Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

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Erklärung zum Begriff Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

In Bonn befindet sich, als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Sie wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2005 durch das Gesetz zur Gründung einer Bundesanstalt für Immobilienaufgaben errichtet. Gleichwohl scheint einiges an ihr bekannt und vertraut, da sie die Aufgaben der Bundesvermögensverwaltung übernom­men hat, die auf eine über 50-jährige Erfahrung im Immobiliengeschäft zurückblicken kann.

„Verwaltung“ soll und wird in Zukunft jedoch nicht mehr das Gütesiegel sein. Als nunmehr wertorien­tiert geführtes und kaufmännisch orientiertes, eigenverantwortliches Unternehmen werden neue Wege im Immobilienmanagement der Öffentlichen Verwaltung beschritten: Vom bisherigen Vermögensver­walter im Bereich des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) will sich die Bundesanstalt in den nächsten Jahren zu dem Immobiliendienstleister des Bundes entwickeln. Neben der Verwertung von Liegenschaften, an die der Bund zur Erfüllung seiner Aufgaben nicht mehr gebunden ist, steht im Mit­telpunkt der strategischen Planungen die Errichtung des Einheitlichen Liegenschaftsmanagements (ELM) und damit die wert- und kostenoptimierte Betreuung dienstlich genutzter Liegenschaften des Bundes. Von der Bündelung der Aufgaben und der Konzentration des immobilienwirtschaftlichen Know-how werden Steigerungen bei Effizienz, Service und Wirtschaftlichkeit – auch im Interesse des Steuerzahlers - erwartet.

Zu den heutigen Aufgaben zählen insbesondere: ein ressortübergreifendes, einheitliches Immobilienmanagement innerhalb der Bundesverwal­tung, die Deckung des Grundstücks- und Raumbedarfs für Bundeszwecke, die Verwaltung und Verwertung von Grundstücken, die nicht für Verwaltungszwecke des Bun­des benötigt werden, forstliche Dienstleistungen einschließlich forstlicher Bewirtschaftung und naturschutzfachlicher Betreuung des Liegenschaftsvermögens des Bundes.

Weitere Aufgaben beinhalten unter anderem: die Wahrnehmung der Grundstücksinteressen der Gaststreitkräfte im Rahmen des NATO-Trup­penstatuts und ähnlicher Regelungen einschließlich der Abgeltung von Restwerten und Schäden, die treuhänderische Verwertung des Finanzvermögens für Bund und Länder, sowie die Wohnungsfürsorge für Bundesbedienstete.

Die Ergebnis- und Wertsteigerung des anvertrauten Vermögens, die dauerhafte Sicherung des Nutz­wertes der Dienstliegenschaften sowie eine optimierte Verwertung der nicht länger dienstlich benötig­ten Objekte stehen im Fokus der Arbeit der Bundesanstalt.

Derzeit umfasst das Immobilienvermögen ca. 55.000 bundeseigene Wohnungen, mehr als 1.600 dienstlich genutzte Liegenschaften mit einer Nettogeschossfläche von rund 2,2 Mio m², ca. 300.000 ha Grundstücksfläche - größer als das Saarland -, davon ca. 160.000 ha Land- und Forstflächen.

Die Bundesanstalt wird von einem zweiköpfigen Vorstand geleitet und vertreten: Dirk Kühnau als Sprecher des Vorstands und Karl Rolfes als Mitglied des Vorstands. Marktnähe im gesamten Bundesgebiet wird durch 9 Hauptstellen sichergestellt: Berlin, Rostock, Magdeburg, Erfurt, Koblenz, München, Potsdam, Dortmund und Freiburg sowie ca. 120 Niederlassungen.

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