Scheidung einreichen

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Erklärung zum Begriff Scheidung einreichen


Möchte man eine Ehe scheiden und die Scheidung einreichen, dann ist immer zumindest ein Anwalt notwendig. Einen gemeinsamen Anwalt bei einer Scheidung zu beauftragen, ist die kostengünstige Variante, um eine Scheidung durchzuführen. Sind keine strittigen Punkte vorhanden, die der Klärung bedürften, etwa Fragen des Unterhalts oder des Sorgerechts, wird der für die Antragsteller den Antrag einreichen. Nur ein Antragsteller ist notwendig. Im Allgemeinen werden die Anwaltskosten geteilt. Eingereicht wird der Antrag beim zuständigen Amtsgericht. Es entstehen immer Anwalts- und Gerichtskosten, wobei sich die ersteren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (01.07.2004), die Gerichtskosten aber nach dem FamGKG, Gesetz über Gerichtskosten in Familiensachen, rechnen. Die Bewertungsgrundlage wird der Verfahrenswert des Verfahrens und der Folgesachen sein. Diese Bemessungsgrundlage errechnet sich aus dem Dreifachen des Nettoeinkommens, welches beide Ehepartner beziehen. Dazu kommen noch die Verfahrenswerte für den Versorgungsausgleich sowie eventuell Ansprüche auf Unterhalt. Das ist die Summe, die den Gerichtskosten wie den Anwaltskosten zur Grundlage dient.

Der Scheidungsantrag

Der Antrag auf Aufhebung einer Lebenspartnerschaft oder Antrag auf Ehescheidung wird bei dem Amtsgericht eingereicht, welches am letzten gewöhnlichen Aufenthaltsort der Eheleute zuständig ist. Zum Antrag wird eine Kopie der Heiratsurkunde verlangt, weiter werden die Geburtstage, die Zahl der Kinder, das Einkommen und der Wohnort sowie der Trennungszeitpunkt u.v.m. abgefragt. Ist der Antrag auf Scheidung der Ehe oder der Lebenspartnerschaft eingegangen, wird sich das zuständige Familiengericht die zur Durchführung des Versorgungsausgleichs benötigten Daten bei den Trägern der Rentenversicherung besorgen. Dann wird die mündliche Verhandlung anberaumt. Hier wird die Ehe dann in aller Regel binnen 10 bis 15 Minuten geschieden.

Ehescheidung online

In unseren modernen Tagen ist es auch möglich, alle benötigten Daten über sichere Server an den Anwalt weiterzuleiten. Im besten Fall ist es also nicht einmal notwendig, seine Frau oder den Mann bis zum mündlichen Scheidungstermin zu Gesicht zu bekommen. Dort jedoch müssen die Eheleute persönlich erscheinen. Für mittellose Scheidungswillige kommt eine Verfahrenskostenhilfe in Frage.




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