Nachlasspfleger

Lexikon | Jetzt kommentieren

Erklärung zum Begriff Nachlasspfleger

Der Nachlasspfleger ist gesetzlicher Vertreter der zukünftigen Erben. Er wird in bestimmten Fällen vom Nachlassgericht bestellt.



Erstellt von JuraforumWiki-Redaktion
Zuletzt editiert von


 
 

Haben Sie Fragen zu diesem Begriff? Stellen Sie eine Frage zu dem Begriff im Forum.


Nachrichten zu Nachlasspfleger

  • BildLeistungsort bei Testamentsvollstreckung und Nachlasspflege (18.06.2008, 15:30)
    Der BFH hat entschieden, dass ein Steuerberater, der als gerichtlich bestellter Testamentsvollstrecker und Nachlasspfleger tätig wird, diese Leistungen umsatzsteuerrechtlich auch dann im Inland ausführt, wenn die Erben nicht in einem Mitgliedstaat...
  • BildLG: Erbenermittler kann eine Vergütung von 20 % des Erbanteils vereinbaren (28.10.2005, 11:05)
    Ein Erbenermittler kann für seine Tätigkeit eine Vergütung von 20 % des Erbanteils vereinbaren und verlangen. Der Erbe, der die Dienstleistung eines Erbenermittlers in Anspruch nimmt, muss Auskunft über den Wert des Erbanteils und den Zeitpunkt...

Entscheidungen zum Begriff Nachlasspfleger

  • BildVG-OSNABRUECK, 18.12.2003, 3 A 20/03
    Beihilfeanspruch als Anspruch des Erben kann nicht durch Nachlasspfleger geltend gemacht werden.
  • BildOLG-CELLE, 30.05.2011, 6 W 120/11
    1. Der Nachlasspfleger und Erbe können die Vergütung des Nachlasspflegers nicht wirksam vereinbaren.2. Der Einwand mangelhafter Amtsführung ist gegenüber der Festsetzung der Vergütung für den Nachlasspfleger durch das Nachlassgericht ausgeschlossen.
  • BildBFH, 03.04.2008, V R 62/05
    Ein Steuerberater, der als Testamentsvollstrecker und als Nachlasspfleger tätig wird, führt diese Leistungen auch dann im Inland aus, wenn die Erben im Drittlandsgebiet wohnen.
  • BildKAMMERGERICHT-BERLIN, 19.06.2001, 1 W 364/01
    Bei einer Prozessführung durch den Nachlasspfleger für unbekannte Erben liegt keine Mehrheit von Auftraggebern vor, selbst wenn außerhalb des Rechtsstreits mehrere Erben ermittelt worden sind.
  • BildOLG-KOELN, 06.08.2007, 2 Wx 14/07
    Die gesetzliche Ausschlussfrist für den Vergütungsanspruch gemäß § 1836 Abs. 2 Satz 4 BGB (in der bis zum 30. Juni 2005 maßgeblichen Fassung) gilt auch für berufsmäßig tätige Nachlasspfleger.
  • BildOLG-KARLSRUHE, 27.06.2007, 7 U 248/06
    Der Nachlasspfleger hat neben der Ermittlung der Erben den Nachlass zu sichern und dazu den Nachlass an sich zu nehmen. Dabei kann er von jedem, der Nachlassgegenstände in Besitz hat, deren Herausgabe verlangen, was dem Nachlasspfleger erst dessen Verwaltung ermöglicht. Deshalb verbietet sich eine entsprechende Anwendung des § 1812 BGB...
  • BildKAMMERGERICHT-BERLIN, 09.09.2005, 1 W 166/05
    1. Die Ausschlussfrist nach § 1836 Abs. 2 Satz 4 BGB (in der bis zum 30. Juni 2005 maßgeblichen Fassung des Betreuungsrechtsänderungsgesetzes vom 25. Juni 1998) gilt auch für Nachlasspfleger. 2. § 56g Abs. 1 FGG begründet keine Verpflichtung des Gerichts, den berufsmäßig tätigen Nachlasspfleger von Amts wegen vor dem Verfall seines...
  • BildHESSISCHES-LSG, 07.05.2013, L 6 SO 93/10
    Der Nachlasspfleger für unbekannte Erben hat keine Vertretungsmacht zur Geltendmachung eines Anspruchs auf Übernahme der Bestattungskosten nach § 74 SGB XII, der an die Sozialhilfebedürftigkeit des zur Tragung dieser Kosten Verpflichteten anknüpft.
  • BildKAMMERGERICHT-BERLIN, 13.10.2005, 1 W 195/05
    1. Die Ausschlussfrist des § 1836 Abs. 2 S. 4 in der bis zum 30. Juni 2005 maßgeblichen Fassung des Betreuungsrechtsänderungsgesetzes vom 25. Juni 1998 (BGBl. I S. 1580) gilt auch für Nachlasspfleger. 2. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Stundensatzhöhe von Betreuern bemittelter Betreuer (vgl. BGB, Beschluss vom 31. August...
  • BildOLG-DUESSELDORF, 01.02.2012, I-3 Wx 172/11
    BGB §§ 1915 Abs. 1 Satz 1, 1835 Abs. 3 BGB Für die Mitwirkung bei einem Geschäft, das nicht von seinem Aufgabenkreis erfasst wird (hier: Durchführung und Überwachung der Erbauseinandersetzung), kann der Nachlasspfleger in dieser Eigenschaft Anwaltskosten nicht im Wege des Aufwendungsersatzes liquidieren. OLG Düsseldorf, Beschluss vom...

Aktuelle Forenbeiträge

  • aushebeln eines Testamentes (28.05.2013, 15:38)
    Frau A heiratet den wesentlich älteren Herrn B. Nach der Hochzeit geht sie alleine zum Notar und errichtet ein notarielles Testament (1.) zu Gunsten Ihres Gatten. Bestimmte Teile ihres Vermögens sollen an Ihre Mutter fallen, wenn sie verstirbt. (Im 2. WK errichtet) Die Kinder Ihres Gatten aus erster Ehe sollen keinesfalls bedacht...
  • Nachlasspfleger (19.12.2011, 15:19)
    Liebe Forumsmitglieder, kennt sich jemand aus im Bereich Nachlasspflege? Welche Rechte und Pflichten hat ein Nachlasspfleger? Wenn beispielsweise eine Pflegschaft durch das zuständige Amtsgericht abgeschlossen/beendet wird und plötzlich taucht noch Geld auf, wohin müsste die Bank das Geld zahlen? An den (ehemaligen) Nachlasspfleger...

Kommentar schreiben

59 - Zwe i =

Bisherige Kommentare zum Begriff (0)

(Keine Kommentare vorhanden)



Fragen Sie einen Anwalt!
Anwälte sind gerade online.
Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.


Nachlasspfleger – Weitere Begriffe im Umkreis

  • Mitvermächtnis
    Vermächtnis, das mehreren Vermächtnisnehmern zugewandt ist.
  • Nacherbe
    Der Rechtsbegriff Nacherbe ist im § 2100 BGB [Bürgerliches Gesetzbuch] legaldefiniert, d.h. seine Definition erfolgt in gesetzlicher Form. Nach § 2100 BGB ist der Nacherbe derjenige, der erst dann Erbe wird, nachdem zuvor eine andere Person...
  • Nacherbfall
    Zeitpunkt, zu dem die Erbschaft vom Vorerben auf den Nacherben übergeht.
  • Nachlass
    Nachlass meint grundsätzlich das Vermögen des Erblassers als Ganzes im Zeitpunkt des Erbfalls (vgl. § 1922 BGB [Bürgerliches Gesetzbuch]) und umfasst dabei sowohl die Aktiva als auch die Passiva. Zum Nachlass können aber auch verschiedene...
  • Nachlassgericht
    Bei dem Nachlassgericht handelt es sich um das Amtsgericht das für die mit einem Erbfall zusammenhängenden Angelegenheiten zuständig ist (sog. Nachlasssachen). Örtlich zuständig ist dabei in Regel das Amtsgericht, in dessen Bezirk der...
  • Nachlassverbindlichkeiten
    Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören die Verbindlichkeiten des Erblassers und die Verbindlichkeiten, die infolge des Erbfalles entstehen und gegen die Erben als solche gerichtet sind, wie z.B. Pflichtteilsansprüche oder Vermächtnisse.
  • Nachlassverwaltung - Antrag
    Die Nachlassverwaltung ist in § 1975 BGB gesetzlich geregelt. Sie ist eine besondere Form der Nachlasspflegschaft. Dabei handelt es sich um eine auf Antrag durch das Nachlassgericht angeordnete Pflegschaft mit dem Ziel der Befriedigung der...
  • Nießbrauch - Erbschaftsteuerreform
    Wenn der Schenker sich oder seinem Ehegatten bei einer Vermögensübertragung ein Nießbrauchsrecht vorbehalten hat, so wurde die Erbschaftsteuer bislang ohne Berücksichtigung des Nießbrauchs festgesetzt, § 25 ErbStG a.F. Allein der auf die...
  • Nottestament
    Grundsätzlich ist es so, dass ein Testament vom Erblasser selbst geschrieben oder vor einem Notar erklärt werden muss. Bei einem Nottestament handelt es sich um eine außerordentliche Form des Testaments, welche nur in Notsituationen zulässig ist....
  • Öffentliches Testament
    Das öffentliche Testament ist ein Testament, das zur Niederschrift eines Notars errichtet wird.

Top Orte der Anwaltssuche zum Rechtsgebiet Erbrecht

Weitere Orte finden Sie unter:

JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.