Individueller Schadenseinschlag

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Erklärung zum Begriff Individueller Schadenseinschlag

Voraaussetzung für den Betrug, welcher gemäß § 263 StGB gesetzlich geregelt wird, ist eine Täuschungshandlung seitens des Täters, welche bei der anderen Person eine  Irrtum hervorruft. Dieser muss wiederum eine Vermögensverfügung zur Folge haben, durch welche ein Vermögensschaden entsteht. Ein solcher Vermögensschaden liegt vor, wenn der wirtschaftliche Wert des betroffenen Vermögens durch die Verfügung des Getäuschten nach objektiven Kriterien geschmälert wird.

Um den entstandenen Vermögensschaden berechnen zu können, wird ein obektiv-individualisierender Maßstab angesetzt. So wird zum einen der Marktwert des betreffenden Vermögenswertes berücksichtigt, zum anderen der sogenannte "individuelle Schadenseinschlag". Dieser ist als der individuell-konkrete Wert für die persönlichen Verhältnisse des Geschädigten anzusehen.




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