Was versteht man unter einer einvernehmlichen Scheidung?

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Erklärung zum Begriff Einvernehmliche Scheidung

Voraussetzungen für eine einvernehmliche Scheidung. (© kmit - Fotolia.com)
Voraussetzungen für eine einvernehmliche Scheidung. (© kmit - Fotolia.com)

Eine Scheidung ist meist für beide Parteien ein nervenaufreibender Vorgang, der gleichermaßen Zeit und Geld kostet. Für Paare, die es sich hier einfacher machen möchten und für die die Fronten weitestgehend geklärt sind, kommt daher auch die einvernehmliche Scheidung in Frage.

Diese lässt sich schneller abwickeln und spart auch Kosten, da beide Seiten nur auf einen gemeinsamen Anwalt zurückgreifen.

Die einvernehmliche Scheidung: so kann man sich schnell scheiden lassen!

Allein der Zeitfaktor spricht bereits für eine einvernehmliche Scheidung. Während eine Scheidung, bei der noch verschiedene Punkte wie etwa Unterhalt oder Zugewinnausgleich zu klären sind, schon gut und gerne einmal mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann, dauert eine herkömmliche einvernehmliche Scheidung mit Versorgungsausgleich etwa ein halbes Jahr bis 12 Monate. Wird kein Versorgungsausgleich durchgeführt, kann eine einvernehmliche Scheidung sogar in etwa drei Monaten über die Bühne gebracht werden.

Mit einer einvernehmlichen Trennung werden also vor allem die Paare angesprochen, die die Konsequenzen der Scheidung und die damit einhergehenden Folgen für sich geklärt haben und dieses Lebenskapitel nun abschließen möchten, um einen neuen Lebensabschnitt zu starten, ohne sich mitunter jahrelang mit einem Scheidungsverfahren auseinandersetzen zu müssen.

Doch auch die einvernehmliche Scheidung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Prinzipiell herrscht Anwaltszwang

Das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit sieht in § 114 prinzipiell einen Anwaltszwang bei einer Scheidung vor. Detailliert heißt es dort in Absatz 1: Vor dem Familiengericht und dem Oberlandesgericht müssen sich die Ehegatten in Ehesachen und Folgesachen und die Beteiligten in selbstständigen Familienstreitsachen durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen.“ Prinzipiell muss also ein Anwalt den Scheidungsantrag beim zuständigen Familiengericht einreichen.

Anwaltstipp: Bei einer einvernehmlichen Scheidung reicht es jedoch durchaus aus, nur einen gemeinsamen Anwalt zu beauftragen. Das spart vor allem Kosten!

Die Scheidungsfolgenvereinbarung

Bei einer Scheidungsfolgenvereinbarung handelt es sich um eine zwischen den Ehepartnern festgelegte Vereinbarung. Die Ehepartner wollen sich scheiden lassen und Regelungen hinsichtlich verschiedener Scheidungsfolgen festlegen. Zu den Scheidungsfolgen gehören alle Angelegenheiten, die im Zuge einer Scheidung zu regeln sein könnten. Daher kann eine Scheidungsfolgenvereinbarung aufgesetzt werden. In dieser lässt sich festlegen, welche Rechte und Pflichten jeweils auf die beiden Parteien zukommen, zum Beispiel die Zahlung von Betreuungsunterhalt.

So muss es nicht erst zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen. Wichtig ist dabei, dass beide Ehepartner dazu bereit sind, Kompromisse einzugehen, um die Scheidung einvernehmlich zu gestalten. Wer hier darauf abzielt, nur seinen eigenen Vorteil durchzusetzen, ausschließlich Forderungen stellt und vollumfänglich auf seinem Recht besteht, legt für eine einvernehmliche Scheidung unnötige Steine in den Weg, so dass sich die Parteien letzten Endes vor dem Familiengericht wiedersehen. Die Frage nach der Schuld an der Scheidung, ist nicht relevant. Die Ehe ist gescheitert und nun sollte es allein darum gehen, diesen Abschnitt hinter sich zu lassen und neue Lebensperspektiven zu schaffen. Eine Scheidungsfolgenvereinbarung kann hierfür den Weg ebnen.

Die Anforderungen an eine Scheidungsfolgenvereinbarung

Der antragstellende Ehepartner erklärt im Scheidungsantrag, dass beide Parteien bestimmte Regelungen getroffen haben, was das Sorge- und Umgangsrecht, die Unterhaltsverpflichtung gegenüber den gemeinsamen Kindern und die Rechtsverhältnisse an Wohnung und Hausrat angeht. Das Gericht wird sich dann nicht weiter mit diesen Folgesachen befassen. Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Scheidungsfolgesachen, die offiziell dokumentiert werden sollten.

Zum Beispiel was den Zugewinnausgleich oder die Vermögensübertragung von Immobilien angeht. Bei einer solchen Vereinbarung genügt es nicht, sich nur mündlich oder rein privatschriftlich zu einigen. Vielmehr sollte man sich an einen Notar wenden, um die Scheidungsfolgenvereinbarung notariell beurkunden zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass darin festgelegte Ansprüche auch wirklich durchgesetzt werden können und auch vollstreckbar sind. Die Notarurkunde wird dann zusammen mit dem Scheidungsantrag beim Gericht eingelegt. Auch über diese Scheidungsfolgen wird dann nicht mehr verhandelt.

Anwaltstipp: Wer nicht zum Notar gehen möchte, kann im Rahmen des Scheidungstermins die Vereinbarung auch durch den Familienrichter protokollieren lassen.

Die Voraussetzungen für eine einvernehmliche Scheidung

Um eine einvernehmliche Trennung durchlaufen zu können, müssen bestimmte Scheidungsfolgen geklärt sein. Zunächst muss das Trennungsjahr bereits vorbei sein. Das heißt, beide Ehepartner müssen seit mindestens einem Jahr bereits getrennt leben. Eine vorzeitige Scheidung ist nur in Härtefällen möglich.

Zudem muss eine Vereinbarung darüber vorliegen, ob ein Trennungsunterhalt bzw. ein nachehelicher Unterhalt gezahlt werden soll. Wenn dies der Fall ist, muss geregelt sein, in welcher Höhe Unterhalt zu zahlen ist oder ob sich beide Eheleute darauf einigen, gegenseitig auf Unterhaltsansprüche zu verzichten. Sind gemeinsame Kinder vorhanden, müssen die Ehepartner schon im Vorfeld geklärt haben, wie das Sorgerecht gestaltet werden soll, wie sie das Umgangsrecht handhaben wollen und in welcher Höhe Kindesunterhalt gezahlt werden soll.

Zu den weiteren Voraussetzungen einer einvernehmlichen Scheidung mit nur einem gemeinsamen Anwalt gehört auch die Aufteilung des gesamten Hausrats zwischen den Ehepartnern und die Einigung darüber, wer in der vormals gemeinsamen Wohnung wohnen bleibt oder ob es zu einer Auflösung der Ehewohnung kommen soll. Prinzipiell ist die Konstellation der einvernehmlichen Scheidung also wörtlich zu verstehen. Nur wenn beide Ehepartner die Fronten schon geklärt haben und eine gemeinsame Einigung erzielt wurde, wird es genügen, einen gemeinsamen Anwalt für die Scheidung zu beauftragen, der den Scheidungsantrag einreicht. Sobald sich die Parteien uneinig sind und Ansprüche gerichtlich durchsetzen wollen, ist eine einvernehmliche Trennung nicht mehr gegeben.

Anwaltstipp: Der Scheidungsantrag kann bereits kurz vor Ablauf des Trennungsjahres bei Gericht eingereicht werden!

Einen einvernehmlichen Scheidungsprozess mit nur einem Rechtsanwalt durchlaufen

Das deutsche Scheidungsrecht sieht vor, dass wenigstens einer der Ehepartner einen Rechtsanwalt hinzuzieht, der seine rechtlichen Interessen vertritt und den Scheidungsantrag beim Familiengericht einreicht. Die andere Partei kann nun davon absehen, einen eigenen Rechtsanwalt zu beauftragen, um Scheidungskosten zu sparen. Dafür muss aber zum einen Einigkeit bezüglich der Scheidung bestehen. Zum anderen müssen die genannten Scheidungsfolgen geklärt sein und zwar rechtsverbindlich.

Der Ehepartner, der auf einen eigenen Rechtsbeistand verzichtet hat, stimmt dann dem Scheidungsantrag vor Gericht nur noch zu. Hierzu heißt es auch in § 114 FamFG in Absatz 4 Nr. 3 ausdrücklich: „Der Vertretung durch einen Rechtsanwalt bedarf es nicht für die Zustimmung zur Scheidung […].“

Wer muss für die Anwaltskosten der Scheidung aufkommen?

Beauftragen die Ehepartner einen gemeinsamen Anwalt, das Scheidungsverfahren für sie durchzuführen, stellt sich natürlich auch die Frage, wer nun die Anwaltskosten zu tragen hat. Klar ist, dass durch einen gemeinsamen Anwalt deutlich an Scheidungskosten gespart werden kann. Die Höhe der Vergütung des Rechtsanwalts richtet sich dabei nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Sind sich die Ehegatten darüber einig, können die Kosten für den gemeinsamen Anwalt sogar geteilt werden.

Halbiert werden generell auch die Gerichtskosten, die bei einer Scheidung entstehen und deren Höhe sich nach dem Streit- bzw. Verfahrenswert richtet. Bei einer einvernehmlichen Scheidung werden diese aber auch entsprechend geringer ausfallen als bei einem üblichen Scheidungsverfahren, bei dem sich die Ehepartner im Vorfeld noch nicht über die wichtigsten Punkte geeinigt haben. Denn bei einer streitigen Scheidung werden Folgesachen wie zum Beispiel Zugewinnausgleich und Unterhalt verhandelt. Jede Folgesache hat dabei ihren eigenen Streitwert, der bei der Berechnung der Anwalts- und Gerichtsgebühren berücksichtigt wird. Bei einer einvernehmlichen Scheidung lassen sich diese Kosten sparen.

Einvernehmliche Scheidung vs. streitige Scheidung

Sollten Fragen aufkommen, die sich mit über die Scheidung und den Versorgungsausgleich hinausgehenden Themen befassen, kommt es hier im Scheidungsverfahren nur zu einer Entscheidung, wenn zuvor ein eine entsprechende Beantragung erfolgte. Beide Parteien müssen auch die Folgesachen geklärt haben.

Sind sich die Ehepartner beispielsweise noch nicht einig darüber, wie sich das Sorgerecht für die Kinder ausgestalten soll oder herrscht noch Uneinigkeit über den Unterhalt, kann man nicht mehr von einer einvernehmlichen Scheidung ausgehen, sondern spricht von einer streitigen Scheidung. Das Recht auf einen gemeinsamen Anwalt entfällt dann. Beide Eheleute müssen in diesem Fall jeweils einen eigenen Rechtsbeistand hinzuziehen.

Wann von einer einvernehmlichen Scheidung abzuraten ist

Die Vorteile einer einvernehmlichen Scheidung liegen auf der Hand. Doch nicht immer ist diese Vorgehensweise empfehlenswert. Kommen die Ehepartner hier auf keinen gemeinsamen Nenner, was die einvernehmlich zu regelnden Punkte angeht, ist von einer einvernehmlichen Scheidung abzuraten. Dasselbe gilt auch dann, wenn ein größeres Vermögen vorhanden ist oder wenn einer der Ehegatten im Vergleich zum anderen geschäftlich eher unerfahren ist. Dann ist es besser, wenn jede Seite einen Anwalt beauftragt, der die jeweiligen Interessen seines Mandanten durchsetzt.

Einvernehmliche Scheidung - Zusammenfassung

  • Voraussetzung ist der Ablauf des Trennungsjahres
  • Kein Anwaltszwang für beide Ehepartner, es genügt, einen gemeinsamen Anwalt zu beauftragen. Dieser stellt den Scheidungsantrag.
  • Es wird eine Scheidungsfolgenvereinbarung aufgesetzt, die alle wichtigen Scheidungsfolgen für beide Parteien regelt
  • Eine einvernehmliche Scheidung ist nur möglich, wenn zwischen den Ehepartner eine Einigung über wichtige Punkte wie Unterhalt, Umgangsrecht, Vermögensaufteilung usw. erzielt wurde
  • Die einvernehmliche Scheidung lässt sich in der Regel deutlich schneller abwickeln als eine streitige Scheidung und ist unter Umständen schon in weniger als sechs Monaten erledigt


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Häufige Rechtsfragen zum Thema

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    Hallo nettes Forum,ich bin relativ neu hier und habe folgende Frage zum o.g. Thema.Folgendes Fallbeispiel:F und M wollen sich scheiden lassen und die Scheidungwurde bereits bei Gericht durch den Anwalt von F, da sich F alleine anwaltlich vertreten lässt, eingereicht. Im Scheidungsantrag steht, dass der Versorsgungsausgleich... » weiter lesen
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    Hallo, mal angenommen es ist folgender Fall: A und B sind beide Studenten und verheiratet. Jetzt hat Frau B einen Liebhaber und will auswandern. Um alles einfacher und stressfreier zu machen wird eine einvernehmliche Scheidung angestrebt. Vermögenswerte, wer was behalten darf etc. ist alles bereits geklärt. Nun kommt die Frage auf... » weiter lesen
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    Hallo, nur mal angenommen dass ... ... sich ein Ehepaar nach einjährigem Trennungsjahr scheiden lassen will und die Ehefrau über ihren Anwalt den entsprechenden Antrag ans Familiengericht stellt. Im Schrieb des Anwalts steht dass die Antragsstellerin davon ausgeht, "dass der Antragsgegner dem Scheidungsantrag zustimmen wird" - was er... » weiter lesen
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    hallo, zum fiktiven Fall: Ein Ehepaar trennt sich nach langer Ehedauer. Das Trennungsjahr ist beendet, doch es ist keine einvernehmliche Scheidung. Es ist noch nichts geregelt, Unterhalt der minderjährigen Kinder, Betreuungsunterhalt, Nachehelicher Unterhalt, Zugewinn oder Versorgungsausgleich. Die Ehefrau stimmt dem... » weiter lesen
  • Aufenthaltsbestimmungsrecht bagwan schrieb am 08.02.2009, 13:49 Uhr:
    Eine Frage im Sinne von Kindeswohl. Nach welchen Erkenntnissen wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht an einem Elternteil zugesprochen? Reicht es als Begründung: Das Kind lebt bei A, also bekommt A das ABR weil dies das istzustand der Dinge regelt! Oder bedarf dafür wichtigere Gründen die vom Gericht geprüft werden müssten? Die Frage... » weiter lesen


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75 + S _echs =
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.
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