Bestsellerrecht

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Erklärung zum Begriff Bestsellerrecht

Der § 32a UrhG (Urhebergesetz) ist Teil des Bestsellerrechts. Er wurde geschaffen, um eine angemessene Beteiligung des Urhebers eines Werkes zu gewährleisten. Dies ist in jenen Fällen vonnöten, in denen der Urheber einem anderen ein Nutzungsrecht zu Bedingungen eingeräumt hat, welches in einem auffälligen Missverhältis zu den tatsächlichen Erträgen und Vorteilen aus der Nutzung steht. Dieses "auffällige Missverhältnis" ist in der Regel dann gegeben, wenn der Urheber nur 20 % bis 35 % dessen erhalten hat, was als angemessene Vergütung anzusehen wäre.

§ 36 UrhG wird als "Bestsellerparagraph" bezeichnet. Er gewährleistet dem Urheber gegenüber dem Inhaber der Nutzungsrechte einen Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung in der Folgezeit. Dies ist überwiegend dann gegeben, wenn Pauschalvergütungen vereinbart worden sind, das Werk sich aber als ein Bestseller entpuppt hat.

 




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