Juristenausbildung

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Erklärung zum Begriff Juristenausbildung

Die deutsche Juristenausbildung beinhaltet zum einen ein Studium der Rechtswissenschaften an einer Universität und zum anderen die anschließende Rechtsreferendariatszeit.

Das Studium

Das Studium der Rechtswissenschaften umfasst in der Regel 8 bis 9 Semester, in denen die Rechtsgebiete Bürgerliches Recht, Strafrecht und Öffentliches Recht behandelt werden. Es wird mit Bestehen des ersten Staatsexamens abgeschlossen. Absolventen des ersten Staatsexamens können danach den Titel Diplom-Jurist (Dipl.-Jur.) beantragen und führen.

Das Rechtsreferendariat

Das Rechtsreferendariat dauert in der Regel 2 Jahre. Wie auch das Studium umfasst es die drei oben genannten Rechtsgebiete. Ziel des Referendariats ist es, neben der weiterführenden theoretischen Ausbildung auch einen Einblick in die praktische Arbeit von Richtern, Staatsanwälten, der Verwaltung und von Rechtsanwälten zu geben. Referendare werden deshalb in so genannten Stationen eingesetzt, wo sie einem Volljurist, der die praktische Ausbildung überwacht, zugewiesen werden.

Für die deutsche Juristenausbildung sind die Voraussetzungen im DRiG und in den Ausbildungsgesetzen sowie -verordnungen der Länder geregelt.

 




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Entscheidungen zum Begriff Juristenausbildung

  • BildVG-FRANKFURT-AM-MAIN, 12.12.2006, 12 E 3403/06
    Die Meldefrist des Art. 3 Abs. 1 des Gesetzes zur Reform der Juristenausbildung vom 11.07.2002 (BfBL I, 2597 ff.) ist eine Ausschlussfrist i.S.d. § 32 Abs. 5 HessVwVfG, so dass eine Wiedereinsetzung nicht statthaft ist.
  • BildNIEDERSAECHSISCHES-OVG, 11.06.2007, 5 LB 32/07
    1. Die Vorabentscheidung über die Feststellung ruhegehaltfähiger Dienstzeiten gemäß § 49 Abs. 2 BeamtVG wird gegenstandslos und erledigt sich nach § 43 Abs. 2 VwVfG "auf andere Weise", wenn ein Zeitbeamtenverhältnis als Stadtrat in Niedersachsen beendet worden ist und der Beamte ohne Unterbrechung in ein neues Zeitbeamtenverhältnis als...
  • BildVGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 13.10.1992, 4 S 1470/91
    1. Auch wenn das gesetzlich nicht geregelte Ausbildungsverhältnis eines in der einstufigen Juristenausbildung nicht als Rechtspraktikant übernommenen Ausländers (sog Praktikantenverhältnis) öffentlich-rechtlicher Natur sein sollte, kann die im Rahmen dieses Ausbildungsverhältnisses ohne Verwaltungsakt gezahlte Ausbildungsbeihilfe im...
  • BildBGH, 18.04.2005, AnwZ (B) 27/04
    a) Zur Finanzierung der anwaltsbezogenen Referendarausbildung dürfen die Rechtsanwaltskammern von ihren Mitgliedern Umlagen erheben. b) Die Rechtsanwaltskammern sind befugt, sich im Rahmen ihrer Mitwirkung nach § 73 Abs. 2 Nr. 9 BRAO auch finanziell an der Ausbildung der Rechtsreferendare zu beteiligen, soweit dadurch die...
  • BildBGH, 26.03.2001, NotZ 21/00
    BNotO § 6 Abs. 3 Satz 1 1. Die bremische Justizverwaltung war befugt, die Auswahlkriterien des § 6 Abs. 3 BNotO auch durch Richtlinien über ein Verfahren zur nachträglichen Ermittlung einer Punktzahl als Note für die Abschlußprüfung derjenigen Notarbewerber zu interpretieren, die die einstufige Juristenausbildung in Bremen durchlaufen...
  • BildNIEDERSAECHSISCHES-OVG, 27.11.2002, 5 LB 114/02
    Bei der persönlichen Ungeeignetheit, die nach § 5 Abs. 1 Satz 2 NJAG der Aufnahme in den juristischen Vorbereitungsdienst entgegensteht, handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, der der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle unterliegt. Unter welchen Voraussetzungen eine durch die Begehung von Straftaten bedingte...
  • BildOVG-BERLIN-BRANDENBURG, 24.10.2013, OVG 12 B 42.11
    Auch ein im Bundesgebiet zugelassener Rechtsanwalt kann sich auf ein anzuerkennendes Sachbescheidungsinteresse an der beantragten Registrierung im Rechtsdienstleistungsregister für den Bereich der Rechtsdienstleistungen im ausländischen Recht berufen. Der Nachweis der für die Registrierung erforderlichen theoretischen Sachkunde ist...
  • BildVG-STUTTGART, 18.09.2013, 12 K 4134/12
    Das sogenannte "Mannheimer Modell" des Jurastudiums in Baden-Württemberg ist verfassungskonform.
  • BildVG-REGENSBURG, 14.02.2013, RO 5 K 12.723
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    Stillstand der Rechtspflege.

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