Vorausklage

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Erklärung zum Begriff Vorausklage

Die Vorausklage ist die Zwangsvollstreckung gegen den Hauptschuldner durch den Gläubiger, die gemäß § 771 BGB vor Inanspruchnahme eines Bürgen durchzuführen ist.

Als "Einrede der Vorausklage" wird die Entgegensatzung eines rechtlichen Anspruchs bezeichnet, der eigentlich begründet ist, was dazu führt, dass der Bürge erst dann vom Gläubiger in Anspruch genommen werden kann, nachdem dieser erfolglos versucht hat, seine Forderungen aus dem beweglichen Vermögen des Schuldners zu bekommen.

In Fällen, in denen der Gläubiger die Vorausklage unterlässt, kann der Bürge entsprechend die Einrede der Vorausklage erheben, soweit er nicht darauf gemäß § 773 BGB verzichtet hat.




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