AfA

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Erklärung zum Begriff AfA

Bei der AfA (Absetzung für Abnutzungen) handelt es sich um die Wertminderung von Anlagevermögen, welche steuerrechtlich zu ermitteln ist. Gemäß dem deutschen Einkommensteuergesetz hat die AfA in dem Kalendermonat zu beginnen, in dem die Anschaffung beziehungsweise Herstellung erfolgt ist. Für jeden Kalendermonat ist ein Zwölftel der Jahres-AfA anzusetzen.

In welcher Höhe die Absetzung für Abnutzungen erfolgen kann, ist von zwei Faktoren abhängig:

  • Höhe der Anschaffungskosten (oder Herstellungskosten)
  • betriebsübliche Dauer der Nutzung

Daraus resultieren zwei verschiedene Möglichkeiten der Absetzung:

  • lineare Abschreibung, bei der die Absetzung für Abnutzungen in gleichen Jahresbeiträgen erfolgt
  • degressive Abschreibung, bei der die Absetzung für Abnutzungen in fallenden Jahresbeiträgen erfolgt

Dabei ist zu beachten, dass die degressive Abschreibung mit der Novellierung des Steuergesetzes und der Einführung des Unternehmenssteuerreformgesetzes im Jahre 2008 nicht mehr möglich ist. Seitdem ist es Unternehmern nur noch gestattet, neu erworbene Wirtschaftsgüter linear oder leistungsabhängig abzuschreiben

Wie lange bewegliche Wirtschaftsgüter abgeschrieben werden dürfen, richtet sich grundsätzlich nach deren betriebsüblicher Nutzungsdauer. Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich in § 7 Abs. 1 EStG (Einkommensteuergesetz). Die individuelle Nutzungsdauer wird demzufolge auf der Grundlage der betrieblichen Verhältnisse geschätzt. Da es sich bei derartigen Schätzungen um sehr komplexe Angelegenheiten handelt, wurden auf Grundlage von Erfahrungswerten sogenannte "AfA-Tabellen" erstellt. Diese sind keine Rechtsnorm, sondern dienen lediglich der Schätzung der Nutzungsdauer der betrieblichen Wirtschaftgüter. Interessanterweise werden diese Tabellen trotz ihrer mangelnden Rechtsnorm allgemein anerkannt.




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