Strafrecht

Lexikon | Jetzt kommentieren

Erklärung zum Begriff Strafrecht

Die Begrifflichkeit des Strafrechts beinhaltet alle die Rechtsnormen des materiellen Strafrechts sowie des formellen Strafrechts, des Strafprozessrechts, mittels derer ein Urteil in einem  Verfahren aufgrund einer strafrechtlichen Handlung zur Strafe oder einer Maßregel der Besserung und Sicherung führt. Auch ein Freispruch ist möglich. Es versteht sich als das Rechtsgebiet, das ein Handeln abseits der Rechtsnormen unter eine staatliche Strafe stellt. Es ist ein Teil des öffentlichen Rechts.

Es umfasst die Gesamtheit all der Rechtsnormen, in welche die Voraussetzungen für einen Straftatbestand und seine Rechtsfolgen fallen. Das Urteil darüber, welche Handlungen rechtswidrig sind, darum bestraft werden müssen, unterscheidet sich gemäß der jeweiligen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen also gesellschaftlichen Struktur eines Staates. Es ist die Art der Rechtsgüter, welche die Verfassung beschützt, die das Strafrecht bestimmen.

Das Strafrecht hat die Aufgabe, elementare Rechtsgüter zu schützen. Als das sind der Schutz des Lebens, die körperliche Unversehrtheit, die Ehre und Würde und der Schutz von Vermögen. Ein Hauptzweck des Strafrechts findet sich in seiner Aufgabe die Rechtsordnung aufrecht zu erhalten, also seine eigene strafrechtlich geregelte Struktur.

Weiter dient das Strafgesetzbuch mit seinen Regelungen zu Straftaten zur Umsetzung der Talionsformel, dem 'Oculum pro oculo et dentem pro dente', will meinen, 'Auge um Auge, Zahn um Zahn', dem Prinzip der Sühne. Es soll auch die Ausführung weiterer Straftaten verhindern. Einen wesentlichen Sinn formuliert das Strafrecht heute, in unseren Tagen, in der Resozialisierung der Straftäter, ihre Neueingliederung in die Gesellschaft.

 

Das Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland

Das Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland umfasst zwei Teile. Einmal der 'Allgemeine Teil'. Hier finden sich all die Grundbestimmungen, welche die Voraussetzungen einer Strafbarkeit regeln, die allgemein bestimmen, welche Strafe in welcher Höhe welchem Delikt zugewiesen wird.

In diesem Allgemeinen Teil des Strafgesetzbuches, nämlich in den §§ 1 bis 79b StGB, finden sich also in normierter Form die Regeln, welche grundsätzlich für alle Delikte gelten. Das können sein zum Beispiel Verjährung und Beteiligungsformen oder Rechtfertigungsgründe. Praktisch ist das StGB hierbei aufgebaut mit der sogenannten Klammertechnik, will meinen, eine Methode zur Strukturierung von Gesetzen.

Im sogenannten 'Besonderen Teil' finden sich einzelne Straftatbestände geregelt, das können beispielsweise Totschlag, Diebstahl oder Mord sein. Mit dem Strafverfahrensrecht, das durch die Strafprozessordnung und das Gerichtsverfassungsgesetz bestimmt ist, ist die 'Durchsetzung des materiellen Rechts' definiert. Nicht zum Strafrecht gezählt werden Disziplinarstrafen und generell das Ordnungswidrigkeitenrecht.

 

Kurze Historie

In der Urzeit des Menschen war die schlimmste Strafe das absolute soziale Abseits eines Menschen. Mit dem Aufkommen der Zivilisation entwickelten sich die verschiedensten Sanktionen.  Zum Mittelalter hin herrschten die Leib- und Lebensstrafen vor. Erst in der Zeit der Aufklärung, um das 17. und 18. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Lichter, dem Siècle des Lumières von dem Jean-Baptiste Dubos erstmals 1732, Jean-Jacques Rousseau und Jean-Baptiste le Rond d’Alembertin 1751 sprachen, gelangte man langsam zu der Überzeugung, dass ein Täter auch zu resozialisieren sei. Das erste Strafgesetzbuch stellte die 'Constitutio Criminalis Carolina' dar, in dem Karl V. jedoch noch eine Unmenge an Todesarten definierte.

Im Jahre 1871 der entscheidende Wendepunkt. Das materielle Strafrecht wird mit der Inkrafttretung des Reichsstrafgesetzbuches wirksam. Es beschreibt erstmals die Bedingungen, Voraussetzungen von Straftatbeständen, die Strafbarkeit und die Rechtsfolgen.

Die deutsche strafrechtliche Gesetzgebung, die über lange Zeit entscheidend und in großen Teilen noch immer auf dieses zur Mitte des 19. Jahrhunderts veröffentlichte Werk zurückgreift, wurde trotz zahlreicher kleiner Änderungen grundlegend erst im Jahre 1998 überarbeitet. Hier gab es eine Reform in der Neufassung des Allgemeinen Teils und eine Anpassung der übrigen Paragraphen, wesentlich im Strafrecht und den Strafrechtsbedingungen. Auch völkerrechtliche Straftatbestände sind seit dem Jahre in das Gesetzbuch integriert.   

 

Das materielle Strafrecht und die Nebenstrafrechte

Grundsätzlich findet sich das materielle Strafrecht im Strafgesetzbuch definiert. Doch im Nebenstrafrecht gibt es noch eine ganze Reihe von Gesetzen, die das Strafgesetzbuch erweitern beziehungsweise erörtern und genauer bestimmen. Das sind, einige von vielen, beispielsweise das

  • Betäubungsmittelgesetz, kurz BtMG
  • das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände und Futtermittelgesetzbuch, abgekürzt LFGB
  • Ebenso das Kriegswaffenkontrollgesetz, kurz KWKG
  • das Arzneimittelgesetz AMG
  • genauso wie das Völkerstrafgesetzbuch VStGB
  • das Versammlungsgesetz VersG
  • das Bundesdatenschutzgesetz, abgekürzt BDSG
  • Weiter sind Nebengesetze das Sprengstoffgesetz, kurz SprengG
  • das Außenwirtschaftsgesetz AWG
  • das Bundesberggesetz, kurz BbergG
  • Das Handelsgesetzbuch HGB und bei
  • Buchführungs- und Insolvenzstraftaten das Wirtschaftsstrafgesetz 1954, kurz WiSt
  • das Waffengesetz WaffG
  • die Abgabenordnung AO 1977

 

Das formelle Strafrecht

Zum formellen Strafrecht zählt in erster Linie das Strafprozessrecht. Es definiert die Regulierung des materiellen Strafrechts in seiner Durchführung. Die Rechtsquellen für die Durchführung sind hauptsächlich im Gerichtsverfassungsgesetz und in der Strafprozessordnung selber, auch im Jugendgerichtsgesetz zu finden. Seit 2002 ist auch das Völkerrecht im Strafgesetzbuch enthalten, es stellt das sogenannte Völkerstrafgesetzbuch dar. Das bedeutet, dass Straftaten, die nicht in der Bundesrepublik begangen wurden, regelmäßig nicht dem deutsche Strafrecht unterliegen. Das Jugendstrafrecht nach dem Jugendgerichtsgesetz  trägt den Besonderheiten junger Menschen Rechnung.

Das Recht der Ordnungswidrigkeiten wird zum Strafrecht gezählt, jedoch ist eine Ordnungswidrigkeit noch keine strafbare Handlung, weswegen hier die Gesetzmäßigkeiten für Ordnungswidrigkeiten gelten. Ein Bestreben der Rechtsprechung in Deutschland ist es, gewisse Straftatbestände in den Bereich der Ordnungswidrigkeiten zu überführen, so eine Entkriminalisierung ganz generell voranzutreiben. Das Ziel kann ein Abolitionismus sein, der die staatliche Strafe durch Resozialisierung ersetzt.

 

Tat und Strafrecht

Um einen Täter nach dem Strafrecht zu verurteilen, ist zwingend eine Tat desselben notwendig. Nun ist die dringende Frage, wie die Tat, die strafbare Handlung an sich, definiert werden soll. Was überhaupt ist strafrechtlich relevant? Was ist im Strafrecht Prävention? Fragen, die die Rechtswissenschaft bis heute nicht schlüssig beantworten konnte. Klar ist soviel: der Erfolg der strafbaren Handlung muss objektiv zurechenbar sein, will meinen, er darf nicht unvorhersehbar oder unwahrscheinlich gewesen sein.

Das Tun oder Unterlassen, das Handeln muss jedenfalls vom eigenen Willen des Straftäters getragen sein und nicht zum Beispiel ein Reflex. Erfolgsdelikte, beispielsweise Körperverletzung oder auch Totschlag, setzen voraus, dass sie auch einen Erfolg verursachen. Um strafrechtlich relevant und verurteilungsfähig zu sein, muss die Tat vorsätzlich ausgeführt werden, eine fahrlässige Handlung ist nur unter gewissen, besonderen Umständen auch strafbar. Es muss also, wie der Jurist sagt, eine Tatbestandsmäßigkeit vorhanden sein. Die Tat muss rechtswidrig sein, es darf kein Rechtfertigungsgrund vorliegen. 



Bearbeiten


Häufige Rechtsfragen zum Thema

  • Strafrecht Hausarbeit Dennis97 schrieb am 25.09.2017, 15:08 Uhr:
    Hallo ihr Lieben, habe folgendes Problem. Und zwar A gerät von der Fahrbahn ab und fährt durch den Vorgarten des V, dabei überfährt er versehentlich einen Gartenzwerg (aus Plastik). Der Zwerg ist plattgefahren und nicht mehr zu retten. Dies hat A nicht bemerkt. So laut knapp der SV. Habe ganz normale Prüfung nach § 303 StGB... » weiter lesen
  • HA Strafrecht, Großer Schein Mrs._Planlos schrieb am 20.07.2016, 19:18 Uhr:
    Hey Leute, Ich sitze zur Zeit vor meiner Hausarbeit für den großen Strafrechtschein und weiß nicht weiter. Möglicherweise hat der ein oder andere ja einen guten Ratschlag, der mich voranbringt. Hier der grobe Sachverhalt: A hasst B, weil dieser gute Geschäfte mit Gold tätigt während A viel Geld mit Staatsanleihen verloren hat. Daher... » weiter lesen
  • Hausarbeit Strafrecht - Körperverletzung/Mittäterschaft/Teilnahme/Totschlag Shatiel schrieb am 06.08.2012, 10:28 Uhr:
    Hallo zusammen,ich hoffe es ist in diesem Forum erlaubt Fragen zu einer Hausarbeit zu stellen. Ich bin leider ein Alleinschreiber und kann mich daher mit niemandem sonst austauschen, was meinen letzten Hausarbeiten nicht besnders gut getan hat... Ich möchte auch nicht, dass mir hier jemand die komplette Hausarbeit vorbetet, nein, ich... » weiter lesen
  • Strafrecht Großer Schein Marburg WS 12/ 13 Shela schrieb am 25.07.2012, 16:04 Uhr:
    Hallo, ich schreibe im Moment meine Hausarbeit im Strafrecht..nun stellen sich mir einige Fragen bei der Fallbearbeitung.. Zunächst mal ein Teil des Sachverhaltes in kürze: K fertigt kopien wertvoller Gemälde an. Einige Gemälde signiert er mit dem Künstlermonogramm des jeweiligen Künstlers andere nicht. K gibt einem Kunstexperten... » weiter lesen
  • Strafrecht Fortgeschrittene SS 09 Marburg bei Freund Mavisim schrieb am 19.02.2009, 09:52 Uhr:
    Schreibt jemand zur Zeit diese Hausarbeit? Würde mich gerne darüber unterhalten und Gedanken austauschen, da es bei Freund ja nicht immer so leicht ist alles zu finden, was man prüfen muss :) Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene SS 2009 / Hausarbeit vom 13.02.2009 » weiter lesen
  • Eine harte Nuss für Strafrechtspezialisten! Große HA im Strafrecht in Hannover majahannover schrieb am 18.02.2009, 21:56 Uhr:
    Hallo an alle die sich die Mühe machen das durchzulesen! :) Schreibt jemand auch die große HA im Strafrecht in Hannover? Würde mich über mitleidende und mitarbeitende Kommilitonen freuen! Also: falls ihr die Ha nicht schreibt, aber trotzdem so nett seid und was dazu schreiben wollt- D, der eine Wohnung bei M gemietet hat,... » weiter lesen
  • Hausarbeit im Strafrecht Hasi_86 schrieb am 07.03.2007, 17:13 Uhr:
    Hallo!!! Ich bin im 1. Semester und gerade dabei meine erste Hausarbeit zu schreiben...Mir bereitet hierbei folgender Sachverhalt ein paar PROBLEME A hat auch die Flasche mit dem vergifteten Wein entfernt; nur den Abschiedsbrief hat er ver-gessen, dessen Entdeckung X zu dem Entschluss bringt, sich zu töten. Sie bespricht sich mit... » weiter lesen
  • Strafrecht-HA; VERSUCH!!! zorri_hv schrieb am 28.01.2006, 19:23 Uhr:
    servus, ich hab die folgende HA bekommen: F ist seit 15 Jahren mit ihrem Ehemann M verheiratet; das Ehepaar lebt mit dem gemeinsamen zehnjährigen Sohn S in einer Doppelhaushälfte. Schon immer war M gegenüber F äußerst herrschsüchtig und dominant gewesen und hatte sie auch mehrfach geschlagen. Nachdem M etwa vor drei Jahren seine... » weiter lesen


Passende Rechtstipps

  • Von der Restschuldbefreiung werden grundsätzlich alle persönlichen Schulden umfasst. Mit der Restschuldbefreiung soll erreicht werden, dass der Schuldner nach Ende der Wohlverhaltensphase (im Regelfall 6 Jahre) von seinen Schulden befreit wird. Es gibt jedoch Ausnahmen. Gemäß § 302 InsO werden von der Erteilung der Restschuldbefreiung folgende Schulden nicht berührt: 1.Verbindlichkeiten des Schuldners aus einer vorsätzlich... » weiter lesen
  • Ärzte sehen sich zumeist mit zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen konfrontiert. Das Strafverfahren bleibt die Ausnahme. Sollte es jedoch soweit kommen, gilt es den Überblick zu bewahren und eine umfassende rechtliche Bearbeitung zu gewährleisten. Es sind daher unbedingt drei Verfahrensarten im Auge zu behalten: 1. zivilgerichtliche Verfahren (Schmerzensgeld und Schadensersatzansprüche) 2. Strafverfahren 3.... » weiter lesen

Passende juristische News

  • Hannover, 29.01.2018 – Rechtsportale sind oft erste Anlaufstelle für Unternehmen und Verbraucher bei juristischen Fragen. Sie unterstützen bei der Anwaltssuche, sind Wissensdatenbank und ermöglichen fachlichen Austausch zur Einschätzung der Rechtslage. JuraForum.de, Branchen-Pionier und eines der meistbesuchten Portale für Rechtsfragen, feiert jetzt sein 15-jähriges Bestehen. Gegründet 2003, ist die JuraForum-Community inzwischen auf mehr als... » weiter lesen
  • Karlsruhe (jur). Wohnmobile und Wohnwagen können strafrechtlich eine Wohnung sein. Ein Einbruch dort gilt jedenfalls dann als Wohnungseinbruch, wenn das Fahrzeug gerade zu Wohnzwecken genutzt wird, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem am Donnerstag, 26. Januar 2017, veröffentlichten Beschluss entschied (Az.: 1 StR 462/16).Er wies damit einen Mann weitgehend ab, der mit ein oder zwei Mittätern nachts auf Autobahnparkplätzen... » weiter lesen
  • Karlsruhe (jur). Auch wenn britische Gerichte das Schweigen mutmaßlicher Straftäter zu deren Nachteil auslegen können, darf Deutschland sie nach Großbritannien ausliefern. Zwar gilt im deutschen Strafrecht der Grundsatz, dass Angeklagte sich nicht selbst belasten müssen und daher einfach Schweigen dürfen; dennoch begründet das britische Vorgehen über die mögliche nachteilige Verwertung des Schweigens kein Auslieferungsverbot, entschied das... » weiter lesen


Strafrecht Urteile und Entscheidungen

  • Bild1. Fehlt bei der Benachrichtigung über die öffentliche Zustellung einer Ladung ganz oder teilweise der Hinweis, dass das Schriftstück eine Ladung zu einem Termin enthält, dessen Versäumung Rechtsnachteile zur Folge haben kann (§ 186 Abs. 2 Satz 5 ZPO), so ist die Zustellung unwirksam. 2. Der Aushang einer Benachrichtigung über die...

    » OLG-STUTTGART, 05.02.2007, 4 Ws 391/06
  • BildErneut zur (relativen) Fahruntüchtigkeit nach Drogenkonsum (Amphetamin) (Bestätigung der Rechtssprechung mit Beschluss des 1. Strafsenats vom 27. Januar 2004 - 1 Ss 242/03)

    » OLG-ZWEIBRüCKEN, 27.02.2004, 1 Ss 5/04
  • Bild§ 17 a Abs. 1 Satz 1 StrRehaG erfordert eine monatsgenaue Ermittlung der Haftdauer und bezieht sich - anders als beispielsweise § 17 Abs. 1 und Abs. 5 Satz 2 StrRehaG - nicht auf angefangene Kalendermonate.

    » NIEDERSAECHSISCHES-OVG, 18.05.2009, 4 LA 240/08

Kommentar schreiben

30 + V.ie/r =
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.
* Pflichtfeld

Bisherige Kommentare zum Begriff (0)

(Keine Kommentare vorhanden)








Strafrecht – Weitere Begriffe im Umkreis
Leichtfertigkeit - Strafrecht
Bei der Leichtfertigkeit handelt es sich um einen terminus technicus aus dem deutschen Strafrecht. Unter Leichtfertigkeit versteht man einen besonders schweren Pflichtverstoß, bei dem der Handelnde sich in krasser Weise über die gebotene...
Strafrecht - Rechtfertigungsgründe
Bei den Rechtfertigungsgründen handelt es sich um Umstände, welche ausnahmsweise ein ansonsten rechtswidriges Handeln individuell gestatten. Die bekanntesten Rechtfertigungsgründe sind Notwehr, Notstand, erlaubte Selbsthilfe sowi Einwilligung....
Strafrecht - Verjährung
Verjährungsfristen dienen der Schaffung von Rechtssicherheit und Rechtsfrieden. Im Strafrecht bestehen zwei verschiedene Fristen zu Verjährung: Strafverfolgungsverjährung Strafvollstreckungsverjährung Die Strafverfolgungsverjährung...
Strafrecht - Berufsverbot
Als Rechtsfolge einer begangenen Straftat kann dem Täter gegenüber ein Berufsverbot ausgesprochen werden, welches ihm verbietet, seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Voraussetzung hierfür ist, dass die begangene Tat in einer...
Strafrecht - Rückwirkungsverbot
Das Rückwirkungsverbot, welches in § 2 StGB definiert wird, besagt, dass ein Täter nur dann für seine Tat bestraft werden kann, wenn diese zum Zeitpunkt der Begehung bereits den Tatbestand eines Strafgesetzes erfüllt hat. Dies bedeutet, dass die...
Strafrecht - Versuch
Als "Versuch" wird gemäß § 22 StGB die Betätigung des Entschlusses zur Begehung einer Straftat durch eine Handlung bezeichnet, welche zur Verwirklichung des gesetzlichen Tatbestandes zwar unmittelbar angesetzt, aber noch nicht zur Vollendung...
Strafrecht - Irrtümer
Bei einem Irrtum über die Tatumstände kann im Bereich des allgemeinen Strafrechts gemäß den §§ 16 und 17 StGB sowie im Bereich der Ordnungswidrigkeiten gemäß § 11 OWiG der Vorsatz entfallen. In Fällen, in denen ein entsprechendes...
Strafrecht - Totschlag
Als Totschlag wird eine Straftat angesehen, welche auf die vorsätzliche Tötung eines Menschen ausgerichtet ist. Von der Schwere des Tötungsdeliktes und somit der Höhe der Strafdrohung liegt der Totschlag in der Mitte zwischen Mord und Tötung auf...
Maßnahme (Strafrecht)
Eine Maßnahme ist im Strafrecht eine der in § 11 Abs. 1 Nr. 8 StGB genannten möglichen Sanktionen des Staates auf eine Straftat. Demnach sind Maßnahmen: die Maßregel der Besserung und Sicherung (§§ 61-72 StGB) der Verfall (§§ 73, 73a-e StGB)...
Qualifikation (Strafrecht)
Der Begriff Qualifikation stammt aus dem Strafrecht. Er bedeutet die Erweiterung eines Grundtatbestandes um strafschärfende Merkmale. Die Qualifikation ist stets von der Erfolgsqualifikation zu unterscheiden. Das Gegenstück zur Qualifikation...

JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:


Fragen Sie einen Anwalt!
Anwälte sind gerade online.
Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.

© 2003-2018 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.