Geschwindigkeitsüberschreitung

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Erklärung zum Begriff Geschwindigkeitsüberschreitung

Eine erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung im Straßenverkehr kann gemäß Straßenverkehrsgesetz (StVG) und Bußgeldkatalog (BKatV) sowohl ein Bußgeld als auch, bei schwereren Verstößen, ein zeitlich begrenztes Fahrverbot (1- 3 Monate gemäß §25 StVG) zur Folge haben. In Deutschland wird eine Geschwindigkeitsüberschreitung als Verkehrsordnungswidrigkeit eingestuft. Bei leichteren Verstößen wird normalerweise kein befristetes Fahrverbot verhängt, sondern lediglich ein Verwarn- oder Bußgeld ausgesprochen.

Welche Folgen sind zu erwarten?
Bei Feststellung einer überhöhten Geschwindigkeit ab 21 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften (PKW), werden außerdem noch Punkte in Flensburg fällig. Diese Regelung gilt auch für Tempoüberschreitungen außerhalb geschlossener Ortschaften. Wer mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung ab 31 km/h innerhalb geschlossener Ortschaft erwischt wird, muss zudem mit einem Fahrverbot rechnen. Außerhalb geschlossener Ortschaften sind die Regelungen hierbei etwas weniger streng. Erst ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 41 km/h ist hier mit einem zeitlich begrenzten Fahrverbot zu rechnen.

Nicht angepasste Geschwindigkeit
Doch nicht nur eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit kann Temposündern teuer zu stehen kommen. Auch eine an die Verkehrsverhältnisse nicht angepasste Geschwindigkeit (z.B. bei Nebel oder Glatteis) kann mit 100 € Bußgeld und drei Punkten in Flensburg (Stand 2009) „honoriert“ werden.
Eine übersichtliche Tabelle zum Bußgeldkatalog, Punkten in Flensburg und Fahrverboten finden Sie [URL="http://www.bussgeldkatalog-mpu.de/bussgeld/bussgeldkatalog/geschwindigkeit/index.php"]hier[/URL].



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Häufige Rechtsfragen zum Thema

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    Hallomal angenommen jemand wurde 3 Mal in einer Woche in der Stadt geblitzt, wo der jenige sich nicht auskennt (fast überall 30er Zone ausgeschildert ist). Kann man sein Führerschein verlieren? Hier steht "in so einem Fall sind die innerörtlichen Bußgelder zu... » weiter lesen
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  • Geschwindigkeitsüberschreitung - Schild nicht gesehen - Und nun? Lady62 schrieb am 23.10.2014, 14:51 Uhr:
    Hallo Zusammen,angenommen ein Fahrzeug fährt in der Stadt ganz normal mit 50 km/h und kommt in eine 30er Zone ohne das Schild gesehen zu haben. Das Fahrzeug wird geblitzt...da es ja dort zu schnell war. Die festgestellte Überschreitung sind 21 km/h. Somit 1 Punkt und Bußgeld.Der Fahrzeugführer meint, er konnte das Schild nicht sehen,... » weiter lesen
  • Verwarngeldforderung bei Geschwindigkeitsüberschreitung Millona schrieb am 10.12.2011, 08:45 Uhr:
    Hallo, mal angenommen: Fahrzeughalter bekommt eine Verwarngeldforderung wegen Überschreitung der Geschwindigkeit. Laut Forderung und Foto war der Halter definitiv nicht der Fahrer. Als einziger Fahrer kommt aber an beschriebenen Tag nur die Ehefrau in Frage, die aber nachweisbar den ganzen Tag an einem ca 200 km entfernten Ort mit... » weiter lesen
  • Geschwindigkeitsüberschreitung - Auferlegen eines Fahrtenbuchs mint schrieb am 06.06.2007, 07:37 Uhr:
    Hallo mal angenommen man wird in der Baustelle auf einer Autobahn geblitzt. Es ist 60 km/h ausgeschrieben und man fährt nach Abzügen 27 km/h zu viel, man befindet sich noch in der Probezeit, aber das KfZ ist auf die Mutter oder den Vater geschrieben. Der Zettel der Bußgeldstelle wandert ein. Angenommen die Eltern würden sagen, dass... » weiter lesen
  • Geschwindigkeitsüberschreitung DeVille schrieb am 03.07.2005, 15:14 Uhr:
    Ich habe folgende Fragen zu diesem Sachverhalt. A wurde auf einer Schnellstraße innerorts (elaubtes Tempo 50) mit Tachoanzeige 85 geblitzt. 1. Wie hoch ist die abzuziehende Toleranz (Radar und Tacho)? 2. Welche Maßnahmen muss A erwarten? 3. Im Falle eines Fahrverbotes: Ist es ausreichend einem Fahrverbotes durch erhöte Geldbuße zu... » weiter lesen


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Geschwindigkeitsüberschreitung Urteile und Entscheidungen

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    » OLG-CELLE, 23.05.2006, 14 U 50/05
  • BildZum Vorsatz bei der Geschwindigkeitsüberschreitung.

    » OLG-HAMM, 15.07.2008, 4 Ss OWi 550/08
  • BildSoweit der Senat in der Vergangenheit gefordert hat, dass von einem glaubhaften Geständnis hinsichtlich einer Geschwindigkeitsüberschreitung nur dann die Rede sein könne, wenn der Betroffene die gefahrene Geschwindigkeit durch einen Blick auf den Tachometer im Zeitpunkt der Messung gemessen oder die Überschreitung der Geschwindigkeit...

    » OLG-HAMM, 14.11.2005, 3 Ss OWi 476/05

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