Familiengericht

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Erklärung zum Begriff Familiengericht

Das Familiengericht ist entgegen mancher Vorstellung kein eigenständiges Gericht. Es ist vielmehr eine Abteilung innerhalb des Amtsgerichtes. Großer Unterschied zu den anderen „Gerichten“ ist, dass eine Entscheidung eines Familiengerichtes lediglich durch ein Beschluss ergeht und nicht durch ein sonst gewöhnliches Urteil.

Das Familiengericht ist ausschließlich für familienrechtliche Problem zuständig. Bei der Entscheidungsfindung ist in der Regel ein Einzelrichter zuständig und keine weiteren Schöffen. Eine Anwaltspflicht besteht in der ersten Instanz nicht, allerdings ist es ratsam sich von einem Anwalt vertreten zu lassen. Ein Anwaltszwang besteht erst bei dem Familiensenat, der die nächst höhere Instanz ist.




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Nachrichten zu Familiengericht

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Entscheidungen zum Begriff Familiengericht

  • BildOLG-SCHLESWIG, 06.01.2003, 2 W 220/02
    Für Schadensersatzansprüche wegen Nichterfüllung titulierter Hausratsherausgabeansprüche ist das Familiengericht zuständig.
  • BildSAARLAENDISCHES-OLG, 14.11.2008, 9 W 257/08 - 5
    Zur Auslegung eines vom Familiengericht abgeschlossenen Vergleichs zur Übertragung eines hälftigen Miteigentumsanteils an einem Hausanwesen.
  • BildOLG-SCHLESWIG, 31.03.2008, 8 WF 41/08
    Die Bestimmung des Bezugsberechtigten für das Kindergeld erfolgt durch das Vormundschaftsgericht, nicht durch das Familiengericht.
  • BildOLG-KOBLENZ, 25.09.2006, 11 WF 490/06
    Zur Vollzugsfähigkeit einer vergleichsweise vereinbarten und vom Familiengericht gebilligten Umgangsverpflichtung des Kindesvaters.
  • BildSAARLAENDISCHES-OLG, 14.11.2008, 9 W 257/08
    Zur Auslegung eines vom Familiengericht abgeschlossenen Vergleichs zur Übertragung eines hälftigen Miteigentumsanteils an einem Hausanwesen.
  • BildBGH, 11.05.2005, XII ZB 120/04
    Zur Bedeutung eines Beschlusses, mit dem das Familiengericht eine von den Eltern getroffene Umgangsregelung bestätigt.
  • BildOLG-NAUMBURG, 16.10.2001, 8 UF 87/01
    Die Zustellung des Antragsschrift an einen nicht bei diesem Familiengericht postulationsfähigen Anwalt kann das Ende der Ehezeit nicht herbeiführen.
  • BildKG, 15.11.2012, 17 WF 305/12
    1. Ein Beschluss, mit dem ein laufendes (Sorgerechts-)Verfahren vom Familiengericht wegen Unzuständigkeit an das (örtlich) zuständige Familiengericht verwiesen wird, ist nicht anfechtbar. 2. Zur Frage der Begründung eines neuen gewöhnlichen Aufenthalts.
  • BildOLG-NAUMBURG, 19.03.2009, 3 WF 55/09
    Wird ein negativer Prozesskostenhilfe-Beschluss in der Beschwerde aufgehoben und das Verfahren zur erneuten Prüfung und Entscheidung an das Familiengericht zurückverwiesen, hat das Familiengericht durch eine Erstentscheidung über den Antrag zu entscheiden, gegen den dann ggf. die Beschwerde zulässig ist.
  • BildBGH, 24.10.2001, XII ZB 88/99
    Zu den Voraussetzungen, unter denen das Familiengericht die Einwilligung des nicht sorgeberechtigten Elternteils in die Einbenennung ersetzen kann.

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Bisherige Kommentare zum Begriff (1)

BetrogenermannHH  (14.12.2015 05:12 Uhr):
Angenommen mann D erwischt seine Freundin T wie sie ihm betrügt nach dem streit und Trennung will T wegziehen .D weiß das T öfters die kinder alleine ganze Nacht alleine lässt .und hat nun die sorge wenn T wegzieht auch wieder passiert ,aber er dann nicht da ist auf die kinder auf zupassen,T hat schon gesagt das sie wegzieht und dann sieht er sein leiblichen Sohn kaum noch. T hat Sohn 14,Tochter 12,und den Sohn von D 6 Jahre alt. T ist überfordert und wahr schon in der Behandlung wegen physischen Krankheit Borderline,die sie nach der Entlassung aus UKE ,weiter beim Psychologen weiter behandeln sollte aber sie nie weiter gemacht hat und es noch schlimmer geworden ist ,sie ist überfordert und lässt sich nichts sagen,es ist schon oft vorgekommen das die kinder auf sich gestellt wahren und alleine sich anziehen mussten und ohne Brot zu schule gegangen sind, D arbeit als Sicherheit mann und er hat schon sein job gekündigt wo er schon 2,5 Jahre gearbeitet hat und eine neue arbeit angenommen hat wo er von 19-7 Uhr arbeitet nur das er sicher geht das sein Sohn ordentlich angezogen ,mit Schulbrot und pünktlich zu schule kommt,D liebt sein sohn über alles und hat nun sorge wenn T wegzieht ihn nicht mehr sehen kann und das sein sohn abrutscht in der schule weil der kleine ein Papa Kind ist , T ist überfordert und nicht zuverlässig hat angst um die kinder . sie haben zwar geteiltes Sorgerecht aber T verbietet öfters ihn zusehen , was kann D dagegen tun das sie weg zieht und hat er Schanzen das der Sohn bei ihn wohnt???



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