Äquivalenz

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Erklärung zum Begriff Äquivalenz

Das Wort Äquivalenz (v. lat.: aequus „gleich“ und valere „wert sein“) bezeichnet in der Bildungssprache die Gleichwertigkeit verschiedener Dinge. In verschiedenen Fachgebieten bezeichnet Äquivalenz das folgende:

  • In der Informatik gibt es die Programmäquivalenz sowie das Äquivalenzproblem.
  • Die Logik untersucht die logische Äquivalenz von Aussagen.
  • In der Mathematik gibt es Äquivalenzumformungen, die z. B. eine Gleichung bzw. Ungleichung äquivalent umformen, wobei der Wahrheitswert bzw. die Lösungsmenge unverändert bleibt. Es werden darüber hinaus auch Äquivalenzklassen durch Äquivalenzrelationen definiert.
  • In der linearen Algebra gibt es den Begriff der Äquivalenz von Matrizen.
  • In Rechtswesen gibt es die Äquivalenztheorie.
  • In der Tontechnik bezeichnet die Äquivalenz (Tontechnik) und die Äquivalenzstereofonie die gleichwertige und gleichsinnige Verwendung von Pegeldifferenzen und Laufzeitdifferenzen bei den Modulationssignalen.
  • In der Physik gibt es die Äquivalenz von Masse und Energie und die Äquivalenz von Raum und Zeit.
  • In der Chemie gibt es die Äquivalentkonzentration und die veraltete Einheit Äquivalent (Val).
  • In der Übersetzungswissenschaft (Translatologie) ist "Äquivalenz" eine umstrittene und unscharfe Benennung für die Beziehung zwischen Ausgangstext und Zieltext (Übersetzung).

Äquivalenzprinzip bezeichnet:

  • ein älteres Prinzip zur Rechtfertigung der Erhebung von Steuern, siehe Äquivalenzprinzip (Steuer)
  • in der Physik die Äquivalenz von schwerer und träger Masse, siehe Äquivalenzprinzip (Physik)
  • die Gleichrangigkeit verschiedener Interpretationsansätze eines Messergebnisses, siehe Mehrdeutigkeitsproblem
  • auf dem Gebiet des Personalmanagements den Grundsatz der Gleichbehandlung bei der Entgeltgestaltung
  • in sämtlichen privaten Versicherungssparten (z. B. Private Krankenversicherung, Hausratversicherung) die Kalkulation der Beiträge für das zu versichernde Risiko (hohes Risiko = hohe Prämie)





Mitwirkende/Autoren:
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Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


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Entscheidungen zum Begriff Äquivalenz

  • BildBAYERISCHER-VGH, 31.01.2013, 20 N 12.1060
    NormenkontrollverfahrenNichtige Abgabesatzung wegen nichtiger Übergangsregelung (teilweise Nacherhebung, teilweiser Schlussstrich für Altanschließer)– mehrere nichtige Vorgängersatzungen mit Verstößen gegen Gleichheitssatz, Äquivalenz- und Vorteilsprinzip– sachlich nicht geboten, Beitragserhebungen unter der Geltung der einen Satzung...
  • BildOLG-HAMBURG, 31.10.2002, 3 U 371/01
    Die gegenüber Fachkreisen gemachte Werbeaussage, ein Arzneimittel und ein Referenzmittel seien bioäquivalent, ist nicht irreführend, wenn die Bioäquivalenz im Sinne einer statistischen Beziehung nach anerkannten Regeln festgestellt worden ist und der Begriff nicht im Sinne einer Substituierbarkeit mißverstanden werden kann, weil sich...
  • BildBAYERISCHER-VGH, 31.01.2013, 20 N 12.1208
    NormenkontrollverfahrenNichtige Abgabesatzung wegen nichtiger Übergangsregelung (teilweise Nacherhebung, teilweiser Schlussstrich für Altanschließer)– mehrere nichtige Vorgängersatzungen mit Verstößen gegen Gleichheitssatz, Äquivalenz- und Vorteilsprinzip– sachlich nicht geboten, Beitragserhebungen unter der Geltung der einen Satzung...
  • BildBAG, 21.06.2012, 8 AZR 188/11
    1. Die Ausschlussfrist des § 15 Abs. 4 AGG verstößt nicht gegen die europarechtlich gebotenen Grundsätze der Äquivalenz und der Effektivität.2. Die Ausschlussfrist gilt sowohl für Entschädigungsansprüche nach § 15 Abs. 2 AGG wie für Schadensersatzansprüche nach § 15 Abs. 1 AGG und für Schadensersatzansprüche, die auf denselben...
  • BildOLG-HAMM, 20.10.2000, 20 U 247/99
    Leitsatz §§ 3 II c,4 III a ARB 94 1) Durch § 3 II c ARB 94 werden nur solche Streitigkeiten ausgeschlossen, bei denen spezifisch gesellschaftsrechtliche Rechtsfragen und Belange im Vordergrund stehen. 2) Für den Ausschluß des § 4 III a ARB 94 reicht reine Ursächlichkeit im Sinne der Äquivalenz nicht aus. Gerade die konkrete...
  • BildLG-GIESSEN, 28.07.2010, 1 S 65/10
    Die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Beratungsunternehmens, welches Gutachten zur Ermittlung des tatsächlichen Pflegebedarfs zwecks Einordnung in eine bestimmte Pflegestufe erstellt, verwendete Klausel: "Eine über die Kostenpauschale hinausgehenden Vergütung ist bei Bewilligung einer Pflegestufe zu entrichten."...
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