Deutsche Grenzpolizei

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Erklärung zum Begriff Deutsche Grenzpolizei

Die Deutsche Grenzpolizei (DGP) war eine bewaffnete und militärisch organisierte Formation des DDR-Innenministeriums zum Schutz der Staatsgrenze, vorrangig zu Westdeutschland.

Die DGP wurde am 1. Dezember 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone gegründet und unterstand bis zur Gründung der DDR der Deutschen Verwaltung des Innern (DVdI). In den 1950er Jahren unterstand die DGP kurzzeitig dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Kurz nach Schließung der Grenze zu Berlin (West) ("Mauerbau") am 13. August 1961 wurde die DGP der Kommandogewalt des Ministeriums für Nationale Verteidigung unterstellt. Es erfolgte die Umwandlung in militärische Verbände. Diese trugen zunächst die Bezeichnung "Grenztruppen der NVA". Um eine Einbeziehung in Abrüstungsverhandlungen zu verhindern, erfolgte später die Umbenennung in Grenztruppen der DDR, womit die DDR-Machthaber zum Ausdruck bringen wollten, dass es sich nicht um einen Teil der NVA handele.


Literatur

Diedrich/Ehlert/Wenzke (Hg.): Im Dienste der Partei. Handbuch der bewaffneten Organe der DDR. Chr. Links, Berlin 1998




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