Opferentschädigung

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Erklärung zum Begriff Opferentschädigung

Dem Staat obliegt die Verbrechensbekämpfung und der Schutz der Bürger vor kriminellen Handlungen. Wird eine Person Opfer einer Straftat, so ist der Staat unter bestimmten Voraussetzungen dafür verantwortlich, ihm eine Enschädigung zu zahlen. Diese Voraussetzungen bezüglich der Opferentschädigung werden gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) geregelt, welches am 16.05.1976 in kraft trat und zum 07.01.1985 novelliert wurde.

Ziel des OEG ist die Wiederherstellung der körperlichen und psychischen Gesndheit des Opfers, so dass es ihm wieder möglich ist, ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein. Wie hoch die individuelle Opferentschädigung ist, wird gemäß dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) geregelt.




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Nachrichten zu Opferentschädigung

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Entscheidungen zum Begriff Opferentschädigung

  • BildOLG-CELLE, 22.03.2000, 9 U 184/99
    1. Der Beginn der Verjährung eines nach § 5 OEG i.V.m. § 81a BVG übergegangenen Ersatzanspruchs bestimmt sich nach dem Zeitpunkt, in dem der Kostenträger der Opferentschädigung Kenntnis vom Schadensfall erhalten hat. 2. Die Anforderungen an die Aussagetüchtigkeit eines Zeugen sind im Zivilrechtsstreit anders zu bemessen als dies in...
  • BildHESSISCHES-LSG, 15.02.2006, L 4 VG 14/04
    Dem Opfer einer unter Verwendung eines Messers beigebrachten gefährlichen Körperverletzung ist die Opferentschädigung nicht wegen leichtfertiger Selbstgefährdung (unmittelbares Tatgeschehen - § 2 Abs. 1 Satz 1, 1. Alternative OEG) zu versagen, wenn es, ohne selbst einen objektiven Straftatbestand erfüllt zu haben, zu später Stunde an...
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