereich des Empfängers gelangt.

 

3. Das Widerrufsrecht und Besonderheiten aus § 130 Absatz 2 und 3, § 131 f. BGB

Es ist stets das Widerrufsrecht aus § 130 Absatz 1 Satz 2 zu beachten. Gleiches gilt für die Besonderheiten aus § 130 Absatz 2 und 3, § 131 f. BGB.

 

III.  Die Auslegung von Willenserklärungen nach §§ 133, 157 BGB

§ 133 BGB ist ein Ausdruck der Willenstheorie, wonach allein der Wille des Erklärenden maßgeblich ist. § 157 BGB ist hingegen ein Ausdruck der Erklärungstheorie, weswegen der „objektive Empfängerhorizont“ maßgeblich ist.

Tipp vom Anwalt: Bei empfangsbedürftigen Willenserklärungen ist unter Berücksichtigung des § 133 BGB vorrangig nach dem objektiven Empfängerhorizont gem. § 157 BGB auszulegen, während bei nicht empfangsbedürftigen Willenserklärungen (wie ein Testament) nur nach § 133 BGB auszulegen ist.

 

IV.  Geschäftsunfähigkeit und beschränkte Geschäftsfähigkeit

Nach §§ 104, 105 BGB sind Willenserklärungen von geschäftsunfähigen Personen, wie Kindern unter 7 Jahren und Menschen mit einer krankhaften Störung der Geistestätigkeit, stets nichtig.

Bei beschränkter Geschäftsfähigkeit i.S.d. §§ 106 ff. BGB sind die Willenserklärungen grundsätzlich (schwebend) unwirksam, können aber ausnahmsweise wirksam werden, wenn:

  • eine Einwilligung (= vorherige Zustimmung, § 183 BGB) der gesetzlichen Vertreter nach § 107 BGB vorliegt,
  • eine Genehmigung (= nachträgliche Zustimmung, § 184 BGB) der gesetzlicher Vertreter nach § 108 Absatz 1 BGB vorliegt (nicht aber bei einseitigen Rechtsgeschäften, § 111 BGB),
  • bei rechtlich vorteilhafte oder auch rechtlich neutralen Geschäften
  • oder bei Geschäften im Rahmen des sog. Taschengeldparagrafen nach § 110 BGB.

 

V.  Die Anfechtung einer Willenserklärung nach § 142 I, 143, 119 ff. BGB

Eine Willenserklärung kann dann angefochten werden, wenn der Erklärende bei der Abgabe seiner Willenserklärung einem Irrtum unterlegen ist. Dazu nennt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) folgende Anfechtungsgründe:

 

1. Inhaltsirrtum, § 119 I Var. 1 BGB

Der Erklärende weiß was er sagt, weiß aber nicht, was er damit sagt. Hierunter fallen auch die Irrtümer über die Person des Vertragspartners (error in persona) und über den Vertragsgegenstand (error in objecto). In diesem Zusammenhang sind insbesondere ein Irrtum über die Rechtsfolgen einer Willenserklärung sowie der sog. Kalkulationsirrtum umstritten.

 

2. Erklärungsirrtum, § 119 I Var. 2 BGB

Der Erklärende wollte das, war er sagt, nicht sagen (z.B. durch verschreiben, versprechen etc.).

 

3. Eigenschaftsirrtum, § 119 II BGB

Der Irrende hat eine falsche Vorstellungen von der Sache oder der Person. Eigenschaften einer Sache sind dabei alle wertbildenden Faktoren, die der Sache zumindest für eine gewisse Dauer anhaften. Verkehrswesentlich sind solche Eigenschaften, auf die im Rechtsverkehr bei Geschäften dieser Art typischer Weise entscheidend Wert gelegt wird.

 

4. Falschübermittlung, § 120 BGB

Hierbei handelt es sich um eine unbeabsichtigte unrichtige Übermittlung durch den Erklärungsboten oder sonstigen Dritten.

 

5. Arglistige Täuschung oder Drohung, § 123 I BGB

Unter Täuschung versteht man die Vorspiegelung falscher oder Unterdrückung wahrer Tatsachen. Arglist meint dabei den Täuschungswillen. Unter Drohung wird das Inaussichtstellen eines widerrechtlichen empfindlichen Übels gemeint. Aufgrund seiner Besonderheit kann dieser Anfechtungsgrund auch neben den §§ 119, 120 BGB stehen.


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Bisherige Kommentare zum Begriff (1)

Alex  (22.03.2017 05:26 Uhr):
WARUM ERKLÄRT IHR SACHEN NICHT SO DAS MAN ES AUCH VERSTEHEN KANN??.. ich schreibe gleich eine Arbeit und finde NICHTS hilfreiches im Internet! Alles ist besserwisserlich mit FACHWÖRTEN in HOCHDEUTSCH geschrieben.. WAS BRINGT DAS EINEN?? Nichts! Leute eine Lehre an euch, schreibt die verdammte Inhalte so das ein Mensch mit einem Niedrigen IQ (wie ich) es auch kappieren, wir haben hier genug Ausländer die kaum deutsch sprechen. Wikipedia mach GENAU DAS GLEICHE wie Ihre alles mit Fachwörten/Fachsätzen beschrieben. Leute wir sind nicht mehr im Jahr 1950.. Geht mit der Zeit! Heut zu Tage sollte alles EINFACH sein ALLES WIRD EINFACHER! Auch eure Texte sollten EINFACH zu verstehen sein.. schön und gut für euch das Ihr gut deutsch könnt (Applaus) UNS ABER BRINGT DAS GANZE NICHT WEITER! Also wofür die Mühe! Mich regt das ganze grad echt auf.. wenn ich noch eine 6 schreibe wars das mit meiner Ausbildung






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