Lebensmittel

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Erklärung zum Begriff Lebensmittel

Lebensmittel werden von Menschen zum Zwecke der Ernährung und/oder des Genusses durch den Mund aufgenommen werden. Dazu gehören Nahrungsmittel, Genussmittel, Lebensmittelzusatzstoffe und Nahrungsergänzungsmittel.

Eine lebensmittelrechtliche Definition liefert die EU-Basis-Verordnung Lebensmittelrecht (VO 178/2002) wie folgt:

Nach der Verordnung Lebensmittelrecht gehören nicht zu den Lebensmitteln:

  • Futtermittel,
  • lebende Tiere, soweit sie nicht für das Inverkehrbringen zum menschlichen Verzehr hergerichtet worden sind,
  • Pflanzen vor dem Ernten,
  • Arzneimittel,
  • kosmetische Mittel,
  • Tabak und Tabakerzeugnisse,
  • Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe,
  • Rückstände und Kontaminanten.

Inhaltsübersicht

  • I. Lebensmittelnährwert
    • Lebensmittel als Energieträger
    • Nicht-energieliefernde Nahrungsbestandteile
      • Substanzen
      • Weitere mögliche Lebensmittelbestandteile
  • II. Der Genusswert
  • III. Die Gruppen von Lebensmitteln
  • IV. Das Lebensmittelrecht
  • V. Die  Vollwerternährung
  • VI. Quellen
  • VII. Verweise
  • Staatliche Stellen oder diesen nahestehend
  •  Interessensverbände
  • Weitere Verweise

I. Lebensmittelnährwert

Der Nährwert ist der zentrale Nutzen von Nahrungsmitteln. Er ist ein Maß, um den physiologischen Brennwert eines Lebensmittels zu qualifizieren und quantifizieren. Meist fasst man unter dem Begriff Nährwert nur den Brennwert, also die dem Körper zur Verfügung gestellte Energie, zusammen.

Lebensmittel als Energieträger

Nahrungsinhaltsstoffe, die dem Körper Energie und zum Teil nach erfolgtem Umbau im Körper auch Bausteine für Wachstum und Körpererneuerung liefern. Zu diesen Grundnährstoffen gehören Proteine, Fette und Kohlenhydrate. Diese Komponenten der einzelnen Lebensmittel liefern dem Körper in erster Linie Energie. Sie werden deshalb auch als Brennstoffe bezeichnet.

  • Kohlenhydrate und Proteine liefern je 17,2 kJ/g und
  • Fette 36,9 kJ/g

Nicht-energieliefernde Nahrungsbestandteile

  • Ballaststoffe, mit hohem unverdaulichen Anteil, wie z. B. Zellulose
  • Mineralstoffe werden vor allem für die Erregungsleitung, Elektrolyte und die Knochenstruktur benötigt.
  • Wasser (H2O) Wasser erfüllt wichtige Transport- und Elektrolytfunktionen in den Zellen und den Blutgefäßen.

Substanzen

Ebenfalls zu den nicht-energieliefernden Nährstoffen zählt man die Wirkstoffe. Sie sind meist essentiell.

  • Vitamine
  • sekundäre Pflanzenstoffe
  • Spurenelemente

Vitamine und Spurenelemente wirken oft als Coenzyme.

Weitere mögliche Lebensmittelbestandteile

  • Aromastoffe

Diese regen den Appetit und die Verdauung an.

  • Geschmackstoffe
  • Lebensmittelzusatzstoffe

II. Der Genusswert

Neben dem Nährwert spielt der Genusswert der Lebensmittel eine wesentliche Rolle. Basis für den Genuss sind neben kulturellen Faktoren auch sensorische Wahrnehmungen mit den menschlichen Sinnen.

III. Die Gruppen von Lebensmitteln

Lebensmittel lassen sich je nach Standpunkt und Zweck der Einteilung gliedern nach Inhaltsstoffen, Verarbeitungsprozessen, Verzehranlass, Kühlungsbedarf u.a.m. Eine häufig anzutreffende Gliederungsart teilt die Lebensmittel nach dem Ursprung der Rohwaren in tierische und pflanzliche sowie sonstige Produkte.

Produkte pflanzlichen Ursprungs

  • Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte
  • Obst
  • Pilze
  • Brot und Backwaren
  • Getreidetrockenprodukte: Mehl, Nährmittel (Reis, Stärke, Grieß, Graupen), Nudeln
  • Pflanzliche Speiseöle und -fette (z.B. Margarine)
  • Süßwaren (Honig, Marmelade, Schokolade, Sirup, Zucker u. a.)
  • Gewürze und Salz (mineralisch)
  • Salzgebäck und Snacks
  • u.a.m.

Produkte tierischen Ursprungs

  • Eier
  • Fleisch und Wurstwaren
  • Milchprodukte (Butter, Joghurt, Käse, Milch, Quark, Sahne, Speiseeis u. a.)
  • Fisch
  • u.a.m.

Getränke

  • Alkoholfreie Getränke: Mineralwasser, Wasser, Erfrischungsgetränke, Säfte, Heißgetränke (Kaffee, Tee, Kakao)
  • Alkoholische Getränke: Bier, Wein und Sekt, Spirituosen, Mischgetränke

Sonstiges

  • Weiterverarbeitete Produkte in Form von Konserven, Fertiggerichten, Convenience-Produkten sowie: Suppen, Saucen, Bouillons

Als Basis für Ernährungsstudien pflegt die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel einen so genannten Bundeslebensmittelschlüssel als Lebensmittelnährwertdatenbank.

IV. Das Lebensmittelrecht

Hauptartikel: Lebensmittelrecht

Das Lebensmittelrecht regelt durch zahlreiche nationale und europäische Gesetze und Verordnungen die Herstellung, die Kennzeichnung und den Verkauf von Lebensmitteln in Deutschland und Europa. Es wird angestrebt, das Lebensmittelrecht EU-weit[1] zu harmonisieren. Die wichtigsten Regelwerke sind:

  • Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB)
  • Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung, (LMKV)
  • Verordnungen des EU-Lebensmittelhygienepaketes[2]; früher: Lebensmittelhygiene-Verordnung, (LMHV)
  • Zusatzstoffzulassungs-Verordnung, (ZZulV)
  • Eichgesetz
  • Regeln "zum Schutz und zur Aufwertung von besonderen Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln mit Herkunftsbezeichnung".
  • Health-Claims-Verordnung
  • Anreicherungsverordnung

V. Die Vollwerternährung

Während das deutsche Lebensmittelrecht nur den Begriff „Lebensmittel“ kennt, wird im Kontext der so genannten Vollwerternährung auf spezielle Weise zwischen Lebens- und Nahrungsmitteln unterschieden. Dort werden als Lebensmittel nur solche Nahrungsmittel bezeichnet, die nicht konserviert und insbesondere nicht über 43 °C erhitzt wurden. Durch das Erhitzen können wichtige Nahrungsbestandteile (wie Vitamine etc.) zerstört werden; das Nahrungsmittel „lebt“ dann nach der Vorstellung der Vollwerternährung nicht mehr und wird deshalb geringerwertig als „Nahrungsmittel“ eingestuft.

VI. Quellen

  1. EU-Basis-Verordnung Lebensmittel-Recht (VO 178/2002)
  2. Verordnungen des EU-Lebensmittelhygienepaketes

VII. Verweise

Staatliche Stellen oder diesen nahestehend

Interessensverbände

Weitere Verweise

 




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