Betreibung

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Erklärung zum Begriff Betreibung

Bei der Betreibung handelt es sich um die schweizerische Form der Zwangsvollstreckung, die ihre gesetzliche Grundlage aus dem Schweizerischen Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs von 1889 erhält. Dieses Gesetz wurde im Laufe der Jahre immer wieder novelliert, so dass es nur noch in den Ansätzen mit dem ursprünglichen identisch ist.

In der Schweiz ist es möglich, dass jeder eine Betreibung einleiten darf; ein gültiger, vollstreckbarer Schuldtitel ist nicht erforderlich. Ob dieser existiert oder nicht, wird erst in einem späteren Rechtsöffnungsverfahren entschieden. Dieses kommt jedoch nur dann zustande, wenn sich der Betroffene gegen die Betreibung zur wehr setzt. Tut er es nicht, wird die Betreibung bis zum Ende durchgeführt.

Die Durchführung einer Betreibung obliegt den staatlichen Betreibungsämtern, welche von den jeweiligen Kantonen organisiert werden. Diese Ämter können auf kommunaler, kantonaler, bezirks- oder kreismäßiger Ebene existieren.



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Häufige Rechtsfragen zum Thema

  • kein Erledigungsinteresse ? Peter Sermond schrieb am 21.02.2017, 22:32 Uhr:
    Hallo Kollegen,Maier führt eine Rechtstreit mit seinem Bundesland B vor dem VG.Der Streitwert ist 50 €. Es geht um eine Geldforderung in gleicher Höhe.Maier verliert, das Urteil hat aber einen schweren Mangel, weshalb die Berufung zugelassen wurde.Jetzt ist die Sache beim OVG.Was ich mich frage:Was versteht das Bundesland B eigentlich... » weiter lesen
  • Betreibung nach Rauswurf HansimGlueck schrieb am 05.10.2015, 08:23 Uhr:
    Hallo Liebe GemeindePerson A lebte in einer Wohnung mit der Person B (Hauptmieter), der Mietervertrag bestand nur aus dem Hauptmieter, Person A ist somit nirgens eingetragen und zahlt halt eben Miete und einen Unkostenbeitrag ans Essen.Person A und der Partner wollten eine Wohnung für den April suchen, da eine Freundin von Person B... » weiter lesen
  • Ist die Höhe der Inkassogebühren korrekt? Sirona schrieb am 10.07.2014, 18:23 Uhr:
    Gesetz den Fall, eine Rechnung über 10,00 EUR wurde versehentlich nicht gezahlt, wenn danneine Rechnung eines Inkassounternehmens mit einer Forderung von insgesamtEUR 58,60 kommt. Wäre das zulässig? » weiter lesen
  • Dürfen Inkassogebühren erhöht werden? Charles86 schrieb am 31.01.2012, 12:14 Uhr:
    Ein Verbraucher kauft in einem Versandhandel ein und durch eigene Dummheit und Vergessenheit (wie es meist so ist) wird der Betrag nicht überwiesen und das ganze an ein Inkassounternehmen abgegeben. Angenommen das Schreiben des Inkassobüro sieht folgendermaßen aus: Hauptforderung: 120 EUR Mahnkosten: 5 EUR Inkassovergütung: 45 EUR... » weiter lesen
  • Zwangsvollstreckung in die Schweiz elkeoncastle schrieb am 21.03.2011, 12:39 Uhr:
    Hallo Ihr da draußen ! Wie geht das, einen deutschen Titel( notarieller Vertrag) in der Schweiz zu vollstrecken? Schuldner arbeitet und wohnt in der Schweiz, ist aber noch deutscher Staatsbürger, in Deutschland aber gibt es keine Adresse von ihm. Was kann mann da machen ? Brauche ich einen Anwalt? Würde mich sehr über Hilfe und Tipps... » weiter lesen
  • Fragen zu Satzungen Hugo66 schrieb am 02.01.2011, 16:21 Uhr:
    Hallo, Ich hätte mal ein paar Fragen zu Satzungen 1.Mal angenommen es besteht eine Vereinssatzung (eines e.V.), nach der sowohl natürliche als auch juristische Personen dem Verein beitreten können. Weiter würde es in der Satzung heißen: "Jedes Mitglied hat gleiches Stimm- und Wahlrecht in der MV" außerdem "Mitglieder des Vorstands... » weiter lesen
  • Falschparken in Schweiz - Betreibung in Dtld.? neutralernutzer schrieb am 09.11.2006, 21:41 Uhr:
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Betreibung Urteile und Entscheidungen

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    » LG-DUESSELDORF, 24.11.2009, 2b O 262/08
  • BildUnbeschadet der - obergerichtlich umstrittenen - Frage, ob nach Erwirkung einer einstweiligen Leistungsverfügung die Nichtbeantragung eines - wegen Nichterfüllung an sich erwirkbaren - Zwangsmittels nach § 888 ZPO binnen der Monatsfrist des § 929 Abs. 2 ZPO vollziehungsschädlich ist, kann sich ein diesbezüglich längeres Zuwarten ohne...

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  • Bild1. Die Beteiligtenfähigkeit (§ 70 SGG) eines Medizinischen Versorgungszentrums richtet sich nach der für dessen Betreibung gewählten Organisationsform. Nur wenn sich das MVZ einer Organisationsform bedient, die § 70 SGG zugeordnet werden kann, ist es beteiligtenfähig. Das MVZ als solches ist kein Rechtsträger, dem subjektive Rechte...

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