Wahlschuld

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Erklärung zum Begriff Wahlschuld

Die Wahlschuld (auch: Alternativobligation) ist gegeben, wenn ein Schuldner von mehreren Lesitungen nur eine schuldet und er somit nur eine von ihnen erbringen muss. Sie erhält ihre gesetzliche Regelung aus den §§ 262 ff. BGB.

Das Wahlrecht obliegt entweder dem Schuldner selbst oder dem Gläubiger. Bietet A beispielsweise B einen roten Pulli und einen blauen Pulli zum Kauf an, so obliegt es B, sich für einen zu entscheiden. Wenn es keine spezielle Regelung bezüglich des Wahlrechts gibt (beispielsweise wenn B nur einen Pulli wünscht, ohne eine bestimmte Farbe anzugeben), so liegt dies im Zweifelsfall allerdings immer beim Schuldner. Ist die Auswahl erfolgt, so ist die Schuld erbracht und ein Wechsel der Auswahl ist gemäß § 263 Abs. 2 BGB nicht mehr möglich.



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Häufige Rechtsfragen zum Thema

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  • kein Nachtzuschlag für Verkäuferin Bäckerei? Tracid schrieb am 19.11.2015, 22:13 Uhr:
    Hallo Person A nimmt an, das es auch für Verkäuferinnen bei einer Bäckerreich die zwischen 22 Uhr und 5 Uhr nachts arbeiten einen Nachtzuschlag geben muss. AG meint das man einen Haustarif hat und dies nicht vorsieht. Genauso werden Sonntag und Feiertage nicht extra vergütet oder einen Ausgleichtag. Ist dies rechtens? » weiter lesen
  • Wahlrecht bei der Nacherfüllung Jura4123 schrieb am 22.09.2013, 16:39 Uhr:
    Hallo zusammen! Ich habe auch mal eine Frage. Und zwar: K kauft von V eine mangelhafte Sache und fordert nun (zurecht) Nacherfüllung. Er fordert entweder eine Reparatur oder eine Neulieferung. Meine Frage ist nun: Darf der das? Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass K die Art der Nacherfüllung wählen muss und nicht nur kann.... » weiter lesen
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  • Gegenfrist.. fragende schrieb am 16.08.2006, 22:42 Uhr:
    Guten Abend :) zum Thema Gegenfrist beim Schuldnerverzug sagt doch der Gesetzgeber, dass diese unzulässig ist. Es besteht keine Wahlschuld, die nach Fristablauf auf den Schuldner übergeht (so eine Mindermeinung). Dies habe ich jetzt aus Sekundärquellen. Wo finde ich, was der Gesetzgeber konkret dazu sagt? (da helfen ja Aufsätze,... » weiter lesen
  • Klausel "Änderungen vorbehalten" Monodome schrieb am 23.01.2006, 18:07 Uhr:
    Hallo zusammen! Folgender Fall möchte gelöst werden A geht in eine Disko D mit mehreren Freunden und erhält kostenlosen Eintritt (+Freunde) und jeder bekommt noch einen Gutschein für "1-offenes Freigetränk" dazu (Angebobt der Disko für Geburtstagskinder). A und seine Freunde bestellen sich ein Bier (0,5 L) und wollen mit den... » weiter lesen

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