Ausländer

Lexikon | Jetzt kommentieren

Erklärung zum Begriff Ausländer

Personen oder Personengruppen die nicht die gleiche Staatsangehörigkeit aufweisen wie das Land, in dem sie sich gerade aufhalten, werden als Ausländer bezeichnet.

Die im allgemeinen Sprachgebrauch und in spezifischen Sachbereichen (z. B. nationales und internationales Recht, Bevölkerungsstatistik) verwendeten Definitionen von Ausländer sind nicht vollständig deckungsgleich und zum Teil auch inkonsistent. Auch in Fachsprachen handelt es sich dabei überwiegend um Kontextdefinitionen (Gebrauchsdefinitionen). Besonders bei statistischen Größen ist daher die genaue Angabe der jeweils verwendeten Wortbedeutung unerlässlich.

In vielen Sprachen der Welt hat das Wort Ausländer (im Sinne von Fremder) eine negative Konnotation, so z.B. Gaijin im Japanischen oder Gweilo im Kantonesischen.

Übersicht

I. Wortbedeutungen des Begriffs

Der Begriff (Intention/Extension) des Wortes Ausländer erschließt sich aus der Perspektive eines Inlandes. Darunter hat man regelmäßig einen Staat zu verstehen. (Für manche nicht-eigenstaatliche Territorien oder Staaten in Entstehung gilt einiges fortfolgende analog.)

Merkmal der Staatsangehörigkeit

Eine Person ist vom Gesetz her Ausländer, wenn sie die Staatsangehörigkeit eines anderen Staates besitzt. Nach diesem Verständnis ist eine Person (aus Sicht des Inlandes) genau dann kein Ausländer, wenn sie keine Staatsbürgerschaft eines anderen Staates besitzt. Hat jemand sowohl die Staatsangehörigkeit des Inlandes als auch die (mindestens) eines anderen Staates, so ist er gleichzeitig Ausländer und Staatsbürger des Inlandes. Diese Definition ist legalistisch und wird allgemein in den Beziehungen zwischen Staaten verwendet.

In bestimmten Rechtsbereichen (z.B. Ausländerrecht), gilt als Ausländer, wer die Staatsangehörigkeit eines ausländischen Staates besitzt, nicht aber die des Inlandes. Es besteht dann beispielsweise eine Vertretungverpflichtung des ausländischen Staates, so in Fällen der Abschiebung. Staatenlose sind dagegen rechtlich keine Ausländer (können z.B. nicht in ihren Heimatstaat abgeschoben werden, werden nicht diplomatisch vertreten). Sie sind aber im Ausländerrecht den Ausländern gleichgestellt. Ob Staatenlose umgangssprachlich als Ausländer bezeichnet werden, hängt maßgeblich von ihrer Ethnie ab (s.u.).

Eine Person, die sowohl die Staatsangehörigkeit des Inlandes, als auch die mindestens eines weiteren Staates besitzt, kann, muss aber nicht, für statistische Zwecke als Ausländer gezählt werden.

Mischmerkmale

Das deutsche Aufenthaltsgesetz vermischt die Kriterien Staatsangehörigkeit und ethnische Zugehörigkeit. Ausländer sind nach AufenthG solche Personen, die weder die deutsche Staatsangehörigkeit haben, noch Vertriebene deutscher Volkszugehörigkeit sind. Spätaussiedler gelten demnach nicht als Ausländer. Diese Definition findet nur für Deutschland Anwendung.

Volkswirtschaftliche Merkmale

In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) wird ein Wirtschaftssubjekt dann als Ausländer angesehen, wenn es seinen festen Wohnsitz außerhalb der betrachteten Volkswirtschaft hat. Demnach spielt die Staatsangehörigkeit bei ökonomischen Betrachtungen keine Rolle. Wirtschaftssubjekte mit festem Wohnsitz im Inland werden volkswirtschaftlich als Inländer bezeichnet.

Merkmale im Sport

In verschiedenen Sportarten existieren Ausländerregelungen. Diese legen fest, wer bezogen auf die jeweilige Sportart als Inländer (z. B. als Fußballdeutscher) gilt und wer nicht. Des Weiteren legen Ausländerregelungen fest, wie viele Sport-Nicht-Inländer in einer bestimmten Mannschaft gleichzeitig antreten dürfen.

II. Synonyme und antonyme Verwendung des Begriffs

Das Gegenteil von Ausländer

Als Antonym zum Wort Ausländer wird umgangssprachlich häufig 'Inländer' verwendet. Obwohl Sprachgebrauch in der Semantik Definitionsmacht zukommt, ist eine solche Verwendung in mehrerlei Hinsicht problematisch, da sie die Forderung verletzt, die logische Umkehrung der jeweiligen Definitionen von Ausländer zu enthalten. Sonst wäre eine Person logisch zwingend 'Inländer', wenn sie (a)...nicht die Staatsbürgerschaft eines ausländischen Staates besitzt. Das ist aber falsch, denn sie kann staatenlos sein. (b)...einer Ethnie angehört, die dem Inland historisch zugeordnet wird. Das ist aber falsch, denn diese Ethnie kann ja auch in anderen Ländern präsent sein. (c)...im Inland geboren wurde. Das ist aber falsch, da dieser Umstand weder die Ethnie, die Staatsbürgerschaft noch den Aufenthaltsort zwingend determiniert.

Es besteht gemeinhin kein perfekter Bedeutungsgegensatz zwischen Inländer und Ausländer (keine Komplementarität des Antonyms). Quelle und Rezipient(en) eines Diskurses sollte diese Eigenschaft des Wortes Inländer stets bewusst sein, je nach Kontext kann eine Erläuterung notwendig werden um Eindeutigkeit herzustellen. Eine perfekte Komplementarität zu "ist Ausländer" hat dagegen die Sprachform "ist kein Ausländer" (vergleichbar dem Gegensatz "rot" - "nicht rot").

Ähnliche Begriffe zum Wort Ausländer

Zur Vermeidung der mit dem Begriff Ausländer vermeintlich verbundenen negativen Konnotation wird im deutschen Sprachgebrauch bisweilen fälschlich das Wort Migrant (von lat. migrare = wandern) als Synonym gebraucht. Die Begriffe überlappen sich aber nur teilweise: Gleichzeitig Migranten sind nur solche Ausländer, die ihr Heimatland verlassen haben. Umgekehrt sind etwa nach Amerika ausgewanderte Deutsche zwar Migranten, aber - solange sie ihre Staatsbürgerschaft behalten - aus deutscher Sicht keine Ausländer.

Eine Teilmenge der Migranten beschreiben die Begriffe Einwanderer und Zuwanderer, bei denen es sich um bedeutungsgleiche deutsche Bezeichnungen für das Wort Immigrant handelt. Einwanderer, die in der neuen Heimat eine eigene Gesellschaftsordnung und Herrschaftsansprüche durchsetzen, werden auch Siedler genannt.

Noch stärker der Politischen Korrektheit verpflichtet ist der in jüngster Zeit zunehmend Verbreitung findende Begriff Personen mit Migrationshintergrund, der auch für Menschen verwendet wird, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und zum Teil auch in Deutschland geboren wurden, aber immer noch als Ausländer wahrgenommen werden und der z. B. den missverständlchen Begriff Einwanderer der zweiten Generation ersetzen soll.

Ein seltener gebrauchter Begriff ist die Bezeichnung allochthon.

Den Ausdrücken gemeinsam ist, dass sie eine dauerhafte Verlegung des Wohnsitzes beinhalten, wobei dauerhaft undefiniert bleibt. Ausländische Studenten und 'Gastarbeiter' sind (umgangssprachlich) zunächst keine Migranten, sie können aber bei unabsehbarem Ende ihres Aufenthalts faktisch zu Einwanderern werden. Die zahlenmäßige Erfassung von Migration hängt daher auch davon ab, welche Einordnungen im Einzelfall Anwendung finden.

III. Wortbedeutung nach allgemeinem Sprachgebrauch

Während die oben genannten Kriterien den Begriff "Ausländer" exakt definieren, gibt es in bestimmten Bevölkerungsgruppen zusätzliche Kriterien, nach denen bisweilen der Begriff "Ausländer" definiert wird. Wichtig ist zu bemerken, dass diese keinesfalls Allgemeingültigkeit besitzen und der Ausländer-Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch genau so auch ausschließlich nach oben genannten Kriterien angewendet wird.

Ethnischen Zugeordnung

Eine Person ist Ausländer, wenn sie einer Ethnie angehört, die dem Inland historisch nicht zugeordnet wird. Diese Einordnung besteht unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Beispielsweise werden in Deutschland ethnische Türken häufig als Ausländer bezeichnet, auch wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit, nicht aber die der Türkei besitzen. Dagegen werden die Sorben nicht als Ausländer betrachtet, weil sich ihr Siedlungsraum historisch in Deutschland befindet. Ethnisch Deutsche ohne deutsche Staatsangehörigkeit werden in Deutschland meist nicht als Ausländer angesehen.

Die auf ethnische Merkmale abzielende Definition ist in der Umgangssprache verbreitet, widerspricht aber im Einzelfall u.U. der Definition nach der Staatsangehörigkeit. Die Zuordnung einer Person zu einer bestimmten Ethnie ist außerdem nicht immer eindeutig, wobei Fremd- und Eigenzuordnung auseinanderfallen können. Einige Staaten weigern sich aus politischen Gründen, bestimmte Ethnien als solche anzuerkennen, oder sie erklären Personen entgegen deren Selbstwahrnehmung zu Mitgliedern anderer Ethnien. Ein solches, nicht zuverlässig eindeutiges Merkmal, ist daher nur eingeschränkt als Grundlage einer Definition geeignet.

Mit zunehmender Assimilation, die meist über Generationen geht, kann sich die ethnische Zugehörigkeit von Personengruppen ändern (Beispiel: die deutschen Nachfahren der Anfang des 20. Jahrhunderts ins Ruhrgebiet eingewanderten Polen, an deren polnische Vorfahren nur noch Familiennamen erinnern). Eine Person kann sich auch mehreren Ethnien zugehörig fühlen und sich gleichzeitig als Ausländer und 'Inländer' (s.u.) betrachten. In der Fremdwahrnehmung dominiert aber meistens (ggf. ungerechtfertigt) eine der Ethnien, weil psychologisch und sachlich oftmals eine eindeutige Zuordnung gewünscht ist.

Merkmal des Geburtsortes

Eine Person ist Ausländer, wenn sie nicht im Inland geboren wurde. In aller Regel wird dieses Kriterium nicht stringent angewandt, so dass es nur eingeschränkt sinnvoll und logisch inkonsequent ist. In Deutschland würden sonst Menschen deutscher Ethnizität, die nicht im ehemaligen Deutschen Reich oder seinen Nachfolgestaaten geboren wurden, als Ausländer gelten. (siehe dazu: Mischkriterien)

Merkmal der Abstammung

Eine Person ist Ausländer wenn sie (direkter) Abkömmling von Ausländern ist. Abstammung im Sinne der familiären Herkunft ist ein dem Grunde nach abgeleitetes Kriterium, denn die Eigenschaft "ist Ausländer" muss für die Eltern bereits festgestellt sein. In der Umkehrung findet sich dieses Prinzip als Ius Sanguinis (Recht des Blutes): ein Kind hat einen automatischen Rechtsanspruch auf die Staatsbürgerschaft seiner Eltern. Je nach Staat kann dieser Anspruch nach mehreren Jahren verfallen und muss nicht zwingend genutzt werden.

IV. Gesetzliche Regelungen

Deutschland

Das "Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet" (Aufenthaltsgesetz - AufenthG) definiert in § 2 Abs. 1 einen Ausländer als eine Person, der nicht Deutscher im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes ist. Das AufenthG hat zum 1. Januar 2005 das bis dahin gültige Ausländergesetz ersetzt. 6,7 Mio. Ausländer leben legal in der BRD, davon 1,8 Mio als EU-Staatsangehörige und 4,9 Mio mit eingeschränktem Aufenthaltsrecht (Zahlen Stand 31. Dezember 2004, folgende Übersicht von sicher nach kurzfristig aufhebbar. Zahlen der Bundesausländerbeauftragten, destatis).

Aufenthaltsrecht sowie sonstige Rechte und Pflichten von Ausländern sind in der Ausländergesetzgebung (Ausländerrecht) geregelt. Mit der Einbürgerung (Naturalisation) erhält ein Ausländer die vollen Bürgerrechte seines Aufnahmelandes, z.B. das Wahlrecht, und wird damit von Rechts wegen Staatsbürger. Je nach Aufnahmeland muss dafür u. U. die Staatsangehörigkeit des ausländischen Staates aufgegeben werden. Einige Staaten (darunter auch Deutschland) entziehen ihren Bürgern automatisch ihre Staatsangehörigkeit, wenn die eines anderen Staates angenommen wird.

Ausländer, die gegen die Gesetze ihres Gastlandes verstoßen, können unter Umständen ausgewiesen werden.

Die deutsche Bundesregierung hat einen 'Ausländerbeauftragten' eingesetzt, der/die für Integrationsbelange von Ausländern in der Bundesrepublik Deutschland zuständig ist.

V. Weiterführende Literatur

  • Ulrich Herbert, Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge, C. H. Beck Verlag, München 2001, ISBN 3406474772

VI. Verweise




Mitwirkende/Autoren:
,
Erstellt von Wikipedia
Zuletzt editiert von


Dieser Artikel stammt aus der Quelle Wikipedia und unterliegt der GNU FDL.

 
 

Haben Sie Fragen zu diesem Begriff? Stellen Sie eine Frage zu dem Begriff im Forum.


Nachrichten zu Ausländer

  • BildBildung schafft Beschäftigung (25.06.2013, 12:10)
    OECD-Studie: Hervorragende Jobaussichten für Hochschulabsolventen in Deutschland/ Nur 2,4 Prozent der Akademiker arbeitslosIm Jahr 2011 herrschte bei Akademikern und Akademikerinnen in Deutschland nahezu Vollbeschäftigung: Nur 2,4 Prozent der...
  • BildForschungsbericht plädiert für weitere Öffnung der EU-Arbeitsmärkte nach Osten (25.06.2013, 11:10)
    Von einer weiteren Öffnung der EU-Arbeitsmärkte nach Osteuropa würden sowohl die Herkunftsländer als auch die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union profitieren. Das ist der zentrale Befund eines internationalen Forschungsprojekts unter der...
  • BildJapan: immer älter – immer weniger (24.06.2013, 12:10)
    Neues Discussion Paper des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung: Japan ist der eigentliche Pionier in Sachen demografischer Wandel und muss schneller noch als Deutschland Antworten auf eine alternde und schrumpfende Bevölkerung finden....
  • BildUDE: Entwicklung der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland – Jeder Vierte arbeitet für wenig Geld (24.06.2013, 09:10)
    Trotz guter Marktlage arbeiteten im Jahr 2011 knapp 8,1 Millionen Beschäftigte in Deutschland für wenig Geld. Weiterhin ist fast jeder Vierte (23,9 Prozent) von Niedriglöhnen betroffen. Die durchschnittlichen Bruttostundensätze im...
  • BildProf. Dr. Heinrich Detering erhält Dannebrog-Orden (07.06.2013, 10:10)
    Der Göttinger Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Heinrich Detering ist von der dänischen Königin Margarete II. zum Ritter des Dannebrog-Ordens ernannt worden. Die Auszeichnung wurde in einer Feierstunde der dänischen Botschaft in Berlin übergeben....

Entscheidungen zum Begriff Ausländer


Aktuelle Forenbeiträge

  • Fragen zum Berufsbildungsgesetz (04.06.2013, 18:45)
    Guten Tag, folgender fiktiver Fall: 2 Azubis verprügeln in ihrer Freizeit einen Wirt, der aus dem Ausland stammt. Vor Gericht sagen sie aus und gestehen (nehmen wir an sie wurden wegen Gefährlicher Körperverletzung in Kombination mit Beleidigung und Volksverhetzung angeklagt. Beide sagen später auch, dass sie etwas gegen Ausländer...
  • Verfahrenshindernisse der Spezialität gemäß § 11 IRG iVm. § 14 ... (28.05.2013, 12:16)
    Hi Leute ! Wäre schön,wenn sich jemand mit dem Thema auskennen würde und etwas dazu sagen könnte. Folgender fiktiver Fall liegt vor : 1. Ein Nicht-EU-Ausländer wird an der Außengrenze zur EU aufgrund eines Europ. Haftbefehls verhaftet,an Deutschland ausgeliefert,auf Bewährung verurteilt und ohne Bewährungsauflagen wieder freigelassen....
  • Verfahrenshindernisse der Spezialität gemäß § 11 IRG iVm. § 14 ... (28.05.2013, 12:15)
    Hi Leute ! Wäre schön,wenn sich jemand mit dem Thema auskennen würde und etwas dazu sagen könnte. Folgender fiktiver Fall liegt vor : 1. Ein Nicht-EU-Ausländer wird an der Außengrenze zur EU aufgrund eines Europ. Haftbefehls verhaftet,an Deutschland ausgeliefert,auf Bewährung verurteilt und ohne Bewährungsauflagen wieder...
  • Verfahrenshindernisse der Spezialität gemäß § 11 IRG iVm. § 14 ... (28.05.2013, 12:12)
    Hi Leute ! Wäre schön,wenn sich jemand mit dem Thema auskennen würde und etwas dazu sagen könnte. Folgender fiktiver Fall liegt vor : 1. Ein Nicht-EU-Ausländer wird an der Außengrenze zur EU aufgrund eines Europ. Haftbefehls verhaftet,an Deutschland ausgeliefert,auf Bewährung verurteilt und ohne Bewährungsauflagen wieder...

Kommentar schreiben

29 + Siebe_ n =

Bisherige Kommentare zum Begriff (0)

(Keine Kommentare vorhanden)



Fragen Sie einen Anwalt!
Anwälte sind gerade online.
Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.


Ausländer – Weitere Begriffe im Umkreis

  • Asylrecht - AsylVfG
    Das Asylrecht zählt in Deutschland zu den im Grundgesetz verankerten Grundrechten. Bis zum Jahre 1993 galt das schrankenlose Asylrecht gemäß Art. 16 Abs. 2 GG. Dieses wurde in Art 16a Abs. 1 GG übertragen. Demnach wird politisch Verfolgten unter...
  • Aufenthaltsbefugnis
    Die Aufenthaltsbefugnis ist seit dem 01.01.2005, mit der Einführung des Zuwanderungsgesetzes, abgeschafft. Die Aufenthaltsbefugnis nach §§ 30 - 33 des deutschen AuslG wird erteilt, wenn der Aufenthalt eines Ausländers aus...
  • Aufenthaltsbewilligung
    Mit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 01.01.2005 wurde die Aufenthaltsbewilligung obsolet. Eine Aufenthaltsbewilligung ist eine Form der Aufenthaltsgenehmigung, die erteilt wird, wenn einem Ausländer der Aufenthalt nur für einen...
  • Aufenthaltserlaubnis
    Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt dem Besitzer des Titels sich in der Bundesrepublik Deutschland aufzuhalten. Grundsätzlich wird die Aufenthaltserlaubnis befristet auf mindestens 6 Monate und zweckgebunden erteilt. Die gesetzlichen...
  • Aufenthaltsgenehmigung
    Gemäß § 5 AuslG (Ausländergesetz) wurde das Wort Aufenthaltsgenehmigung als Oberbegriff für folgende Formen der Aufenthaltsgenehmigung verwendet: Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsbewilligung, Aufenthaltsberechtigung und...
  • Ausländer - Abschiebungsandrohung
    Wenn ein Asylbewerber einen Asylantrag stellt, welcher mehrmals hintereinander abgelehnt wird, so wird ihm der zuständige Sachbearbeiter eine Ausreiseaufforderung mit Abschiebungsandrohung in Form eines förmlichen Bescheides ausstellen. Diese...
  • Ausländer - Abschiebungshindernis
    Es gibt zwei verschiedene Arten von Hindernissen, welche die Abschiebung eines Asybewerbers unmöglich machen: inlandsbezogenes Abschiebungshindernis (Vollstreckungshemmnis) zielstaatenbezogenes Abschiebungshindernis Ein...
  • Ausländer - Arbeitserlaubnis
    Grundsätzlich benötigen Ausländer eine Aufenthaltsgenehmigung, welche entweder in Form einer befristeten Aufenthaltserlaubnis oder in Form einer unbefristeten Niederlassungserlaubnis ausgestellt wird. Ausländer aus Drittstaaten, welche in...
  • Ausländer - Asylgesuch
    Möchte ein Flüchtling aus einem Land, welches nicht Mitglied der EU ist, in Deutschland leben, so muss er ein sogenanntes "Asylgesuch" stellen. Dabei handelt es sich um einen Antrag, in dem der Asybewerber seinen Wunsch äußert, in dem Land...
  • Ausländer - Asylsuchender
    Als "Asylsuchender" wird eine Person bezeichnet, die in einem fremden Land um Aufnahme und somit um Schutz vor etwaigen Verfolgungen bittet. Das Asylverfahren dieser Person ist noch nicht abgeschlossen. Dadurch unterscheidet sich ein...

Top Orte der Anwaltssuche zum Rechtsgebiet Ausländerrecht

Weitere Orte finden Sie unter:

JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.