Schuldprinzip

Lexikon | 1 Kommentar

Erklärung zum Begriff Schuldprinzip

Zu den wesentlichen Rechtsregeln gehört das Schuldprinzip, welches besagt, dass niemand für eine Tat bestraft werden darf, wenn ihn keine Schuld trifft: nulla poena sine culpa.

Dieses Schuldprinzip bildet die Grundlage für die Strafbegründung, das Strafmaß sowie die Schuld-Unrechts-Kongruenz. Demzufolge darf eine Strafe nur vehängt werden, wenn dem Täter seine Tat persönlich zum Vorwurf gemacht werden kann.

Das Schuldprinzip findet seine gesetzliche Regelung in § 46, Abs. 1, S. 1 StGB: „Die Schuld des Täters ist Grundlage für die Zumessung der Strafe“. In den §§ 19 f. StGB werden Schuldunfähigkeitsgründe definiert; die verminderte Schuldfähigkeit ist in § 21 StGB beschrieben.




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Bisherige Kommentare zum Begriff (1)

Adolf Viering  (07.01.2016 23:32 Uhr):
Keine Strafe ohne Schuld hört sich gut und "Rechtens"an.Doch wenn eine Schuld nicht Nachweisbar ist,wird nach ÜBERZEUGUNG Schuld ausgesprochen und ohne Schuldbeweise verurteilt das muss geradezu einem Richter aufdrängen wenn er jemanden ohne Beweise der Schuld verurteilen will,und nach Überzeugung er halte den Angeklagten für Schuldig aus der Überzeugungsbildung. herzieht,gibt es nur in Deutschland zu.Fazit. Fehlen Schuldbeweise wird sehr oft und auffällig nach Überzeugung verurteilt.Ein unhaltbarer Zustand in einem Demokratischen Rechtsstaat.Es verwundert das niemand dies ändern will.



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