Testierfähigkeit

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Erklärung zum Begriff Testierfähigkeit

Testierfähigkeit ist die Fähigkeit, wirksam ein Testament errichten zu können.



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Entscheidungen zum Begriff Testierfähigkeit

  • BildBAYOBLG, 02.10.2002, 1Z BR 68/02
    Zur Frage der gerichtlichen Aufklärungspflicht, wenn die Testierfähigkeit des Erblassers und der Eigenhändigkeit des Testaments bezweifelt wird.
  • BildBAYOBLG, 29.11.2000, 1Z BR 125/00
    Zur Überprüfung der Testierfähigkeit des Erblassers, wenn der Zeitpunkt der Testamentserrichtung von der Zeitangabe im Testament differriert.
  • BildOLG-MUENCHEN, 14.08.2007, 31 Wx 16/07
    1. Zum Ermessen des Gerichts bei der Wahl zwischen Frei- und Strengbeweis zur Frage der Testierfähigkeit. 2. Zu den Voraussetzungen der Testierunfähigkeit bei Demenz. 3. Es gibt keine nach dem Schwierigkeitsgrad der letztwilligen Verfügung abgestufte Testierfähigkeit.
  • BildBAYOBLG, 17.08.2004, 1Z BR 53/04
    1. Zur Beurteilung der Frage der Testierfähigkeit bei paranoiden Wahnvorstellungen, aufgrund derer der Erblasser davon überzeugt ist, seine Ehefrau und gemeinsame Söhne wollten ihn töten, und diese von der Erbfolge ausgeschlossen hat (Fortführung von BayObLGZ 1999, 205). 2. Zum Beweiswert der Feststellung des Urkundsnotars, er habe...
  • BildBAYOBLG, 09.03.2005, 1Z BR 108/04
    Die Rücknahme eines notariellen Testaments aus der amtlichen Verwahrung ist auch Verfügung von Todes wegen. Ihre Wirksamkeit setzt Testierfähigkeit zum Zeitpunkt der Rücknahme voraus. Die Rücknahme unterliegt ferner der Anfechtung nach § 2078 BGB.
  • BildBAYOBLG, 04.08.2004, 1Z BR 44/04
    1. Die Erbeinsetzung des nichtehelichen Sohnes des Ehemannes der Erblasserin kann dahin auszulegen sein, dass im Falle des Vorversterbens des Bedachten dessen Abkömmlinge Ersatzerben sein sollen. 2. Zur Nachprüfung der Beweiswürdigung des Beschwerdegerichts hinsichtlich der Testierfähigkeit des Erblasserin im Rechtsbeschwerdeverfahren.
  • BildOLG-CELLE, 11.03.2003, 6 W 16/03
    1. Ohne weitere Anhaltspunkte kann alleine aus einem etwa 8 Monate nach Testamentserrichtung erstatteten fachärztlichen Gutachten in einem Betreuungsverfahren nicht geschlossen werden, dass die Erblasserin bereits im Zeitpunkt der Testamentserrichtung an einer Altersdemenz in einem Umfang litt, die ihre Testierfähigkeit gem. § 2229...
  • BildOLG-FRANKFURT, 13.03.2003, 20 W 339/01
    1) Ohne konkrete Anhaltspunkte braucht das Nachlassgericht geäußerten Zweifeln an der testierfähigkeit des Erblassers nicht nachzugehen. 2) Die gesetzlichen Erben können die Erbeinsetzung des testamentarischen Erben nicht schon deshalb anfechten, weil es zwischen ihnen und dem testamentarischen Erben (hier: der Lebensgefährtin des...
  • BildOLG-DUESSELDORF, 29.03.2000, 3 Wx 436/99
    Will das Nachlaßgericht in seiner Entscheidung zur Testierfähigkeit des Erblassers dessen Krankenakte verwerten, so darf es einem Beteiligten, der Einsicht in diese Krankenakte verlangt, die Einsichtnahme nicht verweigern; andernfalls liegt ein Verstoß gegen Art. 103 Abs. 1 GG vor. Gegebenenfalls ist die Krankenakte dem vom...
  • BildOLG-MUENCHEN, 29.03.2007, 31 Wx 6/07
    1. Ob der Erbe unbekannt ist (§ 1960 Abs. 1 BGB) und ob ein Fürsorgebedürfnis besteht, ist vom Standpunkt des Beschwerdegerichts unter Zugrundelegung des Kenntnisstandes im Zeitpunkt der Entscheidung über die Sicherungsmaßnahme zu beurteilen. 2. Unbekannt ist ein Erbe auch dann, wenn nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit feststeht, wer...

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