Erbersatzanspruch

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Erklärung zum Begriff Erbersatzanspruch

Alss "Erbersatzanspruch" wird ein spezieller Erbanspruch bezeichnet, den nichteheliche Kinder innehaben. 

Erbansprüche wurden durch das Kindschaftsreformgesetz aus dem jahre 1998 reformiert, welches besagt, dass nichteheliche Kinder ehelichen Kindern gleichgestellt werden, also dieselben Erbansprüche beim Tod ihres Vaters inne haben.

Bis dato war es so, dass nichteheliche Kinder ausschließlich einen Erbanspruch gegenüber ihrer Mutter un deren Verandten innehatten. Der Erbanspruch gegenüber ihres Vaters war so geregelt, dass sie zwar grundsätzlich erbberechtigt waren, aber in jenen Fällen, in denen eheliche Kinder und/oder eine Ehefrau hinterblieben waren, nur den Erbersatzanspruch besaßen. Dieser besagte, dass das Erbe wertmäßig zwar identisch war, die nichtehelichen Kinder aber nicht Teil der Erbengemeinschaft waren. Demzufolge hatten sie kein Mitspracherecht darüber, was mit dem Erbe geschehen sollte.




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