Gegenseitiger Vertrag

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Erklärung zum Begriff Gegenseitiger Vertrag

Bei einem gegenseitigen Vertrag (syllagmatischer Vertrag) handelt es sich um einen Vertrag, bei dem die Pflichten beider Parteien in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis (Synallagma) zueinander stehen. Dies bedeutet, dass die eine Leistung nur um der anderen Willen erbracht werden soll.

Gegenseitige Verträge sind gemäß dem BGB beispielsweise Kaufverträge, Miet- oder Pachtverträge sowie Dienstverträge. Darlehensverträge hingegen zählen nicht zu den gegenseitigen Verträgen, da sie nur einseitig verpflichtend sind.

Verpflichtungen, welche aus einem gegenseitigen Vertrag entstehen, können bis zur Erbringung der Gegenleistung verweigert werden; ein Ausschluss in den AGBs ist nicht gestattet. Diese Verweigerung ist jedoch nur in jenen Fällen möglich, in denen die betreffende Leistung nicht vorleistungspflichtig ist.



 




Mitwirkende/Autoren:
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Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


 
 

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