Ehegattennamensrecht

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Erklärung zum Begriff Ehegattennamensrecht

Als "Ehegattennamensrecht" werden jene Möglichkeiten von Namensführung definiert, welche Ehepartner nach der Eheschließung inne haben. Dabei ist zu beachten, dass es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Zeitpunkt gibt, an dem sich die Ehegatten für eine Namensführung entscheiden müssen. Ist die Entscheidung aber erst einmal gefallen, ist sie unwiderruflich.

Die Eheleuten können einen gemeinsamen Ehenamen tragen; dieser kann sowohl der Geburtsname der Frau, als auch der Geburtsname des Mannes sein.

Derjenige Ehepartner, dessen Namen nicht zum Ehenamen genommen wird, kann seinen Geburtsnamen dem Ehenamen voran- oder hintenanstellen. Dies ist jedoch nur in jenen Fällen möglich, in denen der Ehename nicht ohnehin schon aus mehreren Namen besteht.

Stirbt ein Ehepartner, oder kommt es zur Scheidung, so kann der hinterbliebene Ehepartner wieder seinen Geburtsnamen annehmen oder jenen Namen, den er bis zur Eheschließung geführt hat. Auch darf er seinen Geburtsnamen wieder an den Ehenamen anhängen.




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