Ehezeit

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Erklärung zum Begriff Ehezeit

Die Bestimmung der Ehezeit ist besonders wichtig für die Berechnung des Versorgungsausgleiches im Falle einer Scheidung. Je länger die Ehe bestanden hat, desto größer ist dieser Ausgleich.

Die Ehezeit nach § 3 des Versorgungsausgleichsgesetzes beginnt mit dem 1. Tag des Monats, in dem die Ehe geschlossen wurde und endet am letzten Tag des Monats vor Zustellung des Scheidungsantrags an den Ehegatten, § 3 Abs. 1 Versorgungsausgleichsgesetz.




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Erstellt von , 03.12.2010 10:13
Zuletzt editiert von Gast, 07.11.2012 17:38


 
 

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Entscheidungen zum Begriff Ehezeit

  • BildOLG-HAMM, 30.09.2010, II-11 UF 119/10
    Eine Kürzung des Versorgungsausgleichs kommt bei langer Ehezeit grundsätzlich nicht in Betracht, selbst wenn die Trennungszeit ein Viertel der Ehezeit ausmacht.
  • BildOLG-FRANKFURT, 15.01.2002, 6 UF 85/01
    Zur Berechnung einer Richterversorgung, wenn die Ehegatten eine von der Ehezeit abweichenden früheren Endstichtag vereinbart haben.
  • BildOLG-FRANKFURT, 22.05.2006, 6 UF 225/05
    Bei fortdauernder Betriebszugehörigkeit am Ende der Ehezeit ist die zeitratierliche Berechnung nach § 1587a Abs. 2 Nr. 3a BGB auch dann durchzuführen, wenn durch Satzungsänderung nach Ende der Ehezeit für die Zukunft geringere Anwartschaften zu erwarten sind.
  • BildOLG-OLDENBURG, 23.02.2005, 3 UF 3/05
    Hat ein Ehegatte am auf das Ende der Ehezeit gemäß § 1587 Abs. 2 BGB folgenden Monatsersten Geburtstag, so ist als "Lebensalter zum Ende der Ehezeit" im Sinne der Tabellen zur Barwertverordnung sein bisheriges Lebensalter anzusehen.
  • BildOLG-NAUMBURG, 16.10.2001, 8 UF 87/01
    Die Zustellung des Antragsschrift an einen nicht bei diesem Familiengericht postulationsfähigen Anwalt kann das Ende der Ehezeit nicht herbeiführen.
  • BildOLG-NAUMBURG, 04.08.2006, 4 UF 11/06
    Systemangleichende Umrechnungen haben immer die aktuelle BarwertVO zugrunde zu legen. Es kommt also nicht auf das Ende der Ehezeit an.
  • BildOLG-ZWEIBRüCKEN, 03.07.2006, 2 UF 69/06
    Eine Vereinbarung, mit der die beteiligten Eheleute die während eines Teils der Ehezeit erworbenen Anrechte vom Versorgungsausgleich ausnehmen wollen, ist wirksam, wenn der sich danach zugunsten des Berechtigten ergebende Ausgleich geringer ist, als der auf die gesamte Ehezeit entfallende Ausgleichsbetrag.
  • BildOLG-FRANKFURT, 07.06.2006, 6 UF 225/05
    Bei fortdauernder Betriebszugehörigkeit am Ende der Ehezeit ist die zeitratierliche Berechnung nach § 1587 a Abs. 2 Nr. 3 a BGB auch dann durchzuführen, wenn durch Satzungsänderung nach Ende der Ehezeit für die Zukunft geringere Anwartschaften zu erwarten sind.
  • BildOLG-KARLSRUHE, 06.12.2010, 5 WF 234/10
    Nach § 50 FamGKG ist die Festsetzung eines Verfahrenswerts auch dann geboten, wenn wegen der Kürze der Ehezeit ein Versorgungsausgleich nach § 3 Abs. 3 VersAusglG nicht durchgeführt.
  • BildOLG-FRANKFURT, 19.11.2004, 5 UF 165/01
    Zum Ausgleich eines Versorgungsanrechts der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes, dessen dauerhafter Bezug nach Ende der Ehezeit vor Vollendung des 65. Lebensjahres beginnt.

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