Beweis

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Erklärung zum Begriff Beweis

Die Feststellung eines Sachverhalts (Gegenstand oder Umstand) als Tatsache innerhalb eines Gerichtsverfahrens aufgrund richterlicher Überzeugung wird als „Beweis“ bezeichnet. Innerhalb eines Verfahrens haben beide Parteien das Recht, mithilfe von Beweisen dazulegen, ob der verhandelte Sachverhalt wahr oder unwahr ist.

In Zivil- oder arbeitsprozesslichen Verfahren sowie in Verfahren, welche dem Verhandlungsgrundsatz folgen, muss ein Beweis erhoben werden, wenn eine Tatsachenbehauptung für den Ausgang eines Rechtsstreits von beweiserheblich ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn ein Kläger eine Behauptung aufstellt (beispielsweise, dass der Angeklagte ihm etwas gestohlen hat) und der Beschuldigte dies abstreitet.

Beweisgegenstände können grundsätzlich nur Tatsachen sein; Meinungen werden nicht als Beweise anerkannt.

Beweismittel, welche der Beweisaufnahme für die Hauptverhandlung in einem Gerichtsprozess der Beweisaufnahme dienen, sind begrenzt. Als Beweismittel werden der richterliche Augenschein, sachverständige, Urkunden, Zeugen sowie die Vernehmung der Parteien anerkannt, welche sowohl unter Eid als auch uneidlich geschehen kann. Während der Augenschein sowie die Urkunden als sachliche Beweismittel bezeichnet werden, sind alle anderen personelle Beweismittel.




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