Baurecht

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Erklärung zum Begriff Baurecht

Das deutsche Baurecht ist ein sehr umfangreiches Rechtsgebiet und lässt sich in einen öffentlichen- und einen privaten Teil gliedern. Das öffentliche Baurecht beschäftigt sich vor allem mit den Dingen, die das Bauvorhaben als solches betreffen. Hier ist das Baugesetzbuch als Bundesgesetz das anzuwendende Gesetz. Daneben sind Landesregelungen, wie das Bauplanungsrecht zu nennen. Jedes Land kann dabei individuelle Regelungen treffen, die sich zwischen den einzelnen Bundesländern unterscheiden können. Es kann somit vorkommen, dass in Niedersachsen für ein bestimmtes Vorhaben eine Baugenehmigung erteilt wird und in Bayern, aufgrund der unterschiedlichen Landesregelung, die Baugenehmigung verweigert wird.

Das private Baurecht hingegen hat einen anderen Schwerpunkt, als das öffentliche Baurecht. Es ist Bestandteil des allgemeinen und besonderen Zivilrechts und beschäftigt sich mit dem Zustandekommen von Bauverträgen und deren Abwicklung. Bei Mängeln oder anderen Leistungsstörungen, innerhalb dieses Rechtsverhältnisses kommt das private Baurecht ins Spiel. Es ist bei sämtlichen Angelegenheiten, die mit dem Bauvorhaben in Verbindung stehen und zwischen den Vertragspartner abgewickelt werden müssen, anzuwenden. Ein Über- und Unterverhältnis wie beim öffentlichen Baurecht, liegt beim privaten Baurecht nicht vor.


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Häufige Rechtsfragen zum Thema

  • Baurecht auf Hofstelle im Aussenbereich ? michl7 schrieb am 05.10.2016, 14:26 Uhr:
    Hallo,wenn jemand ein Grundstück im Aussenbereich in Bayern erwirbt mit einem kleinen Wohnhaus und einer Scheune darauf, ist die Hofstellen dann auch im Aussenbereich oder stellt diese dann einen Innenbereich dar auf dem auch Gebäude verfahrensfrei errichtet werden können ?Mal angenommen das Wohnhaus ist fertig saniert und im nächsten... » weiter lesen
  • keine Bebauung trotz Baurecht? Mayra183 schrieb am 01.08.2016, 17:06 Uhr:
    Hallo, angenommen, jemand plant in einem Mischgebiet ein Wohnhaus zu errichten. Die zuständige Gemeinde lehnt dies aber ab mit der Begründung, dass durch einen nahegelegenen Grillplatz der Lärmschutz nach 22 Uhr nicht eingehalten werden kann. Ist dies rechtens? Darf das das Recht zu bauen verweigert werden trotz vorhandenem... » weiter lesen
  • HA öffentliches Recht geschnetzeltes schrieb am 24.07.2015, 12:12 Uhr:
    Hay, wir haben gestern folgenden Sachverhalt bekommen, über Tipps & Anregungen würde ich mich freuen :)Der Luxemburger Alain (A) betreibt in seinem Heimatland ein erfolgreiches Start-up-Unternehmen. Er hat eine Handy-Applikation namens „Hidden Kitchen“ entwickelt, über die Liebhaber guten Essens an Hobbyköche vermittelt werden, die in... » weiter lesen
  • Anwalt für 20000€ gesucht Baurecht / Mietrecht um eine Nutzungsänderung zu erkämpfen Leupold schrieb am 20.02.2015, 10:27 Uhr:
    Gesucht ist ein Anwalt im Bereich Baurecht / Mietrecht um eine Nutzungsänderung eines Einfamilienhauses zu erkämpfen für 20000 €.Da die Anwälte LEIDER üblicherweise ihre Leistungen anbieten, obwohl die von vorne bereits wissen, das der oder der Auftrag nicht durchführbar ist, nur um sein HONORAR zu bekommen und später sagen „es hat... » weiter lesen
  • Baurecht Lückenbebauung Peterchen20 schrieb am 21.04.2014, 11:09 Uhr:
    Hallo zusammen! Eine Frage zu Teilungserklärungen und nachträglichen Bauanträgen: Angenommen, ein Landwirt möchte sein Anwesen zu Lebzeiten auf seine Kinder aufteilen. Er beabsichtigt, sein Haus an eines der Kinder zu verkaufen und die restlichen Ländereien, die bisher nur landwirtschaftlich genutzt wurden, an seine Kinder zu... » weiter lesen
  • Baurecht - Nachbar protestiert trotz Vorgenehmigung DonCamillo1107 schrieb am 31.03.2014, 16:40 Uhr:
    Hallo,folgender fitkiver Fall:A wohnt in einer Wohnsiedlung und teilt sein Haus mit Nachbar B (Doppelhaushälfte). A hat zudem eine Einliegerwohnung mit Terrasse und plant, die Terrasse in einen Wintergarten zu bauen. Die ursprüngliche Terrasse soll nun oben auf den Wintergarten gesetzt werden. A reicht eine Vorabanfrage in der Gemeinde... » weiter lesen
  • Baurecht Aussenbereich Pferdehaltung Zuckerpuppe schrieb am 08.01.2009, 15:44 Uhr:
    Hallo, angenommen A hat ein Grundstück (Aussenbereich) von einem ehemaligen Landwirt (nun seit einigen Jahren in Rente) gepachtet, mit Hütte und Schafzaun aussenherum, und hält dort Pferde, die allesamt vor dem Schlachttransport gerettet wurden. Die Pferde stehen seit 6 Jahren dort, vorher waren dort andere Pferde, auch einige... » weiter lesen
  • Das "Baurecht" auf einem Acker fsprey schrieb am 27.10.2007, 22:42 Uhr:
    Guten Abend :), erstmal ein nettes -Hallo-, ich bin hier neu. Angenommen man besäße ein kleines Ackergelände und dort wäre das Bauen verboten und man würde dort einen Bauwagen abstellen wollen und als "Partyraum" nutzen wollen, wäre das erlaubt, solange man das Ding nicht abfackelt oder man nicht zu laut wäre? Der "Wagen" hätte eine... » weiter lesen

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  • Der u.a. für das Baurecht zuständige VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass eine auf dem Dach einer Tennishalle nachträglich errichtete Photovoltaikanlage, die mit der Halle fest verbunden ist, der Funktion der Halle dient und deshalb die für Arbeiten "bei Bauwerken" geltende lange Verjährungsfrist für Nacherfüllungsansprüche von fünf Jahren, § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB*, Anwendung findet. Die Klägerin betreibt auf einem in... » weiter lesen
  • Leipzig (jur). Für den Bau oder die Erweiterung eines Hafens reicht eine wasserrechtliche Planfeststellung nicht aus. Das hat am Donnerstag, 19. Februar 2015, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zur Hafenerweiterung in Köln-Godorf entschieden (Az.: 7 C 10.12 und 7 C 11.12). Die Anlage bestehe schließlich nicht nur aus Wasser, so die Begründung.Für den Umschlag von Gütern von Schiffen auf Züge und Laster soll der Hafen erheblich erweitert... » weiter lesen


Baurecht Urteile und Entscheidungen

  • BildDer Bauträger darf zur Bezahlung von Werklohn für Arbeiten, die sich (wie z.B. Außenanlagen) nicht auf wesentliche Bestandteile des Gebäudes beziehen, erst dann auf Baugeld zurückgreifen, nachdem die Forderungen der Baugläubiger im Sinn von § 1 Abs. 1 GSB erfüllt worden sind.

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  • BildLassen sich die Erfolgsaussichten eines Nachbarrechtsbehelfs gegen eine Baugenehmigung im Aussetzungsverfahren nicht abschließend positiv beurteilen, so ist für eine Anordnung der kraft ausdrücklicher gesetzlicher Regelung (§§ 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwGO, 212a Abs. 1 BauGB) ausgeschlossenen aufschiebenden Wirkung nur Raum, wenn die...

    » OVG-SAARLAND, 11.05.2005, 1 W 4/05
  • BildDer Streitwert für Klagen Dritter gegen die einem Nachbarn erteilte Baugenehmigung ist auch dann abweichend von der Empfehlung des Streitwertkataloges (Ziff. II Nr. 7.6.1.) festzusetzen, wenn konkrete Anhaltspunkte für den Betrag der Grundstückswertminderung fehlen, sich der Einzelfall in Bezug auf das für die Streitwertbemessung...

    » SAECHSISCHES-OVG, 20.02.2004, 1 E 249/03

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