Familiensachen

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Erklärung zum Begriff Familiensachen

Familiensachen zählen zu der freiwilligen Gerichtsbarkeit und werden gemäß § 111 FanFG definiert. Gemäß diesem werden als Familiensachen angesehen:

  • Ehesachen,
  • Kindschaftssachen,
  • Abstammungssachen, 
  • Adoptionssachen,
  • Ehewohnungs- und Haushaltssachen,
  • Gewaltschutzsachen,
  • Versorgungsausgleichssachen,
  • Unterhaltssachen,
  • Güterrechtssachen,
  • sonstige Familiensachen,
  • Lebenspartnerschaftssachen.

Familiensachen werden grundsätzlich vor dem Familiengericht verhandelt. Als Rechtsgrundlage der Verfahren in Familiensachen sind die § 111 - 270 FamFG sowie das allgemeine Recht der Freiwilligen Gerichtsbarkeit.



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Häufige Rechtsfragen zum Thema

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    Eine Frau ist verheiratet, lernt jedoch einen anderen Mann kennen. Sie trennt sich von ihrem Ehemann und lebt seitdem mit ihrem neuen Partner zusammen. Von ihrem neuen Partner erwartet sie ein Kind. Die Scheidung von ihrem Ehemann läuft schon zu diesem Zeitpunkt und soll bis Oktober 2017 ( Da kommt das Kind zur Welt) längst vollzogen... » weiter lesen
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    Hallo, ich habe jetzt verschiedenen Meinungen dazu gehört.Was ist denn jetzt richtig?Sie haben eine sogenannte Ausfertigung erhalten ?Dann haben Sie kein Urteil, sondern eine Ausfertigung gemäß § 317 (2) ZPO erhalten, wobei dieser Sachverhalt ein Scheinverfahren insb. aus der Sicht der Prozessparteien begründen kann, da es ein... » weiter lesen
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    Man liest immer wieder, dass Verfahren vor dem Sozialgericht oft Jahre dauern.Konstruieren wir mal folgenden Fall:Jemand klagt vor dem Sozialgericht. Im Laufe des Verfahrens werden Gutachterstellungnahmen eingeholt und Vergleichsvorschläge unterbreitet. Die beklagte Behörde erhält diese Unterlagen vom Gericht jeweils mit der Bitte um... » weiter lesen
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    Hallo,folgende Fallannahme:Nehmen wir an, Person B fühle sich so gestalked von Person A, dass B eine einstweilige Verfügung dringend ohne mündliche Verhandlung beantragt gg. A. Nun komme es aber doch zu einer. Wie sieht es dabei hinsichtlich der Beweisführung aus? Angenommen B könne zwar vieles Vorgefallene (wie bereits in der... » weiter lesen
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    Hallo und schönen guten Tag zusammen.Mal angenommen, bei einen laufenden Verfahren bezüglich des Umgangsrechts wechselt das Gericht ohne erkenntlichen Grund den Richter. Der erste Richter, der von Anfang an da war, hat einen vorläufigen Beschluss erlassen welches Besuchskontakte vom Vater zu Sohn regelt. Nach mehreren Monaten ist... » weiter lesen
  • Überhöhte Nebenkostenabrechnung - Grenzziehung reines Zivilrecht vs. Betrug Auror schrieb am 29.04.2008, 23:50 Uhr:
    Hallo zusammen! Folgenden Fall aus dem Mietrecht, über dessen mögliche Auswirkungen strafrechtlicher Art ich mir noch nicht im Klaren bin, möchte ich zur Diskussion stellen: Mieter M bewohnt eine Wohnung in einem 2-Familienhaus. Der Vermieter V bewohnt nicht die zweite Wohneinheit. Dem M geht nun eine Nebenkostenabrechnung für 2006 im... » weiter lesen
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    Guten Tag, die Zuständigkeit der Gerichte ist ja nach Gerichtsverfassungsgesetz, 3. Titel - Amtsgerichte (§§ 22 - 27) und 5. Titel - Landgerichte (§§ 59 - 78) geregelt. Zum Thema "Schenkung" heißt es: § 531 Widerrufserklärung (1) Der Widerruf erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Beschenkten. (2) Ist die Schenkung widerrufen, so... » weiter lesen
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    Hi leute, meine frage ist folgende.... ab wann darf man heiraten? Es muss nichtmal rechtskräftig sein oder so. Aber ab wann darf man entscheiden ob man heiraten möchte oder nicht, nicht irgendwann mal sondern vielleicht in einem, zwei monate? Würde mich über antworten freuen MFG Salomon » weiter lesen


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