Alkohol am Steuer

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Erklärung zum Begriff Alkohol am Steuer

Von "Alkohol am Steuer" wird gesprochen, wenn der Führer eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss steht.

Ab 0,3 Promille ist bereits eine Ordnungswidrigkeit gegeben, welche mit

geahndet werden kann. Zusätzlich können ab 0,3 Promille weitere rechtliche Konsequenzen drohen, wenn ein Fahrer einen Unfall begeht. Auch können die Konsequenzen in jenen Fällen höher ausfallen, in denen der Fahrer ein Wiederholungstäter ist.

Während eine leichte Alkoholisierung als eine Ordnungswidrigkeit angesehen wird, ist eine stärkere Alkoholisierung als ein Straftatbestand anzusehen. Diese wird auch als "Trunkenheit am Steuer" bezeichnet und ist bei Fahrern von Kraftfahrzeugen ab 1,1 Promille, bei Radfahrern ab 1,6 Promille gegeben. Die Kaskoversicherung tritt nicht ein, wenn ein Unfall grob fahrlässig unter Einfluss von Alkohol verursacht worden ist. Auch ist es dem Kraftfahrzeugversicherer erlaubt, den alkoholisierten Fahrer im Falle eines Unfalls in Regress zu nehmen. Dieser kann bis zu 5.000,- € ausfallen.

Für Fahranfänger unter 21 Jahren gilt seit August 2008 die Null-Promille-Grenze. Wer dagegen verstößt, bekommt einen Punkt in Flensburg und muss zusätzlich an einem Verkehrsseminar teilnehmen.

Zu beachten ist, dass sämtliche Sanktionen bei Fahren unter Alkoholeinfluss gelten, ohne dass eine Fahruntüchtigkeit nachgewiesen werden muss. Dies bedeutet also, dass alleine die Feststellung, dass ein Fahrer Rauschmittel zu sich genommen und sich danach ans Steuer gesetzt hat, ausreichend sind, um ihn für dieses Vergehen zu maßregeln.




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