Minijob (400-Euro-Job)

Lexikon | 1 Kommentar

Erklärung zum Begriff Minijob (400-Euro-Job)

Hinsichtlich einer geringfügigen Beschäftigung (auch Minijob genannt) können generell zwei Arten unterschieden werden. Einerseits die geringfügig entlohnte und andererseits die kurzzeitige Beschäftigung.


Geringfügige Beschäftigungen sind von der Sozialversicherungspflicht befreit, sofern das Arbeitsentgelt monatlich nicht 400 € übersteigt.

Auch wenn Minijobs keine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit darstellen, sind trotzdem seitens des Arbeitgebers pauschal Abgaben zu leisten. Diese setzen sich zusammen aus einer Pauschale für die Krankenversicherung, Rentenversicherung, Abgaben für Kirchen-, Lohn- und Solidaritätszuschlag.

Außerdem müssen insgesamt drei Umlagen gezahlt werden:

Umlage 1 (Aufwendungsersatz für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall), Umlage 2 (Aufwendungsersatz für Mutterschaft beziehungsweise Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft) und Umlage INSO (Insolvenzgeldumlage). Im Gegensatz zu geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen sind kurzzeitige Beschäftigungen zeitlich auf bis zu maximal 50 Arbeitstage in einem Zeitraum von einem Jahr befristet.



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Nachrichten zu Minijob (400-Euro-Job)


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Bisherige Kommentare zum Begriff (1)

Klümpchen  (30.09.2015 20:33 Uhr):
Zählt der Minijob zur "Teilzeit"-Beschäftigung? Gibt es einen Gesetzestext, indem die Antwort hinterlegt ist? In meinem neuen Arbeitsvertrag steht eine Klausel zur Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung. Ich wollte gerne wissen, ob mit diesen zwei Arbeitsmodellen der Minijob ebenfalls abgedeckt wird. Vielen Dank!



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