Anstellungsbetrug

Lexikon | Jetzt kommentieren

Erklärung zum Begriff Anstellungsbetrug


Wenn sich ein Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag oder eine Anstellung aufgrund falscher Tatsachen erschleicht, so wird dies als "Anstellungsbetrug" bezeichnet. Dieser Betrug kann beispielsweise durch Angabe von Qualifikationen erfolgen, welche gar nicht vorhanden snd.

Der Anstellungsbetrug wird als ein Sonderfall des Betrugs im Sinne des § 263 StGB angesehen. Damit es sich um einen strafbaren Betrug handelt, muss eine weitere Vorussetzung gegeben sein: der Arbeitgeber muss durch die Unehrlichkeit des Arbeitnehmers zu Schaden gekommen sein. Dieser Schaden ist bei privatrechtlichen Arbeitgebern beispielsweise dann gegeben, wenn der betreffende Arbeitnehmer aufgrund seiner falschen Angaben eine höhere Vergütung erhält, als ihm tatsächlich zustehen würde. Bei Beamten wird der Schaden immer dann angenommen, wenn ein Beamter aufgrund seiner falschen Angaben eine Posten innehat, der ihm aufgrund seiner tatsächlichen Quifikation gar nicht zustehen würde.




Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von JuraforumWiki-Redaktion
Zuletzt editiert von


 
 

Haben Sie Fragen zu diesem Begriff? Stellen Sie eine Frage zu dem Begriff im Forum.



Aktuelle Forenbeiträge

  • Arbeitsverhältniss und fehlende Mieten in einem Verfahren? ... (24.10.2012, 17:00)
    Nehmen wir mal an, ein Ehepaar will vorübergehend ein Einfamilienhaus für 900€ mieten. Um ihre Solvenz deutlich zu machen, wird dem Vermieter gesagt, dass ein geerbtes Haus verkauft wurde, und man den Plan hat selbst zu bauen. Allerdings müsste nun Zwischengemietet werden für die verbliebene kurze Zeit des Studiums von 6 Monaten. Der...
  • Macht eine Strafanzeige "Einmietbetrug" Sinn, oder ist sie ... (24.10.2012, 12:51)
    Nehmen wir mal an, ein Ehepaar mietet vorübergehend ein Einfamilienhaus für 900€ Dem Vermieter wird gesagt, dass ein geerbtes Haus verkauft wurde, und man den Plan selbst zu bauen, vorerst - für die verbliebene kurze Zeit des Studiums 6 Mon.- überbrücken möchte. Der Mieter arbeitet nebenbei bei seinem Onkel ein Elektrobetrieb. Mieter...
  • Hausarbeit :: Kausalitätsproblem beim Betrug § 263 (23.02.2009, 18:53)
    Hallo Bei meiner Hausarbeit stellt sich ein kleines Problem. Jemand bewirbt sich mit gefälschten Zensuren. Er wird auch angestellt. Es kann aber nicht geklärt werden, ob er wegen der Fälschung oder sowieso, weil er der einzige Bewerber war, angestellt wurde. So wie es mir scheint falle ich bei der Vermögensverfügung aus der Prüfung....
  • Ist hier der Vermögensbegriff problematisch? (02.03.2006, 19:39)
    Hi. Ich prüfe gerade einen anstellungsbetrug, § 263. Ich bin gerade dabei den Vermögensschaden zu analysieren, wobei es sich hierbei um eine schadensgleich Vermögensgefährdung handelt. der Fall lautet so: A hat bei B ein Bewerbungsgespräch bei einer firma. Bei der Frage, ob er vorbestraft sei, leugnet er dieses , obwohl er schon...

Kommentar schreiben

22 - Vi.e.r =

Bisherige Kommentare zum Begriff (0)

(Keine Kommentare vorhanden)



Fragen Sie einen Anwalt!
Anwälte sind gerade online.
Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.


Anstellungsbetrug – Weitere Begriffe im Umkreis

  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz - AGG
    Gemäß Art. 3 Abs. 2 GG sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Gemäß Art. 3 Abs. 3 GG darf niemand aufgrund seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen...
  • Ältere Arbeitnehmer ab 55
    Begriff „ältere Arbeitnehmer“ ist weder juristisch noch wissenschaftlich definiert, sondern dient lediglich der Bezeichnung jener Beschäftigte, die ein bestimmtes Lebensalter bereits überschritten haben. In der Regel liegt dieses bei 55...
  • Altersteilzeit
    Das Altersteilzeitgesetz (AltTZG) trat am 1. August 1996 in Deutschland in Kraft. Die damalige Bundesanstalt für Arbeit schätzte die Einsparungen, die den Unternehmen durch Anwendung der Altersteilzeit entstanden, für die Jahre 1997-2003 auf 2,1...
  • Änderungskündigung - Arbeitsvertrag
    Bei einer Änderungskündigung handelt es sich um eine spezielle Form der Kündigung. Durch sie soll das bestehende Arbeitsverhältnis beendet und zu geänderten Bedingungen fortgesetzt werden. Beide Aspekte müssen deutlich aus dem abgeänderten...
  • Ansprüche des Arbeitnehmers wegen Mobbing
    Das Thema „ Mobbing am Arbeitsplatz “ ist aktueller denn je. Neue Studien zeigen, dass bereits jeder achte Arbeitnehmer in Deutschland an seinem Arbeitsplatz Opfer von Mobbing geworden ist. Trotz der zunehmenden Sensibilisierung für den...
  • Arbeit auf Abruf
    Unter Arbeit auf Abruf versteht man ein Arbeitszeitmodell, dass auf einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beruht, bei dem die Arbeitsleistung gemäß der Anforderungen im Betrieb abzuleisten ist. Ein weiterer Name für...
  • Arbeitgeber
    Ein Arbeitgeber kann nur sein, wer mindestens eine andere Person im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses als Arbeitnehmer eingestellt hat. Durch dieses Beschäftigungsverhältnis erwächst für den Arbeitgeber ein Direktionsrecht ,...
  • Arbeitgeberhaftung
    Kommt ein Arbeitnehmer während der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit  zu Schaden kommt, muss der Arbeitgeber in bestimmten Fällen für diesen Schaden haften. Dies wird als „Arbeitgeberhaftung“ bezeichnet. Damit ein Arbeitnehmer...
  • Arbeitnehmer
    Als Arbeitnehmer werden Personen bezeichnet, die aufgrund von Arbeitsverträgen der Verpflichtung unterliegen, ihre Arbeitskraft gegen Entgelt zur Verfügung zu stellen. Die vertraglichen Regelungen dieses Dauerschuldverhältnisses werden in...
  • Arbeitnehmer - Internetnutzung am Arbeitsplatz
    Ein Anspruch seitens der Arbeitnehmer, das Internet an ihrem Arbeitsplatz auch privat nutzen zu dürfe, besteht nicht. Arbeitgeber können jedoch ihren Mitarbeitern die Internetnutzung gestatten und diese Nutzung in angemessener Weise...

Top Orte der Anwaltssuche zum Rechtsgebiet Arbeitsrecht

Weitere Orte finden Sie unter:

JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.