Wie ist der Ablauf einer Scheidung?

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Erklärung zum Begriff Scheidung Ablauf

Ablauf einer Scheidung. (© kmit - Fotolia.com)
Ablauf einer Scheidung. (© kmit - Fotolia.com)

Wenn es beschlossene Sache ist, dass die Ehepartner fortan getrennte Wege gehen wollen, kann das Scheitern der Ehe gerichtlich festgestellt und die Scheidung durchlaufen werden. Da stellt sich natürlich die Frage nach dem Ablauf der Scheidung.

Hierbei kommt es darauf an, ob es sich um eine einvernehmliche Scheidung oder eine streitige Scheidung handelt. Bei ersterer kann der Scheidungstermin bei Gericht schon nach wenigen Minuten erledigt sein. Letztere kann sich hingegen als sehr komplex erweisen, wenn die Ehepartner sich über viele Punkte uneinig sind.

Aber sowohl bei der einvernehmlichen Scheidung als auch bei der streitigen Scheidung gibt es einige Gemeinsamkeiten, an denen man sich beim Scheidung Ablauf orientieren kann. Generell ist eine Scheidung nichts, was sich von heute auf morgen erledigen lässt. Vielmehr lässt sie sich in verschiedene Etappen unterteilen.

Der Scheidungsantrag

Eine Ehe lässt sich nur durch eine richterliche Entscheidung scheiden. Damit das Gericht diese Entscheidung fällen kann, muss vom zuständigen Familiengericht festgestellt werden, dass die Ehe gescheitert ist. § 1565 BGB sagt dazu in Absatz 1: „Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist.

Die Ehe ist gescheitert, wenn die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und nicht erwartet werden kann, dass die Ehegatten sie wiederherstellen. “Um das Scheitern einer Ehe also zu bejahen, muss die Lebensgemeinschaft mit dem Ehegatten nicht mehr bestehen und es darf nicht davon ausgegangen werden, dass die Lebensgemeinschaft wieder fortgesetzt wird. Vom Anwalt wird der Scheidungsantrag eingereicht beim zuständigen Familiengericht. Bei Familiengerichten herrscht Anwaltszwang, nur ein Rechtsanwalt kann daher den Scheidungsantrag einreichen.

In diesem wird auch der Zeitpunkt der Trennung genannt. Geschieden werden kann erst, wenn die Ehegatten ein Trennungsjahr absolviert haben, also seit einem Jahr getrennt leben.

Anwaltstipp: Dementsprechend wird auch der Scheidungsantrag erst nach Ablauf der Trennungsphase vom Anwalt bei Gericht eingereicht.

Welches Gericht ist für die Scheidung zuständig?

Welches Gericht zuständig ist, hängt davon ab, ob Kinder vorhanden sind, oder nicht. Bei kinderlosen Paaren ist das Gericht des Ortes zuständig, an dem das Paar zuletzt zusammengelebt hat. Sollten Kinder vorhanden sein, fällt die Zuständigkeit dem Gericht an dem Ort zu, an dem der Ehegatte mit dem Kind seinen Wohnsitz hat.

Dies hat seinen Grund darin, dass der Gesetzgeber den Kindern nicht zumuten möchte, aufgrund des Verfahrens aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen zu werden. Denn auch Kinder könnten im Rahmen des Scheidungsverfahrens gehört werden. Der Scheidungsantrag sollte mit einer Erklärung über die Folgesachen verbunden werden. Hier ist § 133 FamFG zu berücksichtigen. Sind sich die Ehegatten über eine Folgesache uneinig, wird beantragt, dass diese zu regeln ist.

Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres – ist das möglich?

Grundsätzlich wird zwar das einjährige Trennungsjahr gefordert bevor mit dem regulären Scheidungsablauf fortgefahren werden kann, doch auch hiervon kann es Ausnahmen geben. Zum einen kann ein Fall der unzumutbaren Härte vorliegen. In § 1565 Absatz 2 BGB heißt es hierzu: „Leben die Ehegatten noch nicht ein Jahr getrennt, so kann die Ehe nur geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller aus Gründen, die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellen würde.“

Eine unzumutbare Härte wäre also beispielsweise dann zu bejahen, wenn von einem Ehepartner Gewalt gegen den anderen ausgeht oder die Ehe nur eingegangen wurde, um sich eine Aufenthaltsgenehmigung zu sichern. Bei einer unzumutbaren Härte kann das Trennungsjahr umgangen und die Ehe schon früher geschieden werden. Eine weitere denkbare Fallkonstellation ist auch, dass die Partner schon seit mehr als drei Jahren voneinander getrennt leben. Hier genügt es dann, dass ein Ehegatte einen Scheidungsantrag stellt.

Die Scheidung wird auch dann vollzogen, wenn der andere Ehegatte nicht in die Scheidung einwilligt. Gründe, die es möglich machen, sich schon vor Ablauf des Trennungsjahres scheiden zu lassen im Überblick:

Härtefälle:

  • Aufforderung zum Sex zu Dritt mit der/dem Geliebten/tem des jeweils anderen Ehepartner
  • Mehrfache Vergewaltigung
  • Drogenmissbrauch (im Beisein der gemeinsamen Kinder)
  • Aufforderung zum Gruppensex
  • Freiheitsberaubung (z.B. Einsperren mit massiver Gewalttätigkeit)
  • Morddrohungen
  • Schwerster Alkoholmissbrauch
  • Abbruch von Sucht-Therapien
  • Massive Bedrohungen gegen den anderen Ehepartner und / oder dessen Eltern

Andere Gründe:

  • Erschleichung einer Aufenthaltsgenehmigung • Man lebt bereits mehr als 3 Jahre getrennt

Was, wenn die Ehepartner weiterhin zusammenleben?

Fraglich ist, ob der Scheidung Ablauf dadurch gestört wird, dass die Ehepartner während des Trennungsjahres weiterhin in einer gemeinsamen Wohnung leben. So kann es beispielsweise aus finanziellen Gründen nicht möglich sein, dass sich ein Partner eine eigene Wohnung nimmt. Das Trennungsjahr läuft jedoch auch dann, wenn die eheliche Wohnung weiterhin geteilt wird. Wichtig ist dabei jedoch, dass kein gemeinsames Wirtschaften mehr stattfindet!

Es gilt das Prinzip, dass beide „getrennt von Tisch und Bett“ leben. Dazu gehört natürlich, dass es kein gemeinsames Schlafzimmer mehr gibt. Auch das gemeinsame Kochen oder gemeinsame Fernsehabende müssen entfallen. Jeder sollte für sich selbst sorgen, ob nun einkaufen, kochen oder putzen. Für gemeinschaftlich genutzte Räume wie etwa Bad und Küche, kann es sinnvoll sein, feste Zeitpläne zu erstellen, wann die Räume jeweils von dem jeweiligen Partner genutzt werden können.

Anwaltstipp: Im Übrigen unterbricht auch ein kurzfristiger Versöhnungsversuch nicht das Trennungsjahr. Genau aus diesem Grund wird dem Paar diese einjährige Frist gewährt. Damit die Partner ausreichend Zeit haben, ihre Entscheidung zu überdenken und sich über ihre Gefühle wirklich klar zu werden.

Zahlung des Gerichtskostenvorschusses

Zum Scheidung Ablauf gehört auch das Zahlen der Gerichtskosten. Diese sind vom Antragsteller zu übernehmen. Wer dazu finanziell nicht in der Lage ist, kann Verfahrenskostenhilfe beantragen, um staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eventuell kann vereinbart werden, dass die Verfahrenskosten in Raten wieder an den Staat zurückgezahlt werden. Nach Ausspruch der Scheidung, wird der andere Ehegatte später vom Gericht dazu verpflichtet werden, die Gerichtskosten hälftig zu übernehmen. Der Antragsteller kann dann mit einer Rückerstattung rechnen.

Scheidungsantrag geht dem Ehepartner zu

Nach der Zahlung der Gerichtskosten, stellt das Gericht dem anderen Ehegatten schließlich den Scheidungsantrag zu. Zum Scheidung Ablauf gehört nun, dass der andere Partner sich innerhalb einer bestimmten Frist selbst äußern kann. Er kann dem Antrag zustimmen, ihn ablehnen oder sich einen eigenen Anwalt nehmen, um einen eigenen Antrag zu stellen.

Der Versorgungsausgleich wird von Amts wegen durchgeführt

Der nächste Punkt beim üblichen Ablauf einer Scheidung ist, dass sich das Gericht von Amts wegen her mit dem Versorgungsausgleich befasst. Entsprechende Formulare für dessen Durchführung werden den Partner zugeschickt. Die Formulare werden von beiden Parteien ausgefüllt und an das Gericht zurückgeschickt, von wo aus sie an die jeweiligen Rentenversicherungsträger gehen. Sind durch diese die Rentenanwartschaften berechnet und steht fest, welche Rentenansprüche die Ehepartner jeweils haben, kann das Familiengericht schließlich einen Scheidungstermin festlegen.

Persönliche Anwesenheit beim Scheidungstermin

Steht dann schließlich der Scheidungstermin an, gilt für beide Parteien üblicherweise Anwesenheitspflicht. Mitgebracht werden sollte neben einem gültigen Personalausweis auch das Familienbuch. Das Gericht befragt beide Seiten zum Zeitpunkt der Trennung, zum Einverständnis zur Scheidung und zur Höhe des eigenen Einkommens. Die Einkommenshöhe ist wichtig, da sie als Bemessungsgrundlage für Gerichts- und Anwaltsgebühren dient. Die Parteien haben bis zum Ende der Verhandlung zudem Zeit, eigene Anträge zu stellen, wenn nötig.

Diese können sich beispielsweise um das Umgangsrecht für die Kinder oder um den nachehelichen Unterhalt drehen. Hinweis: Anträge können immer nur durch einen eigenen Anwalt eingereicht werden! Tipp: Der gesamte Ablauf der Scheidung lässt sich beschleunigen, wenn bereits im Vorfeld eine Scheidungsfolgenvereinbarung getroffen wurde. Sollte dies nicht erfolgt sein, besteht immer auch die Möglichkeit, während des Gerichtstermins über die noch strittigen Punkte einen Vergleich zu schließen.

Der Scheidungsbeschluss

Erst, wenn alle Angelegenheiten geklärt sind, kann die Ehe durch das Familiengericht geschieden werden. Denn das Gericht ist dazu verpflichtet, möglichst keine Scheidungsfolgen offen zu lassen. Die Parteien haben die Möglichkeit, am Ende des Scheidungstermins auf Rechtsmittel zu verzichten. Tun sie dies, besteht nicht mehr die Möglichkeit, Berufung gegen den Scheidungsbeschluss, der früher auch Scheidungsurteil genannt wurde, einzulegen.

Der Rechtsmittelverzicht sorgt dafür, dass die Scheidung sofort rechtskräftig wird. Wird nicht auf Rechtsmittel verzichtet, muss erst der Zeitraum von einem Monat verstreichen, bis die Rechtskraft eintritt. Innerhalb dieser Frist haben die Parteien aber Zeit, sich noch einmal in Ruhe mit allen Punkten der Scheidung auseinanderzusetzen und gegebenenfalls eben Rechtsmittel einzulegen. Der Scheidungsbeschluss wird beiden Parteien zudem auch schriftlich zugestellt. Nach Ablauf der einmonatigen Frist, wenn die Scheidung rechtskräftig geworden ist, wird der Scheidungsbeschluss noch mit einem Rechtskraftvermerk versehen.

Dies bildet den abschließenden Punkt des Ablaufs der Scheidung. Die beiden Parteien halten nun ihre Scheidungsurkunde in den Händen. Wichtig: Die früheren Ehegatten sollten die Scheidungsurkunde unbedingt gut aufbewahren, da diese im späteren Leben noch benötigt werden kann. Etwa dann, wenn die Frau wieder ihren Mädchennamen annehmen will oder wenn wieder neu geheiratet werden soll.

Die einvernehmliche Scheidung nach Ablauf des Trennungsjahres

Gehen die Ehepartner im gegenseitigen Einvernehmen auseinander, können sie mit einer einvernehmlichen Scheidung Zeit und Geld sparen. Der Scheidung Ablauf sieht in diesem Fall nur vor, dass das Gericht lediglich die Scheidung sowie den Versorgungsausgleich beschließt, der von Amts wegen durchzuführen ist. Auch bei einer einvernehmlichen Scheidung muss natürlich zunächst das Trennungsjahr absolviert werden. Was die einvernehmliche Scheidung insbesondere ausmacht und wodurch sich letztlich auch deutlich Kosten einsparen lassen ist, dass nicht jede Partei einen eigenen Rechtsanwalt beauftragen muss.

Bei einer einvernehmlichen Scheidung genügt ein Anwalt!

Eine Partei beauftragt den Rechtsanwalt, der den Scheidungsantrag einreicht, die andere Partei muss dann nur noch der Scheidung zustimmen. Handelt es sich hingegen um eine streitige Scheidung, müssen sich beide Ehegatten durch einen eigenen Rechtsanwalt vertreten lassen. Es kann sich lohnen, wenn die Parteien zunächst einen Kostenvoranschlag anfordern, um sich unverbindlich über die voraussichtlich anfallenden Kosten der Scheidung zu informieren.

Wie lange dauert eine Scheidung?

Es sind also durchaus einige Punkte beim Scheidung Ablauf zu beachten. Vom Einreichen des Scheidungsantrags bis zum Zugewinnausgleichen. Der Ablauf der Scheidung ist dabei im Großen und Ganzen fest vorgegeben und viele Partner fragen sich natürlich, wie lange es nun eigentlich dauert, bis letztlich der Scheidungsbeschluss gefällt wird und die Scheidung rechtskräftig ist.

Einen genauen Richtwert kann es dabei jedoch nicht geben, da jede Ehe und damit auch jede Scheidung individuell ist. Vor allem kommt es auch immer darauf an, wie viele Streitpunkte das Gericht klären muss. Je einiger sich die Parteien sind, umso schneller kann das Verfahren durchgezogen werden. Schon die Regelung des Versorgungsausgleichs kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen. Als ungefähre Orientierung kann eine Zeitspanne von acht bis 12 Monaten genommen werden, über die sich das Scheidungsverfahren zieht. Wobei es je nach Einzelfall auch deutlich schneller gehen oder die Scheidung auch deutlich länger dauern kann.



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