Baudarlehen

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Erklärung zum Begriff Baudarlehen

Das Baudarlehen ist eine besondere Form des Darlehens. Mit Hilfe des Baudarlehens soll die Finanzierung einer Immobilie gemeistert werden. Aus diesem Grund werden Baudahrlene auch nur aus diesem Grund gewährt.Grundsätzlich dient dabei die finanzierte Immobilie als Sicherheit, meist in Form einer Hypothek oder Grundschuld.

Charakteristisch für ein Baudarlehen ist eine lange Laufzeit von mehr als 30 Jahren. Innerhalb dieser Zeit wird oftmals ein Zinssatz fest vereinbart. Man spricht auch von einer Zinsbindungsfrist. Diese kann fünf Jahre betragen, aber auch die gesamte Laufzeit des Kredites. Sie ist also individuell vereinbar.

Vorteil der Zinsbindungsfrist ist, dass das Baudarlehen eine feste Zinshöhe garantiert und damit äußere Zinsentwicklungen keine Auswirkungen auf das Darlehen haben. Steigt Beispielsweise das Zinsniveau stark an, hat dies keinerlei Auswirkungen auf das Baudarlehen. Aus diesem Grund besitzt der Darlehensnehmer eine gewisse Planungssicherheit.

In der Praxis ist ein Baudarlehen immer dann sinnvoll, wenn die nötigen finanziellen Mittel fehlen. Allerdings ist dabei besondere vorsichtig geboten. Ein Baudarlehen kann schnell auch sehr teuer werden. Wenn der Kreditnehmer nämlich kein Eigenkapital aufweisen kann, steigen die Zinsen ins unermessliche. Viele Banken fordern dementsprechend eine Eigenkapitalleistung von 20 - 30 %.

Es ist dabei stets zu empfehlen sich zahlreiche Angebote der Banken einzuholen und zu vergleichen. Schlussendlich lässt sich festhalten, dass je höher die Eigenleistung ist, desto geringer sind die Darlehenskosten.




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