Berufsausbildung

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Erklärung zum Begriff Berufsausbildung

Eine „Berufsausbildung“ ist eine Ausbildung in einem staatlich anerkannten Beruf, welche überwiegend im dualen System absolviert wird. Anders als ein Arbeitsverhältnis dient ein Berufsausbildungsverhältnis nicht dem Zweck des Geldverdienens (auch wenn die Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung erhalten), sondern dem Erlernen eines bestimmten Berufes. Dieses „Erlernen“ kann sowohl in Form einer Lehre als auch in Form eines Studiums geschehen.

 Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, in Vollzeit eine Berufsschule zu besuchen und dort die nötigen Kenntnisse zu erwerben. Dabei ist allerdings von Nachteil, dass jene Kenntnisse ausschließlich auf theoretischer Basis erlangt werden, während bei einer Ausbildung im dualen System dem Auszubildenden (früher: Lehrling) sowohl Theorie als auch Praxis des betreffenden Berufs vermittelt wird. Dies bedeutet, dass der Auszubildende neben seiner Tätigkeit im Betrieb regelmäßig am Berufsschulunterricht teilnehmen muss. Dieser kann sowohl ein- oder mehrmals wöchentlich oder als sogenannter „Blockunterricht“ stattfinden. Im zweiten Fall müssen die Auszubildenden für einen bestimmten Zeitraum täglich die Schule besuchen; die restlichen Wochen wird dafür gearbeitet.

Zu beachten ist, dass es sich bei der Berufsschule eine Pflichtschule handelt, die von allen Jugendlichen zu besuchen ist, die sich in einer Erstausbildung befinden. Diese Pflicht zum Besuch der Berufsschule hält solange an, so lange sich der Auszubildende in seinem Auszubildendenverhältnis befindet. Des Weiteren gilt diese Pflicht auch für jene Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich nach Abschluss der Vollzeitschulpflicht in einem Arbeitsverhältnis befinden. Dies bedeutet in der Praxis, wenn ein Jugendlicher nach neun Jahren Vollzeitschule lieber arbeiten als eine Ausbildung absolvieren möchte, kann er dies gerne tun – aber er steht dennoch in der Verpflichtung, zusätzlich die Berufsschule zu besuchen, bis er volljährig ist.

Die Ausbildung erfolgt überwiegend in Ausbildungsberufen, die im handwerklichen, landwirtschaftlichen, industriellen oder kaufmännischen Bereich einzuordnen sind. Ein Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe ist hier zu finden.

Eine berufliche Ausbildung ist je nach Berufswunsch mehrjährig und endet mit einer Prüfung, die vor der Industrie- und Handelskammer beziehungsweise Handwerkskammer abgelegt werden muss.

Ausbildungsvertrag

Der Ausbildungsvertrag wird zwischen dem Auszubildenden und dem Ausbildenden abgeschlossen und wird auch von diesen beiden Parteien unterschrieben. Sollte der Auszubildende noch nicht die Volljährigkeit erreicht haben, so ist der Vertrag zudem noch von dessen gesetzlichen Vertretern (in der Regel die Eltern) unterzeichnet werden.

Der Ausbildungsvertrag unterliegt keiner besonderen Formpflicht, kann also auch mündlich abgeschlossen werden. Dennoch ist es ratsam, einen solchen Vertrag in Schriftform aufzusetzen, da der Auszubildende gemäß § 11 Abs. 1 BBiG dazu verpflichtet ist, den relevanten Vertragsinhalt sofort nach Abschluss des Vertrages (spätestens aber vor Ausbildungsbeginn) schriftlich niederzulegen. Sollten hingegen nachträgliche Änderungen bezüglich des Ausbildungsvertrages vorgenommen werden, so ist dies ausschließlich in der Schriftform zu erledigen.

Gemäß § 11 Abs. 1 BBiG muss der Ausbildungsvertrag folgende Punkte beinhalten:

  • Art und Ziel der Ausbildung
  • Beginn und Dauer der Ausbildung
  • Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte
  • Dauer der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit
  • Dauer der Probezeit
  • Höhe und Zahlungsmodalitäten der Ausbildungsvergütung
  • Dauer des Urlaubs
  • Regelungen zur Kündigung
  • Hinweis auf etwaige Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen

Pflichten des Ausbilders

Als oberstes Ziel ist das erfolgreiche Bestehen der Abschlussprüfung anzusehen. Damit der Auszubildende dies erreicht, seht der Ausbilder gemäß § 14 Abs. 1 BBiG in der Pflicht, ihm die für seinen Beruf erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, und zwar in dem dafür vorgesehenem Zeitraum. Der Ausbilder muss seinen Auszubildenden entweder selbst ausbilden, oder aber einen Ausbilder/eine Ausbilderin mit dieser Aufgabe betrauen.

Des Weiteren muss der Ausbilder die für die Berufsausbildung notwendigen Mittel, wie beispielsweise Werkzeug, kostenlos zur Verfügung stellen. Dasselbe gilt für Ausbildungsmittel, die für Zwischen- beziehungsweise Abschlussprüfungen benötigt werden.

Darüber hinaus steht der Ausbilder in der Pflicht, den Auszubildenden zum Besuch der Berufsschule sowie zum Führen seiner Berichtshefte anzuleiten. Auch muss er den Auszubildenden für den Besuch der Berufsschule, zu Prüfungen sowie zu sonstigen Ausbildungsmaßnahmen von der betrieblichen Arbeit freistellen.

Auch steht der Ausbilder in der sogenannten Vergütungspflicht. Dies bedeutet, dass er seinem Auszubildenden eine angemessene Ausbildungsvergütung zu zahlen hat. Bei dieser Ausbildungsvergütung ist zudem zu beachten, dass der Ausbilder gemäß 10 BBiG dazu verpflichtet ist, die Vergütung mit fortschreitender Berufsausbildung zu erhöhen. Dies muss mindestens im jährlichen Turnus erfolgen. Wird der Auszubildende unverschuldet krank, ist der Ausbilder zudem verpflichtet, die Ausbildungsvergütung für die Dauer von sechs Wochen weiterzuzahlen.

Neben diesen Pflichten steht der Ausbilder auch in der Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass der Auszubildende charakterlich gefördert sowie sittlich und körperlich nicht gefährdet wird. Diesbezüglich gilt zusätzlich noch die gesetzliche Regelung gemäß § 14 Abs. 2 BBiG: „Auszubildenden dürfen nur Aufgaben übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen und ihren körperlichen Kräften angemessen sind“. Dies bedeutet, wenn ein Ausbilder nur Auszubildende einstellt mit der Hoffnung, durch sie billige „Mädchen für Alles“ erlangt zu haben, verstößt er gegen das Berufsbildungsgesetz und ist somit als Ausbilder nicht tragbar.

Pflichten des Auszubildenden

Doch auch Auszubildende haben Pflichten, welche gemäß § 13 BBiG geregelt werden:

Auszubildende haben sich zu bemühen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erwerben, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist. Sie sind insbesondere verpflichtet,

  1. die ihnen im Rahmen ihrer Berufsausbildung aufgetragenen Aufgaben sorgfältig auszuführen,
  2. an Ausbildungsmaßnahmen teilzunehmen, für die sie nach § 15 freigestellt werden,
  3. den Weisungen zu folgen, die ihnen im Rahmen der Berufsausbildung von Ausbildenden, von Ausbildern oder Ausbilderinnen oder von anderen weisungsberechtigten Personen erteilt werden,
  4. die für die Ausbildungsstätte geltende Ordnung zu beachten,
  5. Werkzeug, Maschinen und sonstige Einrichtungen pfleglich zu behandeln,
  6. über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren.

Des Weiteren besteht für die Auszubildenden eine sogenannte „Erholungspflicht“, wonach der Auszubildende während seines Urlaubs sämtliche Tätigkeiten zu unterlassen hat, die dem Urlaubszweck, sprich: der Erholung, widersprechen.

Auch unterliegt er der Benachrichtigungspflicht, wonach er verpflichtet ist, bei Fernbleiben vom Ausbildungsplatz beziehungsweise der Berufsschule unverzüglich seinen Ausbilder darüber zu informieren und auch die vorliegenden Gründe für dieses Fernbleiben zu nennen. Sollte der Auszubildende krank werden, so hat spätestens am dritten Tag der Krankheit eine ärztliche Bescheinigung beim Ausbilder vorzuliegen.

Kündigung eines Ausbildungsvertrages

Für Auszubildende gelten andere Regelungen als für „normale“ Arbeitnehmer:

In den ersten Monaten der Ausbildung, der sogenannten Probezeit, die zwischen mindestens einem und höchstens drei Monaten liegt, kann dem Auszubildenden jederzeit gekündigt werden. Hierbei ist weder die Einhaltung einer Kündigungsfrist noch eine Angabe von Gründen erforderlich.

Ist die Probezeit überstanden, gilt die sogenannte Vier-Wochen-Regelung: möchte der Auszubildende eine andere Berufsausbildung beginnen oder das Ausbildungsverhältnis so beenden, kann er dies mit einer vierwöchentlichen Frist tun.

Auszubildende können, ebenso wie ihre Ausbilder, ein bestehendes Ausbildungsverhältnis ohne Einhaltung einer bestimmten Kündigungsfrist beenden, sofern ein wichtiger Grund hierfür vorliegt. Einzige Voraussetzung hierfür ist, dass die Kündigung innerhalb von zwei Wochen schriftlich ausgesprochen werden muss, nachdem die dafür zutreffenden Gründe bekannt geworden sind. Im Gegensatz zu bestehenden Arbeitsverhältnissen mit Arbeitnehmern, die nicht unter die Rubrik „Auszubildende“ fallen, bestehen für Auszubildende also keine ordentlichen beziehungsweise fristgerechten Kündigungszeiten.

Eine einvernehmliche Beendigung des Ausbildungsverhältnisses zwischen Ausbilder und Auszubildenden ist allerdings jederzeit möglich, und zwar in Form eines Aufhebungsvertrages. Dieser ist gemäß § 623 BGB nur dann wirksam, wenn er in schriftlicher Form abgeschlossen wurde. Auch ist zu beachten, dass bei minderjährigen Auszubildenden die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter notwendig ist.

Ende der Berufsausbildung

Ein Berufsausbildungsverhältnis ist als ein befristetes Vertragsverhältnis anzusehen und endet somit mit dem Datum, welches im Ausbildungsvertrag als Ablauf der Ausbildungszeit angegeben ist. Dabei ist es nicht von Bedeutung, zu welchem Zeitpunkt die Prüfungsergebnisse bekanntgegeben werden [BArbG, 13.03.2007, 9 AZR 494/06].

Sollte ein Auszubildender allerdings bereits vor diesem Datum seine Prüfung vor der zuständigen Kammer ablegen, so ist die Ausbildung mit dem Bestehen der Abschlussprüfung beendet. Der (ehemalige) Auszubildende erhält nach erfolgreicher Absolvierung seiner Berufsausbildung einen Gesellen- oder Facharbeiterbrief.

Sollte ein Auszubildender seine Abschlussprüfung nicht bestehen, so kann er das Ausbildungsverhältnis gemäß § 14 BBiG bis zum nächsten Prüfungstermin verlängern lassen. Dabei ist allerding zu beachten, dass eine Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses nur um höchstens ein Jahr gestattet ist.



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