Arbeitsförderung

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Erklärung zum Begriff Arbeitsförderung

Das Arbeitsförderungsrecht löste im Jahre 1997 das Arbeitsförderungsgesetz ab. Ziele dieses Rechtes sind die Förderung von Langzeitarbeitslosen (also von jenen Menschen, die länger als 12 Monate arbeitslos sind), die geschlechtliche Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt sowie die Stärkung des Bildungsmarktes.

Die Leistungsbereiche der Arbeitslosenversicherung werden als "Arbeitsförderung" definiert und sind ein wichtiger Teil dieser. Diese ist ein eigenständiger Teil der Deutschen Sozialversicherung und erhält ihre gesetzlichen Regelungen aus dem SGB III sowie dem SGB II. Unter anderem werden gemäß der Arbeitsförderung die Rentenansprüche in jenen Zeiten gesichert, in denen kein Beschäftigungsverhältnis besteht, sowie die Leistungen des ALG I erbracht.

Bei der Berufswahl sowie der Ausbildungsvermittlung treten ebenfalls die gesetzlichen Regelungen bezüglich der Arbeitsförderung in Kraft. Diese werden gemäß der §§ 48-55 SGB III definiert; unter anderem zählt die Ausbildungsbeihilfe zu den Leistungen. Generell dienen diese dazu, jungen Menschen dabei zu helfen, sich beruflich zu orientieren, einen Ausbildungsplatz zu finden und wirtschaftliche Schwierigkeiten zu überwinden.

Die Arbeitsförderung erbringt darüber hinaus Leistungen bei Kurzarbeit, wetterabhängigen Arbeitsausfällen sowie Insolvenz des Arbeitgebers. Auch diverse Wiedereingliederungsmaßnahmen ins Berufsleben werden gemäß der Arbeitsförderung finanziert.

Da es sich bei der Arbeitsförderung um eine Pflichtversicherung handelt, können deren Leistungen nur Arbeitnehmer in Anspruch nehmen: Selbständige haben keinerlei Möglichkeit, eine solche Versicherung abzuschließen.




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