Gotteslästerungsparagraph

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Erklärung zum Begriff Gotteslästerungsparagraph

Gemäß § 166 StGB ("Gotteslästerungsparagraph") ist die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen strafbar. Gemäß diesem muss eine Person mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen, die öffentlich oder durch Verbreitung von Schriften den öffentlichen Frieden dadurch stört, dass sie über religiöse oder weltanschauliche Ansichten anderer Personen lästert beziehungsweise den Inhalt dieser Anschauungen beschimpft.

Ebenso strafbar ist es, in der Öffentlicheit oder durch Verbreitung von Schriften eine inländische Kirche oder Weltanschauung friedensstörend zu beschimpfen.

Auffällig an der Formulierung des § 166 StGB ist die Tatsache, dass durch ihn nicht Gott, sondern der öffentliche Frieden geschützt werden soll.




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