§ 578 ZPO - Arten der Wiederaufnahme

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Stand: 11.12.2017
   Buch 4 (Wiederaufnahme des Verfahrens)

(1) Die Wiederaufnahme eines durch rechtskräftiges Endurteil geschlossenen Verfahrens kann durch Nichtigkeitsklage und durch Restitutionsklage erfolgen.

(2) Werden beide Klagen von derselben Partei oder von verschiedenen Parteien erhoben, so ist die Verhandlung und Entscheidung über die Restitutionsklage bis zur rechtskräftigen Entscheidung über die Nichtigkeitsklage auszusetzen.


Erwähnungen in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 578 ZPO:

  • Finanzgerichtsordnung (FGO)
    • Zweiter Teil (Verfahren)
      • Abschnitt V (Rechtsmittel und Wiederaufnahme des Verfahrens)
        • Unterabschnitt 3 (Wiederaufnahme des Verfahrens)
      • § 134



Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 578 ZPO

  • BildBAYERISCHES-LSG, 02.03.2015, L 15 SF 301/14
    1. Erhebt ein Sohn für seine Mutter eine Klage und gibt es Zweifel an der Bevollmächtigung, kann das Gericht die Vorlage einer Vollmacht verlangen.2. Eine Klage ist unzulässig, wenn der angebliche Bevollmächtigte trotz entsprechender Aufforderung durch das Gericht mit Fristsetzung und Hinweis auf die Folgen einer Nichtvorlage einer...
  • BildBGH, 19.03.2014, XII ZB 511/13
    Auf ein Umgangsrechtsverfahren, das vor dem 31. Dezember 2006 formell rechtskra?ftig abgeschlossen worden ist, ist § 580 Nr. 8 ZPO in Verbindung mit § 48 Abs. 2 FamFG nicht anzuwenden (§ 35 EGZPO), so dass eine spa?ter ergangene Entscheidung des Europa?ischen Gerichtshofs fu?r Menschenrechte die Wiederaufnahme eines solchen Verfahrens...
  • BildHAMBURGISCHES-OVG, 16.01.2006, 4 Bf 435/03
    1. Zu den Voraussetzungen, unter denen ein Ablehnungsgesuch keiner formellen Entscheidung bedarf und in der Sache unter Mitwirkung der abgelehnten Richter entschieden werden kann (wie OVG Hamburg, Beschl. v. 6.10.1999, NordÖR 2000, 28). 2. Die Wiederaufnahme des Verfahrens ist über den Wortlaut des § 578 Abs. 1 ZPO hinaus auch dann...
  • BildBAG, 20.08.2002, 3 AZR 133/02
    Die Notfrist von einem Monat zur Erhebung der Wiederaufnahmeklage (§ 586 Abs. 1 ZPO) beginnt, sobald die Partei vom Nichtigkeits- oder Restitutionsgrund erfährt (§ 586 Abs. 2 Satz 1 ZPO). "Kenntnis vom Anfechtungsgrund" im Sinne dieser Vorschrift bedeutet grundsätzlich die positive, sichere Kenntnis der Tatsachen, die den...
  • BildBAG, 02.12.1999, 2 AZR 843/98
    Leitsätze: Eine Wiederaufnahmeklage des Arbeitnehmers kann auf die auf Antrag des Arbeitgebers erfolgte Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegen Abfindung beschränkt werden. Dies gilt auch dann, wenn die Feststellung, das Arbeitsverhältnis sei durch die Kündigung nicht aufgelöst worden, nicht in den Tenor des anzufechtenden Urteils...
  • BildBAG, 07.05.1998, 2 AZR 344/97
    Leitsätze: 1. Fehler bei der Heranziehung der ehrenamtlichen Richter in einer Sache führen nicht im Wege des sogenannten Domino-Effekts dazu, daß in den Folgeterminen in (allen) anderen Sachen der gesetzliche Richter nicht gewahrt ist. 2. In einem Wiederaufnahmeverfahren können nachträglich bekanntgewordene Wiederaufnahmegründe auch...

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