Lohnfortzahlungsversicherung

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Erklärung zum Begriff Lohnfortzahlungsversicherung

Die Lohnfortzahlungsversicherung ist eine gesetzliche Pflichtversicherung für Arbeitgeber, die unter bestimmten Voraussetzungen zwangsweise durchgeführt wird. Arbeitgeber können gegen Zahlung eines Umlagebeitrags einen Großteil ihrer Aufwendungen im Krankheitsfall ihrer Mitarbeiter (U1-Verfahren) oder ihre Leistungszuschüsse zum Mutterschutz (U2-Verfahren) zurückerstattet bekommen. Als Bemessungsgrundlage für beide Umlagen dient das Bruttoarbeitsentgelt sämtlicher im Unternehmen beschäftigter Mitarbeiter.

Seit dem 01.01.2006 wird die Lohnfortzahlungsversicherung nicht mehr nach dem Lohnfortzahlungsgesetz (LFZG) geregelt, sondern gemäß dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG).




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Entscheidungen zum Begriff Lohnfortzahlungsversicherung

  • BildLSG-BADEN-WUERTTEMBERG, 31.10.2007, L 5 KR 2154/06
    Scheinarbeitsverhältnis, dass nur begründet wurde, um Fördermittel der Bundesagentur verarbeitet für die Beschäftigung von Schwerbehinderten sowie Leistungen aus der Lohnfortzahlungsversicherung und der Zahlung von Krankengeld zu erlangen.
  • BildSG-FRANKFURT-AM-MAIN, 10.11.2006, S 18 KR 520/06 ER
    Die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Zahlung der Umlage nach § 14 Abs. 1 LFZG setzt nicht voraus, dass die bei ihm beschäftigten Arbeitnehmer bei einer Krankenkasse versichert sind, die Schuldnerin des Erstattungsanspruchs des Arbeitgebers nach § 10 Abs. 1 LFZG ist.
  • BildBSG, 27.09.2005, B 1 KR 31/03 R
    1. Arbeitgeber unterliegen auch dann der Umlagepflicht nach dem LFZG, wenn sie neben wenigen Vollzeit- oder Halbtagskräften eine Vielzahl von Arbeitern beschäftigen, deren regelmäßige Arbeitszeit 10 Wochen- oder 45 Monatsstunden nicht überschreitet. 2. § 14 Abs 2 S 4 LFZG ist spätestens mit Inkrafttreten des PflegeVG gegenstandslos...

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