Wildfolge

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Erklärung zum Begriff Wildfolge

Unter der sogenannten Wildfolge versteht man rechtlich die Verfolgung von  krankgeschossenem oder schwerkrankem Wild, das in ein fremdes Jagdrevier wechselt.

In Deutschland ist sie zulässig, wenn mit dem Jagdausübungsberechtigten des angrenzenden Jagdreviers eine schriftliche Vereinbarung über die Wildfolge abgeschlossen worden ist (vgl. § 22 a Bundesjagdgesetz, Wildfolgevereinbarung).

Innerhalb von 6 Monaten nach Abschluss des Jagdpachtvertrages muss mit allen Reviernachbarn eine Wildfolge schriftlich vereinbart und der Unteren Jagdbehörde angezeigt werden.

Falls keine Vereinbarung getroffen wurde

Besteht zwischen Reviernachbarn keine Wildfolgevereinbarung, so kommt die gesetzliche Wildfolge zur Anwendung, die eine Nachsuche in dem fremden Jagdrevier ausschließt. Ausgenommen hiervon ist das Niederwild ohne Rehwild, welches aus dem nachbarlichen Revier geborgen werden darf. Tut sich krankgeschossenes Schalenwild in Sichtweite von der Jagdgrenze nieder, so darf von der Grenze aus ein Fangschuss getätigt werden. Unterliegt das Hoch- oder Rehwild einem Abschussplan, so wird es demjenigen Revierinhaber angerechnet, in dessen Revier das Stück verendet ist. Gleiches gilt für die Verwendung der Trophäe und des Wildbrets.

Aus Tierschutzgründen ist eine von der gesetzlichen Regelung abweichende Wildfolgevereinbarung, die eine unmittelbare Nachsuche erlaubt, zu empfehlen.



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Wildfolge Urteile und Entscheidungen

  • BildEinstweilige Regelung für das Klageverfahren betreffend die Erteilung eines jagdbehördlichen Bescheids über die Befreiung von der gesetzlichen Mitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft;Verallgemeinerungsfähigkeit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (GK) vom 26. Juli 2012 (Herrmann, Nr. 9300/07)

    » BAYERISCHER-VGH, 30.01.2013, 19 AE 12.2123
  • BildEinstweilige Regelung für das Klageverfahren betreffend die Erteilung eines jagdbehördlichen Bescheids über die Befreiung von der gesetzlichen Mitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft;Verallgemeinerungsfähigkeit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (GK) vom 26. Juli 2012 (Herrmann, Nr. 9300/07)

    » BAYERISCHER-VGH, 30.01.2013, 19 AE 12.2122

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