Bewerbung

Rechtsreferendariat

Haben Sie sich nun für ein Bundesland Ihrer Wahl entschieden, dann beginnt der eigentliche Bewerbungsprozess um eine Referendarstelle im juristischen Vorbereitungsdienst. Welche Unterlagen genau Ihren Bewerbungsunterlagen beizufügen sind, können Sie den Unterlagen der jeweiligen Justizprüfungsämter, die für Ihr Rechtsreferendariat zuständig sind, entnehmen. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Ort, wo die Ausbildungsstelle sein wird und unter welches OLG diese fällt. Denken Sie daran, die Bewerbungsunterlagen rechtzeitig abzuschicken und die Bewerbungsfristen für Ihren juristischen Vorbereitungsdienst einzuhalten. Sonst verlängert sich Ihre Wartezeit wieder um mehrere Monate.

In folgenden Bundesländern besteht derzeit nach unseren Informationen keine Wartezeit beim Rechtsreferendariat:

Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Eine kurze Wartezeit ist in den Bundesländern Brandenburg (bis 6 Monate), Rheinland-Pfalz (bis 6 Monate), Hessen (bis 8 Monate) und Nordrhein-Westfalen (zwischen 9 bis 11 Monaten) zu erwarten. Im Mittelfeld liegen Schleswig-Holstein (etwa 15 Monate), Saarland (13 Monate) und Mecklenburg-Vorpommern (bis 12 Monate). Die längsten Wartezeiten sind in den Bundesländern Hamburg (bis 28 Monate), Bremen (bis 24 Monate) und Berlin (bis 24 Monate) zu erwarten.

Folgende Unterlagen sollten der Referendariat-Bewerbung beigefügt werden:

  • Unterschriebener Lebenslauf
  • Passfotos
  • Zeugnis des Ersten Staatsexamens (beglaubigte Kopie)
  • Geburtsurkunde (beglaubigte Kopie)
  • Ausweisdokument (beglaubigte Kopie)
  • Führungszeugnis
Übersicht der Ausbildungsstellen im Rechtsreferendariat
Rechtsreferendariat in Thüringen:

Justizministerium Erfurt

In Erfurt wird grundsätzlich immer zweimal im Jahr (Mai und November) für den juristischen Vorbereitungsdienst eingestellt. Dem Internetauftritt des Justizministeriums ist leider nicht zu entnehmen, ob für Rechtsreferendare eine Wartezeit besteht. 

Rechtsreferendariat in Schleswig-Holstein:

OLG-Schleswig-Holstein

Das OLG-Schleswig-Holstein führt sechsmal im Jahr Einstellungen von Rechtsreferendaren in den juristischen Vorbereitungsdienst durch (Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember). Derzeit (Oktober 2009) beträgt die Wartezeit im Schnitt etwa 3,68 Monate.

Rechtsreferendariat in Sachsen-Anhalt:

OLG-Naum

Beim OLG-Naum werden Referendare zweimal im Jahr (März und September) in den juristischen Vorbereitungsdienst eingestellt. Es bestehen derzeit keine Wartezeiten.

Rechtsreferendariat in Sachsen:

OLG-Dresden

Die Einstellungen der Rechtsreferendare am OLG-Dresden erfolgen zweimal im Jahr (jeweils zum 01.Mai und 01.November) und es besteht derzeit keine Wartezeit.

Rechtsreferendariat in Saarland:

Justizministerium Saarbrücken

Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern, erfolgt die Referendariatsbewerbung im Saarland direkt an das Justizministerium. Referendare werden lediglich viermal pro Jahr eingestellt (Februar, Mai, August und November).  Die Wartezeit beträgt sechs Monate.

Rechtsreferendariat in Rheinland-Pfalz:

OLG-Koblenz

Die Einstellung von Rechtsreferendaren erfolgt zweimal im Jahr (01.Mai und 01.November). Es ist mit höchstens sechsmonatiger Wartezeit zu rechnen.

Rechtsreferendariat in Nordrhein-Westfalen:

OLG-Düsseldorf
OLG-Hamm
OLG-Köln

In Nordrhein-Westfalen werden zwölfmal im Jahr neue Rechtsreferendare eingestellt. Dies ist die höchste Einstellungsfrequenz in ganz Deutschland. Unter Umständen kann es zu einer Wartezeit von etwa sechs Monaten kommen. Wartezeit nach Städten: Düsseldorf (3-6 Monate), Hamm (4 Monate) und Köln (etwa 9 Monate).

Rechtsreferendariat in Niedersachsen:

OLG-Braunschweig
OLG-Celle
OLG-Oldenburg

Einstellungen in das Rechtsreferendariat in Niedersachsen erfolgen viermal pro Jahr (März, Juni, September und Dezember). Die Plätze werden nach Examensnote und Wartezeit vergeben. Zur Zeit besteht keine Wartezeit. 

Rechtsreferendariat in Mecklenburg-Vorpommern:

OLG-Rostock

Die Einstellung neuer Rechtsreferendare erfolgt am OLG-Rostock zweimal im Jahr (Juni und Dezember). Keine Wartezeiten.  

Rechtsreferendariat in Hessen:

OLG-Hessen

Das OLG-Hessen stellt fünfmal im Jahr (Januar, März, Juli, September und November) neue Referendare ein. Es bestehen keine Wartezeiten.

Rechtsreferendariat in Hamburg:

Hanseatisches OLG

Sechsmal im Jahr (Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember) werden neue Einstellungen am Hanseatischen OLG vorgenommen. Zur Aufnahme des Rechtsreferendariats muss mit einer Wartezeit zwischen 0-24 Monaten gerechnet werden. Entscheidend sind hierbei die Examensnoten des Ersten Staatsexamens.

Rechtsreferendariat in Bremen:

OLG-Bremen

Einstellungen in das Referendariat erfolgen in Bremen dreimal im Jahr (Februar, Juni und Oktober). Das OLG-Bremen richtet sich bei der Vergabe der Referendariatsplätze nach den Examensnoten. Dabei ist eine Wartezeit zwischen 6-24 Monaten in Kauf zu nehmen. 

Rechtsreferendariat in Brandenburg:

OLG-Brandenburg

Neueinstellungen von Referendaren werden am OLG-Brandenburg viermal im Jahr (Februar, Mai, August und November) vorgenommen. Die Wartezeit liegt derzeit unter sechs Monaten.

Rechtsreferendariat in Berlin:

Kammergericht Berlin

Beim Kammergericht Berlin erfolgen Einstellungen viermal im Jahr (Februar, Mai, August und November). Prädikatsjuristen müssen mit keiner Wartezeit rechnen. Absolventen mit einem Ersten Staatsexamen, dass in Berlin erworben wurde, müssen mit 6-12 monatiger Wartezeit rechnen.  Auswärtige Absolventen werden nach etwa 9 Monaten zum Referendariat zugelassen.

Rechtsreferendariat in Bayern:

OLG-München
OLG-Nürnberg
OLG-Bamberg

Einstellungen erfolgen in Bayern immer zweimal im Jahr (April und Oktober). Es bestehen keine Wartezeiten.

Rechtsreferendariat in Baden-Württemberg:

OLG-Stuttgart
OLG-Karlsruhe

Zweimal im Jahr (April und Oktober) werden in Baden-Württemberg neue Referendare eingestellt. Es bestehen keine Wartezeiten.



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