Druckkündigung

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Erklärung zum Begriff Druckkündigung


Eine Druckkündigung liegt vor, wenn der Arbeitgeber zunächst eine Kündigung nicht beabsichtigt, sich jedoch dem Druck von Seiten der Kundschaft oder der Belegschaft beugt.

An die Wirksamkeit einer Druckkündigung sind hohe Anforderungen zu stellen (ArbG Hamburg vom 23.2.2005, Az. 18 Ca 131/04).

Opfer können sowohl Vorgesetzte als auch Mitarbeiter, die zu (politischen oder religiösen) Minderheiten gehören, sein. Diese Art der Kündigung wird von der Rechtsprechung nur in engen Grenzen zugelassen. Sie wird ausgesprochen, wenn schwere wirtschaftliche Schäden zu erwarten sind und nach Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel der Druck nicht nachlässt.

Siehe auch: Mobbing




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Nachrichten zu Druckkündigung


Entscheidungen zum Begriff Druckkündigung

  • BildARBG-HAMBURG, 23.02.2005, 18 Ca 131/04
    1. Bei einer sexuellen Belästigung hat die Arbeitgeberin vor Ausspruch einer Kündigung nach allgemeinen kündigungsrechtlichen Grundsätzen und § 4 Ziffer 1 BeschäftigtenschutzG zu prüfen, ob als mildere Maßnahme der Ausspruch einer Abmahnung in Frage kommt. 2. Eine (echte) Druckkündigung setzt voraus, dass sich die Arbeitgeberin...
  • BildARBG-WUPPERTAL, 13.12.2007, 1 Ca 1469/07 v
    1. Eine fristlose Kündigung wegen der Bedrohung von Arbeitskollegen setzt zumindest dann eine vorherige Abmahnung voraus, wenn es bereits in der Vergangenheit zu ähnlichen Äußerungen gekommen ist, auf die der Arbeitgeber lediglich mit einer Ermahnung reagiert hat. 2. Eine Druckkündigung ist dann nicht gerechtfertigt, wenn der...
  • BildLAG-KOELN, 11.12.2009, 11 Sa 96/09
    1) Es fehlt es an einem endgültigen Entschluss zur Betriebsstilllegung, wenn der Arbeitgeber im Zeitpunkt der Kündigung noch in Verhandlungen über eine Veräußerung des Betriebs steht. Ist jedoch im Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung die Betriebsstilllegung endgültig geplant und bereits eingeleitet, behält sich der Arbeitgeber aber...
  • BildLAG-HAMM, 11.07.2013, 16 Sa 104/13
    Wird im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags als persönliche Voraussetzung für die Beschäftigung von Arbeitnehmern des Auftragnehmers in Justizvollzugsanstalten ein Höchstalter von 62 bzw. 63 Jahren vorgeschrieben, so hat die darin liegende Altersdiskriminierung nicht die Unwirksamkeit der Vertragsklausel nach § 134 BGB zur Folge. Ein...
  • BildARBG-AACHEN, 22.02.2013, 6 Ca 3662/12
    "1.Die Klausel in einem Arbeitsvertrag mit einem Profifussballtrainer, wonach dieser im Falle der Kündigung eine Abfindung unter gleichzeitigem Verzicht auf Erhebung der Kündigungsschutzklage erhält, ist unwirksam 2.Die Anforderungen an eine personen- und/oder verhaltensbedingte Kündigung sind gegenüber einem Profifussballtrainer...
  • BildLAG-KOELN, 22.11.2012, 6 Sa 760/12
    Bei andauernder Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung ist der mit der Kündigungsschutzklage verfolgte Weiterbeschäftigungsanspruch als derzeit unbegründet abzuweisen.
  • BildHESSISCHES-LAG, 06.11.2012, 19 Sa 39/12
    Der Erfolg im Kündigungsschutzprozess setzt voraus, dass zum Zeitpunkt der Kündigung ein Arbeitsverhältnis besteht. Die Kündigung eines Betriebsveräußerers nach Betriebsübergang geht zwar mangels bestehenden Arbeitsverhältnisses ins Leere, eine gleichwohl erhobene Kündigungsschutzklage ist aber unbegründet. Dem Übergang eines...

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